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Trotz anfänglicher Besorgnis angesichts des ersten Falls gab es zunächst keine Einschnitte in den Alltag. Das Robert Koch-Institut (RKI) erklärte zunächst noch am 22. Januar 2020, "dass nur wenige Menschen von anderen Menschen angesteckt werden können" und dass sich das Virus nicht sehr stark auf der Welt ausbreiten würde. Offenbar war das RKI in der Annahme, es handele sich um einen ähnlichen Verlauf wie bei der SARS-Pandemie 2002/2003. Dies wurde vom Virologen Alexander Kekulé kritisiert, der am selben Tag erklärte, dass er "nicht ganz die Gelassenheit des Robert Koch-Instituts" teile.
Trotz anfänglicher Besorgnis angesichts des ersten Falls gab es zunächst keine Einschnitte in den Alltag. Das Robert Koch-Institut (RKI) erklärte zunächst noch am 22. Januar 2020, "dass nur wenige Menschen von anderen Menschen angesteckt werden können" und dass sich das Virus nicht sehr stark auf der Welt ausbreiten würde. Offenbar war das RKI in der Annahme, es handele sich um einen ähnlichen Verlauf wie bei der SARS-Pandemie 2002/2003. Dies wurde vom Virologen Alexander Kekulé kritisiert, der am selben Tag erklärte, dass er "nicht ganz die Gelassenheit des Robert Koch-Instituts" teile.


Am 11. März gab die Stadt Norden bekannt, dass der Unterricht an der [[Oberschule Norden]] sowie an der Außenstelle der [[Kooperative Gesamtschule Hage-Norden|Kooperativen Gesamtschule Hage-Norden]] am 12. und 13. März aufgrund eines Corona-Verdachtsfalles ausfallen werde. Der Verdacht bestätigte sich in der Folgewoche jedoch nicht. Bereits am 12. März sagte die Stadt Norden die Ausschusssitzungen des [[Stadtrat|Stadtrats]] sowie die jährliche [[Müllsammelaktion]] ab. Einen Tag später wurden die Verwaltungseinrichtungen sowie die [[Stadtbibliothek]] für den Besucherverkehr geschlossen. Am 16. März folgte das [[Ostfriesisches Teemuseum|Ostfriesische Teemuseum]].
Am 11. März gab die Stadt Norden bekannt, dass der Unterricht an der [[Oberschule]] sowie an der Außenstelle der [[Kooperative Gesamtschule Hage-Norden|Kooperativen Gesamtschule Hage-Norden]] am 12. und 13. März aufgrund eines Corona-Verdachtsfalles ausfallen werde. Der Verdacht bestätigte sich in der Folgewoche jedoch nicht. Bereits am 12. März sagte die Stadt Norden die Ausschusssitzungen des [[Stadtrat|Stadtrats]] sowie die jährliche [[Müllsammelaktion]] ab. Einen Tag später wurden die Verwaltungseinrichtungen sowie die [[Stadtbibliothek]] für den Besucherverkehr geschlossen. Am 16. März folgte das [[Ostfriesisches Teemuseum|Ostfriesische Teemuseum]].


Am 17. März veränderte das RKI die Gefährdungseinschätzung für die Gesundheit der Bevölkerung und schätzte dies nunmehr als insgesamt "hoch" ein. Die Belastung des Gesundheitswesens könne örtlich "sehr hoch" sein. Daraufhin legten zunächst einzelne Bundesländer Maßnahmen zu Ausgangsbeschränkungen fest, beispielsweise wurden in Baden-Württemberg ab dem 18. März 2020 gemäß der Corona-Verordnung der Landesregierung sämtliche Versammlungen und Veranstaltungen untersagt, Kirchen, Synagogen, Moscheen, Kultur- und Bildungseinrichtungen geschlossen und das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erließ am 20. März 2020 per Allgemeinverfügung eine vorläufige Ausgangsbeschränkung mit Wirkung vom 21. März 2020 bis zunächst 3. April 2020.
Am 17. März veränderte das RKI die Gefährdungseinschätzung für die Gesundheit der Bevölkerung und schätzte dies nunmehr als insgesamt "hoch" ein. Die Belastung des Gesundheitswesens könne örtlich "sehr hoch" sein. Daraufhin legten zunächst einzelne Bundesländer Maßnahmen zu Ausgangsbeschränkungen fest, beispielsweise wurden in Baden-Württemberg ab dem 18. März 2020 gemäß der Corona-Verordnung der Landesregierung sämtliche Versammlungen und Veranstaltungen untersagt, Kirchen, Synagogen, Moscheen, Kultur- und Bildungseinrichtungen geschlossen und das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege erließ am 20. März 2020 per Allgemeinverfügung eine vorläufige Ausgangsbeschränkung mit Wirkung vom 21. März 2020 bis zunächst 3. April 2020.
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Anfang April bewarb sich Norden für ein Modellprojekt des Landes Niedersachsen, wonach der gesamte Einzelhandel unter bestimmten Voraussetzungen wieder hätte öffnen können (Vorlegen eines negativen Tests, Anmeldung im Vorfeld). Innerhalb kürzester Zeit erarbeitete die Stadt ein Konzept und legte dies dem Land vor. Neben Aurich, Emden und weiteren, ausgewählten Städten hätte der Einzelhandel wieder öffnen können, doch schon am 12. April wurde der Start dieses Modellprojektes verschoben, da von Seiten der Bundesregierung keine klaren Zeichen kamen, ob nicht doch wieder ein "harter", vollumfänglicher Lockdown folgen wird, der das gesamte Konzept zunichte machen könnte. Die Planungsmöglichkeiten für die Einzelhändler waren nicht gegeben, die Unsicherheit zu groß, sodass sich diese fast ausnahmslos der Teilnahme am Konzept verweigerten. Weitere Städte taten es Norden gleich und sagten ihre Teilnahme am Modellprojekt mangels Teilnahmewilligkeit ihrer Einzelhändler ab.
Anfang April bewarb sich Norden für ein Modellprojekt des Landes Niedersachsen, wonach der gesamte Einzelhandel unter bestimmten Voraussetzungen wieder hätte öffnen können (Vorlegen eines negativen Tests, Anmeldung im Vorfeld). Innerhalb kürzester Zeit erarbeitete die Stadt ein Konzept und legte dies dem Land vor. Neben Aurich, Emden und weiteren, ausgewählten Städten hätte der Einzelhandel wieder öffnen können, doch schon am 12. April wurde der Start dieses Modellprojektes verschoben, da von Seiten der Bundesregierung keine klaren Zeichen kamen, ob nicht doch wieder ein "harter", vollumfänglicher Lockdown folgen wird, der das gesamte Konzept zunichte machen könnte. Die Planungsmöglichkeiten für die Einzelhändler waren nicht gegeben, die Unsicherheit zu groß, sodass sich diese fast ausnahmslos der Teilnahme am Konzept verweigerten. Weitere Städte taten es Norden gleich und sagten ihre Teilnahme am Modellprojekt mangels Teilnahmewilligkeit ihrer Einzelhändler ab.


Ebenso im April kamen die ersten "Corona-Testzentren" in Norden auf, bundesweit seit dem 8. März. Hier war es für die Bürger möglich, sich kostenlos mittels PCR-Schnelltest auf das Virus testen zu lassen. Betrieben wurden diese Testzentren in der Regel von findigen Geschäftsleuten in der Hoffnung auf schnellen Profit, denn die Anforderungen zum Aufbau eines solchen Testzentrums waren marginal. Man musste quasi lediglich eine Skizze über den Aufbau der Teststation nebst eines Hygienekonzepts beim Gesundheitsamt vorlegen. Nach der Gewerbeanmeldung konnte man loslegen und erhielt pro durchgeführten Test 18 Euro vom Bund erstattet; 12 Euro für den Abstrich selbst zzgl. 6 Euro für die Testanschaffungskosten. Das Personal wurde meist auf geringfügiger Basis beschäftigt und bestand meist keineswegs aus medizinischem Personal, sondern vielmehr aus Leuten, die in einem etwa einstündigen Video eingewiesen wurden und dann diese Tests durchführen durften. So kam es landkreisweit vereinzelt zu Zwischenfällen aufgrund mangelnder Hygiene oder zu Verletzungen durch zu tief eingeführte Teststäbchen. In Norden bestanden solche Testzentren auf dem Parkplatz des Supermarktes "real" bei [[Glückauf]] (als "Drive-In") sowie bei der [[AWO Norden]].
Ebenso im April kamen die ersten "Corona-Testzentren" in Norden auf, bundesweit seit dem 8. März. Hier war es für die Bürger möglich, sich kostenlos mittels PCR-Schnelltest auf das Virus testen zu lassen. Betrieben wurden diese Testzentren meistens von findigen Geschäftsleuten in der Hoffnung auf schnellen Profit, denn die Anforderungen zum Aufbau eines solchen Testzentrums waren marginal. Man musste oftmals lediglich eine Skizze über den Aufbau der Teststation nebst eines Hygienekonzepts beim Gesundheitsamt vorlegen. Nach der Gewerbeanmeldung konnte man loslegen und erhielt pro durchgeführten Test 18 Euro vom Bund erstattet; 12 Euro für den Abstrich selbst zzgl. 6 Euro für die Testanschaffungskosten. Das Personal wurde meist auf geringfügiger Basis beschäftigt und bestand meist keineswegs aus medizinischem Personal, sondern vielmehr aus Leuten, die in einem etwa einstündigen Video eingewiesen wurden und dann diese Tests durchführen durften. So kam es landkreisweit vereinzelt zu Zwischenfällen aufgrund mangelnder Hygiene oder zu Verletzungen durch zu tief eingeführte Teststäbchen. In Norden bestanden solche Testzentren auf dem Parkplatz des Supermarktes "real" bei [[Glückauf]] (als "Drive-In"), bei der [[AWO Norden]] sowie an den Juist- und Norderneyanlegern der [[Reederei Frisia]].


[[Kategorie:Ereignisse]]
[[Kategorie:Ereignisse]]