Neuwesteel

Aus Norder Stadtgeschichte
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Neuwesteel

Wappen
Höhe 1,0 - 1,5 m ü. NN
Fläche 15,068 km²
Einwohner 276 (30.06.2020)
Eingemeindung 1. Juli 1972
Bevölkerungsdichte 18 Einwohner/km²

Neuwesteel ist ein Stadtteil von Norden und hat 276 Einwohner (Stand: 30.06.2020), die sich auf einer Fläche von rund 15,07 km² verteilen.

Im Norden grenzt Neuwesteel an Westermarsch I, im Osten an Süderneuland I, im Westen an Leybuchtpolder und im Süden an die Norder Nachbargemeinde Osteel.

Namensherkunft

Der Name geht zurück auf das historische Dorf Westeel, welches sich im Bereich des heutigen Neuwesteels befunden hat und nach schweren Sturmfluten im 14. Jahrhundert aufgegeben werden musste. Nach der Neugründung am 11. Juli 1934 wurde der Ort zunächst Süderpolder genannt, bekam im Herbst 1939 jedoch zur Erinnerung an das untergegangene Westeel seinen heutigen Namen.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1821 142
1848 211
1871 205
1885 180
1905 187
Jahr Einwohner
1925 204
1933 209
1939 422
1946 638
1950 664
Jahr Einwohner
1956 436
1961 409
1970 421
2016 337
2019 276

Geografie

Geschichte

Mittelalter

Neuzeit

In Neuwesteel befand sich das Kriegsgefangenenlager AK Nr. 5615. In der Holzbaracke waren 25 bis 40 französische Kriegsgefangene untergebracht, die auf den Höfen in der Umgebung arbeiten mussten.

Auch Neuwesteel erlebte nach dem Krieg durch Aufnahme zahlreicher Vertriebener aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten einen bedeutenden Bevölkerungszuwachs, sodass die Einwohnerzahl 1946 bei 643 lag, von denen mehr als ein Drittel (221 Personen) Vertrieben bzw. Flüchtlinge waren. 1950 stieg die Einwohnerzahl um 1 auf 644, der Anteil an Vertriebenen lag jedoch immer noch 208 Personen.

Verwaltung

Bildung

Religion

Gesundheit und Soziales

Wirtschaft und Verkehr

Die praktisch einzigen Erwerbszweige Neuwesteels sind die Landwirtschaft und der Fremdenverkehr. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe nimmt jedoch gleichzeitig stetig ab. Gab es 1949 noch 72 Höfe, waren es 1960 noch 69 und 1971 sogar nur noch 45. Seit den 2010er Jahren gibt es sogar nur noch 21 Höfe in Neuwesteel.

Die Anzahl der nichtlandwirtschaftlichen Arbeitsstätten sank zunächst von 14 (1950) auf 11 (1961), stieg dann aber wieder deutlich auf 19 (1970) an. Handwerksbetriebe hatten 1950 mit fast 29% und 1961 mit gut 27% daran Anteil. Die Summe der Erwerbspersonen verminderte sich von 389 (1950), über 236 (1961) auf 183 (1970). Dagegen erhöhte sich die Quote der Auspendler stetig von fast 7%, über 17% auf annähernd 37%. 1961 betrug der Anteil der Einpendler 18%.

Die noch bestehenden Höfe betreiben vorwiegend Milchviehwirtschaft und Kartoffelanbau, der in dem äußerst fruchtbaren Marschboden von Neuwesteel sehr gute Erträge bringt. Viele Höfe verkaufen ihre Waren in kleinen Hofläden direkt an die Verbraucher und bieten "Ferien auf dem Bauernhof" für Touristen an.

Erwähnenswerte Gebäude

Erhaltene Gebäude

Sehenswürdigkeiten

Quellenverzeichnis