Frisiamühle

Aus Norder Stadtgeschichte
Version vom 9. Februar 2021, 12:27 Uhr von Ostfriesenlord (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;" ! colspan="2" | ==Deichmühle== |- | colspan="2" |{{#multimaps: | Title = Deichmühle | Text = Geb…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Deichmühle

{{#multimaps: Title = Deichmühle Text = Gebäude in Süderneuland I center = 53.59082896855444, 7.215145423778487 circle = 53.59082896855444, 7.215145423778487 : 50 zoom = 16 width = 300px height = 300px

}}

Basisdaten
Entstehungszeit 1593 (1900)
Erbauer Edzard II. Cirksena

Weert Meyer

Bauweise Galerieholländer
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage In der Gnurre 40

26506 Norden

Die Frisiamühle (auch "Ahtens Mühle", "Schmertmanns Mühle" und "Gnurremühle" bekannt) befindet sich auf dem Gelände des Norder Tors. Es handelt sich um einen Galerieholländer. Gemeinsam mit der Deichmühle dominiert die Frisiamühle das südliche Stadtbild und ist eines der Wahrzeichen von Norden.

Geschichte

Die Geschichte der Mühle beginnt am 31. Januar 1700, als Fürst Georg Albrecht aus dem Hause Cirksena, Fürst von Ostfriesland, dem Norder Haye Uden gegen eine jährliche Zahlung von 24 Reichstalern die Konzession zum Bau und Betreiben einer Pelde- und Gerstenmühle erteilt.[1] In früheren Jahren war die Zulassung einer Mühle vom Landesherren zu erteilen, da diesem das Privileg zum Errichten und Betreiben einer Windmühle oblag. Man bezeichnete dies auch als "Mühlenzwang".

1733 brennt die Mühle, zu der Zeit im Besitz von Johann Schmertmann, ab und wird daraufhin (vermutlich) als Galerieholländer wieder aufgebaut.[2] 1743 erweitert Fürst Carl Edzard das Peldeprivileg auf das Anlegen eines Mahlganges.[3] Irgendwann zwischen 1861 und 1863 brennt die Mühle durch Blitzschlag erneut ab, wird jedoch kurz darauf wieder aufgebaut.[4] Schon 1886 brennt sie wieder und muss neu errichtet werden.[5]

Im Jahr 1929 wird die Mühle bis auf den steinernen Unterbau abgebrochen. 1934 erwirbt Albert Johann Weerda jun. den Mühlenstumpf und baut 1935 den Mühlenstumpf zu Kornlagerzwecken um. Fortan ist die Mühle auch als Kornhaus Weerda bekannt. Mitte der fünfziger Jahre baut Weerda an der Ostseite des Steinstumpfes ein großes Packhaus, das 1986 wieder beseitigt wird. Um diese Zeit setzt die Tätigkeit des Fördervereins Norder Windmühlen ein, der den Wiederaufbau der Gnurremühle in die Wege leitet und vollendet.[6]

Galerie

Einzelnachweise

  1. StAA, Rep. 37, Nr. 1426
  2. StAA, Rep. 4, B IV i, Nr. 271 c u. Rep. 4, B IV i, Nr. 271 f
  3. StAA, Rep. 5, Nr. 919
  4. Beschreibung der Frisiamühle auf Waymarking.com
  5. StAA, Dep. 71, Nr. 9, S. 25
  6. Schweling, Thorsten (1993): Die Geschichte der Norder Gnurremühle, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier vom 30. Oktober 1993, Nr. 10, S. 37ff.

Siehe auch