Kompaniehaus

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Basisdaten
Entstehungszeit um 1880 (vor 1719)
Erbauer Norder Fehngesellschaft
Bauweise (verputzter) Ziegelsteinbau
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Brückstraße 15-16

26506 Norden

Als Kompaniehaus (auch: Verkaufskontor) wurde früher das Gebäude an der Brückstraße 15-16 bezeichnet. Wie auch das eigentliche Kompaniehaus in Berumerfehn wurde es von der Norder Fehngesellschaft (Fehnkompanie) erbaut und diente vor allem dem Absatz der Torfprodukte, die hier in Körben verkauft wurden.

Geschichte

Die Geschichte der Bebauung an der Brückstraße 15 und 16 lässt sich bis in das Jahr 1719 zurückverfolgen. Im genannten Jahr wurde der mittelmäßige, das heißt durchschnittlich situierte Bürger Abraham Harems als Eigentümer des Hauses genannt. Ihm folgte noch vor 1751 der wohlhabende Reentje Janssen, der durch die Gewährung eines Darlehens maßgeblichen Anteil am Aufstieg der damals noch jungen Tabakmanufaktur Steinbömer & Lubinus hatte.[1][2]

Janssen folgten die Eheleute Hermannus Jabben Bretthof und seine Frau, die das Haus mit Kaufvertrag vom 13. November 1773 erwarben. Etwa drei Jahre später wurden Haus und Grund dann öffentlich versteigert und am 14. November 1796 von der Norder Fehngesellschaft erworben, die für einen Großteil der Torfversorgung als seinerzeit wichtigstes Brenn- bzw. Heizmaterial verantwortlich war. Im Zuge dessen errichtete die Fehngesellschaft auch eine Schiffswerft (Helling) zwischen Kompaniehaus und dem dort entlanglaufenden Berumerfehnkanal, die zunächst an den Schiffszimmermeister Jacob Klüin verpachtet wurde.[1] Der Bereich wurde wegen seiner Nutzung umgangssprachlich auch als Torfhafen bezeichnet, denn hier wurde der Torf entladen und

Nach dem Abzug der Fehngesellschaft befanden sich hier die Verwaltungsräume des Meliorationsverbandes, nach dessen Auflösung im Jahre 1991 dient das Gebäude dem Jugendamt des Landkreises Aurich als Außenstelle.[3]

Unmittelbar hinter dem Kompaniehaus befanden sich eine Schiffswerft der Gesellschaft zur Wartung der Torfkähne sowie Lagerstätten.

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Schreiber, Gretje (1994): Die Bewohner der Brück- und Dammstraße
  2. Behrends, Berend-Heiko (1969): Zwei Jahrhunderte Steinbömer Tabak, Norden, S. 8
  3. Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 44

Siehe auch