Engelbert Kettler

Aus Norder Stadtgeschichte
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Dr. Engelbert Kettler (* 1683, † 3. Juli 1733 in Norden) war eine bedeutende Persönlichkeit im 17. Jahrhundert.[1] Er erbaute 1662 das Kettler'sche Haus am Marktplatz[2] (heute Mennonitenkirche) und 1665 das Haus Wirde.[3] Als Amtsverwalter war er von 1652 bis 1657 höchster Beamter des Amtes Norden und von 1653 bis 1668 "hochfürstlicher, ostfriesischer Regierungsrat" am Hofe der Cirksena in Aurich.

Ursprünglich arbeitete Kettler als Rechtsanwalt und hatte einen Doktortitel (Dr. iur. utr.; Doktor iuris utriusque) in Recht. Eine Besonderheit dieses Titels war es, dass sich dieser auf das kirchliche und das weltliche Recht erstreckte, was Kettler zu einem sehr gefragten Anwalt werden ließ. Hierdurch gelangte er zeitlebens zu großem Vermögen, das ihm neben dem Bau der vorgenannten Gebäude auch weitere Projekte ermöglichte. So ließ er 1715 auch den Addinggasterpolder eindeichen.

Einzelnachweise

  1. Stammblatt auf Genealogieonline.nl, abgerufen am 23. März 2021
  2. Internetseite der Norder Mennonitengemeinde, abgerufen am 23. März 2021
  3. Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37ff.

Siehe auch