Mennonitenkirche

Aus Norder Stadtgeschichte
Version vom 23. März 2021, 10:57 Uhr von Ostfriese (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;" ! colspan="2" | ==Mennonitenkirche== |- | colspan="2" |{{#multimaps: | Title = Mennonitenkirche |…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Mennonitenkirche

{{#multimaps: Title = Mennonitenkirche Text = Kirche in Norden center = 53.594667912157696, 7.205272354966351 circle = 53.594667912157696, 7.205272354966351 : 50 zoom = 17 width = 300px height = 300px

}}

Basisdaten
Entstehungszeit 1662
Erbauer Engelbert Kettler
Bauweise Ziegelsteinbau
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Am Markt 17

26506 Norden

Die Mennonitenkirche wurde 1662 ursprünglich als städtisches Wohnhaus von dem wohlhabenden Rechtsanwalt und Amtsvorsteher Engelbert Kettler erbaut. Fortan war es viele Jahre als "Kettler'sches Haus" bzw. "Kettlerhaus" bekannt.

1795 kam das Gebäude an die Mennonitengemeinde, die es – in Ermangelung eigener Körperschaftsrechte – über den aus Neustadtgödens gebürtigen Norder Kaufmann Doede Lübberts Cremer erwarb.[1] Dieser verschwägerte sich später durch Heirat seiner Tochter Antje mit dem mennonitischen Jan ten Doornkaat Koolman.[2]

Im Inneren des Hauses wurden anschließend umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt. Im linken Teil des Gebäudes entfernte man die Zwischendecke, sodass ein zweistöckiger Kirchsaal für rund 150 Personen entstehen konnte. Die Innenarchitektur ist - einzigartig unter den deutschen Mennonitenkirchen - vom Stile des Rokoko geprägt. Einen besonderen Blickfang bildet – abgesehen von Kanzel und Abendmahlstisch – der Deckenschmuck, ein Schablonengemälde aus dem Jahr 1900.

Die marktseitige Fassade zieren so genannte Fruchtgehänge. Die Gebäude rechts und links des Haupthauses wurden erst später erworben und in der Fassadengestaltung dem Hauptgebäude angepasst. Auf dem Dach des Haupthauses befindet sich ein kleiner Kirchturm, der jedoch kein Geläut besitzt.

Die Orgel wurde im Jahre 1900 von den Gebrüdern Link erbaut. Das Schleifladen-Instrument hat 12 Register auf zwei Manualwerken und Pedal. Die Trakturen sind pneumatisch.[3]

Zwei bislang privat genutzte Wohnungen innerhalb der Mennonitenkirche wurden 2009 in Gruppenräume umgewandelt und Ende August desselben Jahres ihrer Bestimmung gegeben.[4]

Einzelnachweise

  1. Clemens, Michael (2006): Eine Gemeinschaft mit Tradition, in: Ostfriesischer Kurier vom 17. Juni 2006, S. 33
  2. Stammbaum der Familie Herlyn, abgerufen am 22. März 2021
  3. [1] Informationen zur Orgel, abgerufen am 1. Mai 2019
  4. Artikel auf Mennonews.de, abgerufen am 23. März 2021

Siehe auch