Peter Heuer († um oder vor 1950) war ein Norder Rechtsanwalt und nationalsozialistischer Kommunalpolitiker.

Leben

Nach dem Verbot der NSDAP, von der bereits seit Apri 1923 eine Ortsgruppe existierte, gründeten ihre Anhänger unter Führung des Stahlhelmführers Dr. Peter Heuer einen Völkischen Block, der sich als Ortsgruppe der Deutsch-Völkischen Freiheitspartei anschloss. Diese Partei errang bei der Reichstagswahl am 4. Mai 1924 in der Stadt Norden 1.177 Stimmen und wurde damit zu stärksten Kraft im Ort. Im Oktober 1926 erfolgte dann die formelle Neugründung und Wiederzulassung als politische Partei. In dieser Zeit wurde auch die Sturmabteilung (SA) der Norder Gruppe gegründet, die 1928 zum ersten Mal in ihrer typischen Uniform als Saalschutz in Erscheinung trat und zunächst aus zwölf Mann bestand.[1]

Während der NS-Zeit wurde die Gartenstraße nach ihm in Peter-Heuer-Straße benannt. Die Rückbenennung erfolgte unmittelbar nach Kriegsende.

Zeitlebens, seit spätestens 1926, wohnte Dr. Heuer Am Markt 29. Seine Witwe Minna, geb. Noosten (oder die gemeinsamen Erben) veräußerte(n) das Haus nach seinem Tod.[2]

Einzelnachweise

  1. Haddinga, Johann (1995): Kriegsalltag in Ostfriesland, Norden, S. 134
  2. Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 87

Siehe auch