Hof Gerdes: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das Baujahr des Hofes kann anhand einer Inschrift über dem Türsturz auf das Jahr 1867 datiert werden. Erst wenige Jahre vorher, etwa um 1840, wurde die Bundesstraße befestigt. Bauherr war die aus den Niederlanden stammende Familie Buismann, an die noch eine "Buise", eine Wetterfahne in Form eines Lastenseglers, erinnert. | Das Baujahr des Hofes kann anhand einer Inschrift über dem Türsturz auf das Jahr 1867 datiert werden. Erst wenige Jahre vorher, etwa um 1840, wurde die Bundesstraße befestigt. Bauherr war die aus den Niederlanden stammende Familie Buismann, an die noch eine "Buise", eine Wetterfahne in Form eines Lastenseglers, erinnert.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 228f.</ref> | ||
Ab 1906 gehörte der Hof dann der Familie Gerdes, wie eine Inschriftplatte am Giebel belegt. Genannt werden ein [[Gerhard Gerdes]] und eine [[Gretje Gerdes]], geb. Heyen. | Ab 1906 gehörte der Hof dann der Familie Gerdes, wie eine Inschriftplatte am Giebel belegt. Genannt werden ein [[Gerhard Gerdes]] und eine [[Gretje Gerdes]], geb. Heyen.<ref name=":0" /> | ||
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Der Backsteinbau steht mit seinem im Verhältnis zur Traufenseite eher schmalen und mehrgeschossigen Giebel in der Tradition der Steinhäuser des 16. Jahrhunderts. Der Giebel ist im Erd- und Obergeschoss vierachsig. Anstelle des Steilgiebels der Renaissance ist ein kleiner Krüppelwalm getreten, er wird wie die Giebelschrägen und die Traufseiten durch ein stark profiliertes, hölzernes Gesims akzentuiert. | Der Backsteinbau steht mit seinem im Verhältnis zur Traufenseite eher schmalen und mehrgeschossigen Giebel in der Tradition der Steinhäuser des 16. Jahrhunderts. Der Giebel ist im Erd- und Obergeschoss vierachsig. Anstelle des Steilgiebels der Renaissance ist ein kleiner Krüppelwalm getreten, er wird wie die Giebelschrägen und die Traufseiten durch ein stark profiliertes, hölzernes Gesims akzentuiert.<ref name=":0" /> | ||
Die Traufseiten sind fünfachsig. Auf der Südseite befindet sich die Haustür mit der oben genannten Jahreszahl. Die weiß gestrichenen Blockrahmenschiebefenster sowie das Gesims betonen einen erwünschten Kontrast zum Backstein und verleihen dem Haus eine vornehme Note. Die klassizistische Gartenanlage mit Rasenflächen und solitären Laubbäumen aus der Erbauungszeit des Hofes bildet einen für das Wohnhaus stilgemäßen Rahmen. Im März verwandelt sich die Rasenfläche in einen weiß-violetten Krokusteppich, weshalb der Hof auch manchmal "Krokushof" genannt wird. | Die Traufseiten sind fünfachsig. Auf der Südseite befindet sich die Haustür mit der oben genannten Jahreszahl. Die weiß gestrichenen Blockrahmenschiebefenster sowie das Gesims betonen einen erwünschten Kontrast zum Backstein und verleihen dem Haus eine vornehme Note. Die klassizistische Gartenanlage mit Rasenflächen und solitären Laubbäumen aus der Erbauungszeit des Hofes bildet einen für das Wohnhaus stilgemäßen Rahmen. Im März verwandelt sich die Rasenfläche in einen weiß-violetten Krokusteppich, weshalb der Hof auch manchmal "Krokushof" genannt wird.<ref name=":0" /> | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
Version vom 11. Mai 2021, 07:43 Uhr
Hof Gerdes | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | ||||||||
| Erbauer | Familie Buismann | |||||||
| Bauweise | Gulfhof | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Bundesstraße 22
26506 Norden | |||||||
Der Hof Gerdes ist ein denkmalgeschützter Gulfhof an der Bundesstraße in Nadörst. Wegen seiner vielen Krokusblumen im vorderen Grundstücksbereich wird er auch manchmal "Krokushof" genannt.
Geschichte
Das Baujahr des Hofes kann anhand einer Inschrift über dem Türsturz auf das Jahr 1867 datiert werden. Erst wenige Jahre vorher, etwa um 1840, wurde die Bundesstraße befestigt. Bauherr war die aus den Niederlanden stammende Familie Buismann, an die noch eine "Buise", eine Wetterfahne in Form eines Lastenseglers, erinnert.[1]
Ab 1906 gehörte der Hof dann der Familie Gerdes, wie eine Inschriftplatte am Giebel belegt. Genannt werden ein Gerhard Gerdes und eine Gretje Gerdes, geb. Heyen.[1]
Beschreibung
Der Backsteinbau steht mit seinem im Verhältnis zur Traufenseite eher schmalen und mehrgeschossigen Giebel in der Tradition der Steinhäuser des 16. Jahrhunderts. Der Giebel ist im Erd- und Obergeschoss vierachsig. Anstelle des Steilgiebels der Renaissance ist ein kleiner Krüppelwalm getreten, er wird wie die Giebelschrägen und die Traufseiten durch ein stark profiliertes, hölzernes Gesims akzentuiert.[1]
Die Traufseiten sind fünfachsig. Auf der Südseite befindet sich die Haustür mit der oben genannten Jahreszahl. Die weiß gestrichenen Blockrahmenschiebefenster sowie das Gesims betonen einen erwünschten Kontrast zum Backstein und verleihen dem Haus eine vornehme Note. Die klassizistische Gartenanlage mit Rasenflächen und solitären Laubbäumen aus der Erbauungszeit des Hofes bildet einen für das Wohnhaus stilgemäßen Rahmen. Im März verwandelt sich die Rasenfläche in einen weiß-violetten Krokusteppich, weshalb der Hof auch manchmal "Krokushof" genannt wird.[1]