Sender Osterloog
Sender Osterloog | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1937-1939 | |||||||
| Erbauer | Reichspost | |||||||
| Bauweise | Ziegelsteinbau | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Osterlooger Weg 3
26506 Norden | |||||||
http://www.rundfunk-nostalgie.de/sendero.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Osterloog
http://www.pust-norden.de/gal_olog_dt.htm
Der Sender Osterloog (auch "Sendestelle Osterloog") gehörte in weiten Teilen seiner Geschichte zu Norddeich Radio. Im Zweiten Weltkrieg wurde von hier Propaganda nach England übertragen. Seit 2006 befindet sich hier das sogenannte "Waloseum", eine zur Seehundstation Norddeich gehörende Ausstellung mit dem Hauptthema "Wal".
Geschichte
Im Rahmen der Kriegsvorbereitungen für den Zweiten Weltkrieg beauftragte die nationalsozialistische Regierung die Reichspost mit dem Aufbau einer Sendestelle in Deichnähe. Hierfür erwarb die Reichspost 1937 ein 23 Hekator großes Gelände in Osterloog. Ein Jahr später wurde mit den Bauarbeiten für das Hauptgebäude, den Quertrakt, das Maschinenhaus und die Richtstrahlantennen begonnen. Im Sommer 1939 waren die Arbeiten beendet.[1]
Beschreibung
Der Sender hatte eine Trägerleistung von 100 Kilowatt. Die gebündelte Energie wurde in eine Richtantennenanlage eingespeist, die auf Mittelengland ausgerichtet war und nach Zeitzeugenberichten in einer Stärke von 900 Kilowatt dort ankam. Später wurde die Anlage mit Rundstrahlung betrieben. Zu Beginn bestand die Antennenanlage aus zwei über Koaxialkabel gespeiste Masten von jeweils 150 Metern Höhe sowie aus vier je 120 Meter hohen sogenannten Reflektoren und Direktoren. Die Sendeeinrichtung war für den Mittelwellenbereich von 400 bis 1060 Kilohertz ausgelegt. Um Stromausfälle zu kompensieren, verfügte die Anlage zudem über einen Dieselmotor mit Stromgenerator (960 PS Schiffsdieselaggregat und 750 kVA Generator). Im Normalbetrieb wurde die Anlage über das allgemeine Stromnetz gespeist und verfügte dafür über eine eigene Umspannstation.[1]
Waloseum
Für den Bau einer Quarantänestation erwarb der Verein im Dezember 2002 die ehemalige Sendestelle. Im November 2005 eröffnete der Landwirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, Heiner Ehlen, die neue Station. Sechs Monate später wurde eine Ausstellung über Wale eröffnet, wodurch der Name "Waloseum" entstand, eine Mischung aus "Wal" und "Museum". Der Wal strandete ursprünglich vor Norderney und wurde später nach Osterloog gebracht, um sein Skelett auszustellen. Am 11. Juni 2006 wurde das Waloseum vom damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff eingeweiht.[2]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Geschichte der Sendestation Osterloog auf Rundfunk-Nostalige.de, abgerufen am 5. April 2021
- ↑ Chronik der Seehundstation, abgerufen am 18. März 2021