Tidofeld
Tidofeld | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Höhe | 0,7 - 1,3 m ü. NN |
| Fläche | 0,468 km² |
| Einwohner | 934 (31.12.2020) |
| Eingemeindung | 1952 |
| Bevölkerungsdichte | 2028 Einwohner/km² |
Tidofeld ist seit 1996 ein eigenständiger Ortsteil und hat rund 934 Einwohner (Stand: 31.12.2020), die sich auf einer Fläche von lediglich 0,47 km² verteilen. Der Ort hat damit die mit Abstand höchste Bevölkerungsdichte von allen Stadtteilen Nordens aufzuweisen.
Namensherkunft
Der Name geht auf ein um 1614 an dieser Stelle durch Freiherr Tido zu Innhausen und Knyphausen erbautes Schloss gleichen Namens zurück.
Geografie
Der Ort ist von unterschiedlichen Bodenarten umgeben: Im Osten, Süden und Nordwesten findet sich Plaggenesch (unterlagert von Podsol-Gley) an. Im Norden und Südwesten tangiert Kleimarsch den Ort und im Westen ist Podsol-Grund zu finden.
Im Norden grenzt Tidofeld an Norden, im Osten und im Süden an die Gemeinde Lütetsburg. Im Westen grenzt Bargebur an.
Geschichte
Der Namensgeber Tido war ein Bruder von Dodo, dem damaligen Grafen von Lütetsburg. Das Schloss wurde aus abgetragenen Bestandteilen der dem Verfall überlassenen Burg Innhausen in Sengwarden bei Wilhelmshaven errichtet. Tido erwarb das Land, das bis zu seiner Abspaltung zu Bargebur gehörte, von Junker Albrecht Schwinge aus Emden. Dieser wiederum erbte es von einem Mann namens Siptet Remtsna, zu dem jedoch keine weiteren Daten bekannt sind. Nach der Landerwerbung gehörte Tidofeld somit zu Lütetsburg. Das Schloss wurde bereits 1669 zerstört. Die Burgstelle ist jedoch heute noch als sichtbare Erhöhung in der Landschaft sichtbar, ein angrenzender Hof erinnert als Tidofelder Burgen- und Schlickplaats ebenfalls daran.
Im Zweiten Weltkrieg errichtete die Kriegsmarine ein Ausbildungs- und Durchgangslager in Tidofeld. Nach dem Krieg wurde das Lager in ein Vertriebenenlager umfunktioniert. Es gehörte mit insgesamt über 1.000 gleichzeitig dort wohnenden Menschen zu den größten Lager innerhalb der Grenzen der heutigen Bundesrepublik. Die Solidarität im Lager führte gar zum Bau einer eigenen Kirche, die heute eine Dokumentationsstätte über Flucht und Vertreibung beinhaltet.
Erst 1996 wurde Tidofeld nach Norden eingemeindet. Es ist damit der jüngste Stadtteil von Norden. Kurze Zeit später wurde Tidofeld beträchtliche um ein Neubaugebiet nördlich und westlich des Tidofelder Burgen- und Schlickplaats erweitert. Dieses Neubaugebiet erstreckt sich bis nach Bargebur.
Erwähnenswerte Gebäude
Erhaltene Gebäude
Abgebrochene Gebäude
Quellenverzeichnis
- Beschreibung von Tidofeld auf Norden.de, abgerufen am 29. März 2021
- Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Norden: Tidofeld 1945-1960, Dokumentationen und Bilder zum Vertriebenenlager Tidofeld
- Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft

