Ostfriesische Küstenbahn

Als Ostfriesische Küstenbahn wird heute der ursprüngliche, stillgelegte Teil der Bahnstrecke von Emden über Norden nach Wittmund (Haltestelle Vereinigung an der Grenze zum Friesland) bezeichnet. Der in Höhe des Bahnübergangs an der Heerstraße befindliche Streckenteil gen Mole Norddeich wurde erst 1892 eingeweiht.[1] Der Name ergibt sich aus dem ungefähren Verlauf der Trasse parallel zur Küstenlinie.
Am 22. Februar 1883 treffen erstmals 40 Herrschaften aus Oldenburg in Norden ein, dinieren im Deutschen Haus und fahren gegen 16:00 Uhr zurück. Am 23. April des Jahres wird die Bahnstrecke von Norden in Richtung Emden, kurz darauf auch die Strecke von Georgsheil nach Aurich fertiggestellt.[2]
Zum 29. Mai 1983 wurde die Bahnstrecke der Ostfriesischen Küstenbahn nicht mehr für den Personenverkehr bedient. Nachdem auch der Güterverkehr wenig später eingestellt wurde, wurden die Gleise zwischen Dornum und Esens abgebaut.[2] Die verbliebene Trasse kann durch den am 25. Februar 1987 gegründeten Verein Museumseisenbahn Küstenbahn Ostfriesland e.V. vor der Demontage bewahrt werden. Bis heute verkehrt hier die sogenannte Museumseisenbahn. Der reguläre Bahnverkehr beginnt erst wieder in Esens. Die Museumseisenbahn beginnt ihre Fahrt in Norden am Bahnhof Norden-KOF (Abkürzung für Bahnhof Norden-Küstenbahn Ostfriesland).
Trivia
Der Lütetsburger Teil der Umgehungsstraße durch den Lütetsburger Forst wird als Küstenbahnstraße bezeichnet.

Einzelnachweise
- ↑ Geschichte der Westbahn, abgerufen am 1. Juni 2021
- ↑ 2,0 2,1 Daten zur Eisenbahnverbindung nach Norden / Norddeich und Sande, abgerufen am 1. Juni 2021