Hayo Rykena (1530): Unterschied zwischen den Versionen
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Rykena wurde im Jahre 1530, vermutlich in Norden geboren. Er war ein Freund von [[Ubbo Emmius]], dessen entfernter Verwandter er war. | Rykena wurde im Jahre 1530, vermutlich in Norden geboren. Er war ein Freund von [[Ubbo Emmius]], dessen entfernter Verwandter er war. Spätestens ab Ende des 16. Jahrhunderts wurder Rykena Eigentümer des [[Haus Barenbusch]] in [[Ostlintel]]. Dieses vermachte er durch sein 1605 verfasstes Testament an seinen Neffen Lütet [[Manninga]]. Hayo war mit Etta Hiske von Mark verheiratet.<ref>Ostfriesische Landschaft (1897): Jahrbuch der Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer Emden, Emden, S. 87, 103</ref> Am 13. September 1591 wurde er mit [[Otto Loringa]] und weiteren einflussreichen Norder Bürgern auf Befehl von [[Edzard II. Cirksena|Graf Edzard II.]] festgenommen. Der Vorwurf lautete u.a. auf Rebellion. Ursächlich war, dass Edzard II. die bisher von der Norder Bürgerschaft gewählten [[Schüttemeister]] zu gräflichen Beamten machte und der Bürgerschaft so großen Einfluss auf die Stadtverwaltung nahm. Daraufhin beschloss die Bürgerschaft eine Neuwahl der Schüttemeister, was Edzard II. als Verrat betrachtete.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 51</ref> | ||
Der Grabstein Rykenas ist heute im [[Heimat- und Teemuseum]] in Norden ausgestellt. Dieser befand sich bis 1907 in der [[Ludgerikirche]] und galt viele Jahre als verschollen. Ein überliefertes Siegel vom 20. März 1592 zeigt im Schild einen Totenkopf. | |||
Der Grabstein Rykenas ist heute im [[Heimat- und Teemuseum]] in Norden ausgestellt. Dieser befand sich bis 1907 in der [[Ludgerikirche]] und galt viele Jahre als verschollen. | |||
Zwischen dem ersten und dem zweiten Obergeschoss des giebelständigen Gebäudeteils des [[Engenahof|Engenahofs]] (Am Markt 10) gibt es drei Kartuschen aus Sandstein, von denen die linke das Wappen der Erbauerfamilie [[Erhard Lüppena|Lüppena]] zeigt, während die rechte ein gespaltenes Schild ziert, das möglicherweise das Wappen der Familie Rykena zeigt. Wohl in Ermangelung eigener Nachkommen vermachte er seinem angeheirateten Neffen [[Erhard Lüppena]] den [[Engenahof]] am Norder [[Marktplatz]].<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 30</ref> | Zwischen dem ersten und dem zweiten Obergeschoss des giebelständigen Gebäudeteils des [[Engenahof|Engenahofs]] (Am Markt 10) gibt es drei Kartuschen aus Sandstein, von denen die linke das Wappen der Erbauerfamilie [[Erhard Lüppena|Lüppena]] zeigt, während die rechte ein gespaltenes Schild ziert, das möglicherweise das Wappen der Familie Rykena zeigt. Wohl in Ermangelung eigener Nachkommen vermachte er seinem angeheirateten Neffen [[Erhard Lüppena]] den [[Engenahof]] am Norder [[Marktplatz]].<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 30</ref> | ||