Als Kluft wurden die alten Norder Stadtbezirke bezeichnet. Zunächst gab es nur die Norderkluft, die Osterkluft, die Süderkluft und die Westerkluft, deren die einzelnen Straßenzüge der Stadt - bis auf den Burggraben - zugeordnet waren. Die städtischen Klüfte können als Pendant zu den Rotten in Westermarsch und Ostermarsch betrachtet werden. Doch auch jede städtische Kluft unterteilte sich weiterhin in Rotten, deren Anzahl seit Ende des 16. Jahrhunderts jeweils acht betrug.[1]

Jede Kluft entsprach zudem einem Pfarrbezirk, für den je ein Pfarrer der Andreaskirche bzw. später der Ludgerikirche zuständig war. Der Dienstsitz des für die Osterkluft zuständigen war beispielsweise die Alte Osterpastorei.[1] 1614 oder 1615 wurde die Anzahl der Kluften per gräflichen Erlass von vier auf zwei reduziert, sodass nur noch die Osterkluft und die Westerkluft fortbestanden. Für die öffentliche Sicherheit und Ordnung war je eine eigene Kompanie der Stadtgarde zuständig.[2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 9
  2. Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 56

Siehe auch