Heimstätten | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Kategorie | Orte in Norden | |||||||
| Stadtteil/-viertel | Ostlintel | |||||||
| Genaue Lage | Altes Klostergelände bzw. | |||||||
Die Heimstätten (ehemals: Reserve-Lazarett) waren ein Barackenlager auf dem Gebiet der heutigen Wohnanlage Marienthal (zwischen Schulstraße und dem Neuen Friedhof.
Geschichte
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs erfasste ein Großteil der Bevölkerung im Deutschen Reich ein Gefühl von Kriegseuphorie. Unzählige Männer, insbesondere jungen Alters, meldeten sich begeistert zum Kriegsdienst. Viele von ihnen kamen gar nicht oder - zum Teil - schwer verletzt zurück. Die Obrigkeit hatte mit einem schnellen Kriegsende gerechnet, kaum einer hatte daran gedacht, ausreichend medizinische Versorgungsstätten zu errichten. Je länger der Krieg voranschritt, umso größer wurde auch die Zahl der Norder Söhne, die behandel werden mussten.
Während des Kriegs erkannte man schließlich, dass die Kapazitäten des erst 1913 errichteten Krankenhauses an der Feldstraße (heute Stadtwerke bei Weitem nicht ausreichen würde, um der Zahl versorgungsbedürftiger Personen Herr zu werden. Neben den zahlreichen Kriegsverwundeten und -versehrten kamen weitere Menschen die - je weiter der Krieg voranschritt - an für Hungersnöte und andere Notlagen typische Erkrankungen aufwiesen. Auch der normale Betrieb musste weitergehen. Daher errichtete man im Umfeld des Krankenhauses mehrere Lazarettbaracken. Im Militärjargon werden solche außerhalb von Kampfgebieten auch als Reserve-Lazarett genannt. Dieser Name taucht unter anderem auch auf alten Postkarten auf.
Einzelnachweise