Zingelschule: Unterschied zwischen den Versionen
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Vorgänger der Zingelschule war die [[Gasthausschule]], die sich wahrscheinlich an gleicher Stelle, zumindest aber in unmittelbarer Nähe befunden hat. 1850 wurde die Gasthausschule durch einen Nachfolgebau ersetzt, der zunächst weiter diesen Namen trug. 1878 übernahm die Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]] die Schule vom [[Armenverband Norden]] und benannte sie nach einer Aufstockung in den Jahren 1880 bis 1881 in "Zingelschule" um.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 98</ref> | Vorgänger der Zingelschule war die [[Gasthausschule]], die sich wahrscheinlich an gleicher Stelle, zumindest aber in unmittelbarer Nähe befunden hat. 1850 wurde die Gasthausschule durch einen Nachfolgebau ersetzt, der zunächst weiter diesen Namen trug. 1878 übernahm die Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]] die Schule vom [[Armenverband Norden]] und benannte sie nach einer Aufstockung in den Jahren 1880 bis 1881 in "Zingelschule" um.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 98</ref> | ||
Wie auch bei der Gasthausschule stammten die meisten Schulkinder aus wirtschaft eher prekären Verhältnissen. Vielen von ihnen mangelte es sogar an geeignetem Schuhwerk, sodass sie barfuß oder nur mit Holzschuhen zur Schule kamen. Bei der Schulbehörde regte man daher an, für die etwa 80 ärmeren Schüler zumindest ein tägliches Frühstück, bestehend aus einem Glas Milch und einem Butterbrot, zu gewährleisten. Der Schuhmangel setzte sich noch bis mindestens in die 1920er Jahre fort.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 99</ref> | Wie auch bei der Gasthausschule stammten die meisten Schulkinder aus wirtschaft eher prekären Verhältnissen. Vielen von ihnen mangelte es sogar an geeignetem Schuhwerk, sodass sie barfuß oder nur mit Holzschuhen zur Schule kamen. Bei der Schulbehörde regte man daher an, für die etwa 80 ärmeren Schüler zumindest ein tägliches Frühstück, bestehend aus einem Glas Milch und einem Butterbrot, zu gewährleisten.<ref name=":0" /> Diese sogenannte "Quäkerspeisung" kam auch den Kindern der [[Pestalozzischule]] zu Gute.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 141</ref> Der Schuhmangel setzte sich noch bis mindestens in die 1920er Jahre fort.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 99</ref> | ||
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kam es, bedingt durch den umfangreichen Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den (ehemaligen) deutschen Ostgebieten, wie auch an den anderen [[Liste der Schulen im Stadtgebiet|Norder Schulen]] zu einem starken Anwachsen der Schülerzahlen. Aus diesem Grund wurden drei Räume einer ehemaligen [[Baracke (Schulstraße)|Wehrmachtsbaracke]] an der [[Schulstraße]] genutzt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 101</ref> | Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kam es, bedingt durch den umfangreichen Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den (ehemaligen) deutschen Ostgebieten, wie auch an den anderen [[Liste der Schulen im Stadtgebiet|Norder Schulen]] zu einem starken Anwachsen der Schülerzahlen. Aus diesem Grund wurden drei Räume einer ehemaligen [[Baracke (Schulstraße)|Wehrmachtsbaracke]] an der [[Schulstraße]] genutzt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 101</ref> | ||