Hof Breepott
Hof Breepott | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | zw. 1505 - 1533 | |||||||
| Erbauer | Adolph Loringa | |||||||
| Bauweise | Steinhaus | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Landstraße 24
26506 Norden | |||||||
Hof Breepott war ein Gulfhof in Ostermarsch. Der Name ("Breitopf") ist möglicherweise als Hinweis auf den einstigen Wohlstand des Hofes zu verstehen.[1] Erstmalig wird der Name als "Brey-Pott" in 1659 erwähnt.[2] Das zum Hof gehörende Land wird auch Breepotter Land und Unnert Breepott genannt. Die Zufahrtsstraße und ein anliegender Schloot haben ihren Namen von diesem Hof erhalten.
Geschichte
Nach dem Deichregister von 1577 war der erste Besitzer des Hofes Adolph Loringa, ehemaliger Bürgermeister von Norden.[3] Dieser starb 1533, dadurch lässt sich das Datum des Baus auf die Zeit um 1505 bis 1533 eigrenzen, wenn man annimmt, dass es unwahrscheinlich ist, dass der 1475 geborene Loringa vor seinem 30. Lebensjahr bereits Inhaber eines derart großen Anwesens gewesen ist.[4]
Über Loringa gelangte der Hof wohl an die Familie von Wicht. Im Jahre 1611 heißt es in einer Steuerliste: "Adolf Loringa itzo Dr. Hector Friedrichs". Letzterer entstammte diesem alten Adelsgeschlecht und war ein Bruder von Otto Friedrichs von Wicht, der für Ubbo Emmius die bekannte Ostfrieslandkarte gestochen hat. Der Hof Breepott war rossdienstpflichtig, aber auch auch adelig frei. Das heißt, der Besitzer musste in Freuden- und Trauerfällen am ostfriesischen Hof Ritterdienste leisten, also mit einem oder zwei Pferden erscheinen, wie zum Beispiel bei gräflichen Hochzeiten oder Begräbnissen. Dafür war der Hof von bäuerlichen Lasten und Abgaben (Steuern u.ä.) befreit.[3]
Um 1900 gelangt der Hof mit seinen 54 Hektar Grund in den Besitz von Karl Vissering. Dieser gerät jedoch schon früh in finanzielle Schwierigkeiten und musste den Hof 1929 zwangsweise veräußern.[5]
Einzelnachweise
- ↑ Scheuermann, Ulrich (1995): Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle, S. 116
- ↑ Beschreibung von Ostermarsch in der Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
- ↑ 3,0 3,1 Schreiber, Gretje (2009): Bewohner der Höfe in der Ostermarsch, in: Heim und Herd vom 23. Dezember 2000, S. 47
- ↑ Stammbaum der Familie Herlyn, abgerufen am 1. April 2021
- ↑ Mahmens, Sven (2007): Biographie des Karl Vissering, veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft