Stadtwaage: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 30: | Zeile 30: | ||
Vor der Verbreitung überregional einheitlicher Maße konnten Gewichte von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein. Um Betrug zu verhindern, waren Kaufleute seit dem Mittelalter in verschiedenen Städten dazu verpflichtet, das Gewicht ihrer Handelswaren in der von den Stadtbehörden errichteten Waage feststellen zu lassen. Meistens mussten sie dafür eine Gebühr, das Waagengeld oder Wiegegeld, bezahlen. Das Recht der Stadt, den Kaufleuten eine solche Verpflichtung aufzulegen (Wiegerecht), war oft Teil des vom Landesherrn erteilten Stadtrechts oder Marktrechts. Stadtwaagen sind meistens im Erdgeschoss teiloffene Gebäude. Oft bot die Einrichtung auch die Möglichkeit, Güter aufzuschlagen, meistens stand das Waagengebäude jedoch ohnehin an einem Marktplatz. | Vor der Verbreitung überregional einheitlicher Maße konnten Gewichte von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein. Um Betrug zu verhindern, waren Kaufleute seit dem Mittelalter in verschiedenen Städten dazu verpflichtet, das Gewicht ihrer Handelswaren in der von den Stadtbehörden errichteten Waage feststellen zu lassen. Meistens mussten sie dafür eine Gebühr, das Waagengeld oder Wiegegeld, bezahlen. Das Recht der Stadt, den Kaufleuten eine solche Verpflichtung aufzulegen (Wiegerecht), war oft Teil des vom Landesherrn erteilten Stadtrechts oder Marktrechts. Stadtwaagen sind meistens im Erdgeschoss teiloffene Gebäude. Oft bot die Einrichtung auch die Möglichkeit, Güter aufzuschlagen, meistens stand das Waagengebäude jedoch ohnehin an einem Marktplatz. | ||
An zentraler Stelle wurde die Norder Stadtwaage im [[Glockenturm]] der [[Ludgerikirche]] untergebracht. Die Einnahmen aus dem Wiegegeld kamen seit altersher dem Unterhalt des [[Gasthaus|Gasthauses]] zugute.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 31</ref> Unmittelbar am Glockenturm wurde das [[Wachthaus (Norden)|Wachthaus]] der [[Polizei Norden|Stadtwache]] eingerichtet. | An zentraler Stelle wurde die Norder Stadtwaage im [[Glockenturm]] der [[Ludgerikirche]] seit dem Ende des 16. Jahrhunderts untergebracht.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 17</ref> Die Einnahmen aus dem Wiegegeld kamen seit altersher dem Unterhalt des [[Gasthaus|Gasthauses]] zugute.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 31</ref> Unmittelbar am Glockenturm wurde das [[Wachthaus (Norden)|Wachthaus]] der [[Polizei Norden|Stadtwache]] eingerichtet. | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||