Rott: Unterschied zwischen den Versionen
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Ein '''Rott''' ist eine historische Gebietsbezeichnung. Auf die Stadtgeschichte bezogen war diese Bezeichnung vor allem in der Gliederung von [[Westermarsch I]] und [[Westermarsch II]] sowie [[Ostermarsch]] zu finden. Sinngemäß bedeutet der Begriff in diesem Zusammenhang "Bezirk". Den Rotten stand ein sogenannter '''Rottmeister''' vor, eine Art Bezirksvorsteher, der die Menschen bei der Obrigkeit vertrat, aber auch für die Eintreibung der Steuern und der Verkündung neuer Gesetze zuständig war. | Ein '''Rott''' ist eine historische Gebietsbezeichnung. Auf die Stadtgeschichte bezogen war diese Bezeichnung vor allem in der Gliederung von [[Westermarsch I]] und [[Westermarsch II]] sowie [[Ostermarsch]] zu finden. Sinngemäß bedeutet der Begriff in diesem Zusammenhang "Bezirk". Den Rotten stand ein sogenannter '''Rottmeister''' vor, eine Art Bezirksvorsteher, der die Menschen bei der Obrigkeit vertrat, aber auch für die Eintreibung der Steuern und der Verkündung neuer Gesetze zuständig war. | ||
Aber auch das eigentliche Stadtgebiet war teilweise in Rotts eingeteilt. Als Bezeichnung eines von der [[Ludgerusgemeinde Norden|katholischen Gemeinde]] erworbenen Wohnhauses, das sie später zur Schule umbaute, findet sich beispielsweise die Bezeichnung "Sielstraße, Westerkluft 3 | Aber auch das eigentliche Stadtgebiet war teilweise in Rotts eingeteilt. Als Bezeichnung eines von der [[Ludgerusgemeinde Norden|katholischen Gemeinde]] erworbenen Wohnhauses, das sie später zur Schule umbaute, findet sich beispielsweise die Bezeichnung "Sielstraße, Westerkluft, 3. Rott Nr. 365" in den Aufzeichnungen. Seit Ende des 16. Jahrhunderts gehörten jeweils acht Rotten zu einer der vier [[Kluft|städtischen Klüfte]].<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 9</ref> | ||
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Version vom 24. Mai 2021, 13:02 Uhr
Ein Rott ist eine historische Gebietsbezeichnung. Auf die Stadtgeschichte bezogen war diese Bezeichnung vor allem in der Gliederung von Westermarsch I und Westermarsch II sowie Ostermarsch zu finden. Sinngemäß bedeutet der Begriff in diesem Zusammenhang "Bezirk". Den Rotten stand ein sogenannter Rottmeister vor, eine Art Bezirksvorsteher, der die Menschen bei der Obrigkeit vertrat, aber auch für die Eintreibung der Steuern und der Verkündung neuer Gesetze zuständig war.
Aber auch das eigentliche Stadtgebiet war teilweise in Rotts eingeteilt. Als Bezeichnung eines von der katholischen Gemeinde erworbenen Wohnhauses, das sie später zur Schule umbaute, findet sich beispielsweise die Bezeichnung "Sielstraße, Westerkluft, 3. Rott Nr. 365" in den Aufzeichnungen. Seit Ende des 16. Jahrhunderts gehörten jeweils acht Rotten zu einer der vier städtischen Klüfte.[1]
Einzelnachweise
- ↑ Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 9