Hof Deichrichterweg: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 16. Mai 2021, 20:00 Uhr
Hof Deichrichterweg | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | vermutlich 19. Jahrhundert | |||||||
| Erbauer | unbekannt | |||||||
| Bauweise | Gulfhof | |||||||
| Erhaltungszustand | Ruine | |||||||
| Genaue Lage | Deichrichterweg 2
26506 Norden | |||||||
Der Hof Deichrichterweg ist ein historischer, giebelseitig zum Deichrichterweg gebauter Gulfhof in Westermarsch II.[1]
Geschichte

Der Hof brannte in der Nacht zum 6. November 2015 vollständig nieder und ist seitdem eine Ruine.[2] Zeitweise wurde ein Schuppen auf dem Anwesen von einem reisenden, polnischen Obdachlosen als Behausung genutzt. Dieser hatte sich dort häuslich eingerichtet und auch ausgemusterte Möbel herangeschafft. Seine Anwesenheit führte zu mehreren Einsätzen von Feuerwehr und Polizei sowie zu Beschwerden von Anwohnern bei den Ordnungsbehörden, da der Mann immer wieder Feuer in der Hütte machte, um sich Essen zuzubereiten.
Zuletzt war der Gulfhof im Besitz von Habbo Gerdes, der diesen von seinen Eltern geerbt hatte. Er wurde bereits seit geraumer Zeit nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Der Scheunentrakt wurde von einem Norder Pferdehalter gepachtet, der von hier aus Reittouren anbot und nach dem Brand in den Hof Bergum in der Nachbargemeinde Lütetsburg (nahe des Kreisels) ausweichen musste.
Erste Bestrebungen, den Hof wieder aufzubauen, gibt es seit 2017.[3] Diese Bestrebungen konkretisierten sich Ende 2020, Anfang 2021. Zwischenzeitlich war das Gelände samt Hof für rund 450.000 Euro verkauft worden.[4] Aufgrund seiner Lage nahe der Deichlinie (ca. 700 Meter bis zum Deich) und nahe Norddeich ist es insbesondere für Investoren außerordentlich interessant. Doch die Vorhaben scheiterten an fehlendem politischen Willen und dem Widerstand einer Interessentengruppe. Diese führten ins Felde, dass die Zufahrt zum Hof zu schmal sei, um für Rettungsfahrzeuge in jedem Fall ungehindert passierbar zu sein. Die Zukunft des Hofes ist damit weiterhin ungewiss.
Beschreibung
Zum Hof gehörten ausgedehnte Ländereien sowie ein ansehnlicher Garten mit einem etwa 1.500 qm großen Teich. Der Hof wurde auch südseitig von einem kleinen, künstlich geschaffenen Kanal umflossen. Nahe des Sees befand sich ein etwa 12 x 7,5 Meter großer, gemauerter Melkschuppen, dazu ein Geräteschuppen sowie ein kleines Gartenhäuschen. Eine eigene Kläranlage wurde 2013 erneuert. Wie weite Teile der Westermarsch ist auch dieser Hof nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Das reine Hofgrundstück umfasste etwa 1,5 Hektar. Der Wohnteile maß etwa 13 x 13 Meter, die Scheune 40 x 20 Meter.[4]
Galerie
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Der abgebrannte Scheunentrakt aus nördlicher Richtung betrachtet.
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Blick von Südosten auf den Hof.
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Aus Richtung Deichrichterweg.
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Das Anwesen wird teilweise von Gräben umfriedet.
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Ansicht von der Itzendorfer Straße.
Die Aufnahmen entstanden am 22. November 2020.
Die Aufnahmen entstanden am 13. Mai 2021.
Einzelnachweise
- ↑ Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
- ↑ Einsatzbericht der Feuerwehr Norden, abgerufen am 22. November 2020
- ↑ Ostfriesischer Kurier vom 16. November 2017, abgerufen am 6. März 2021
- ↑ 4,0 4,1 Verkaufsinserat auf mapio.net, abgerufen am 6. März 2021