Soltau Kurier Norden: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
[[Diedrich Gerhard Soltau]] gründete die Druckerei am 1861. Am 2. Juli 1867 wurde die erste Ausgabe des Kuriers herausgebracht. Der erste Unternehmenssitz befand sich | [[Diedrich Gerhard Soltau]] gründete die Druckerei am 1861. Am 2. Juli 1867 wurde die erste Ausgabe des Kuriers herausgebracht. Der erste Unternehmenssitz befand sich im sogenannten [[Elefantenhaus]] ([[Am Markt]] 21; heute Markt-Apotheke). | ||
1904 ersetzt der SKN die Dampfmaschine für den Antrieb der Schnellpresse durch einen Gasmotor. Drei Jahre später wird die erste Setzmaschine "Typograph" aufgestellt. | 1904 ersetzt der SKN die Dampfmaschine für den Antrieb der Schnellpresse durch einen Gasmotor. Drei Jahre später wird die erste Setzmaschine "Typograph" aufgestellt. | ||
Gegen Ende des Ersten Weltkriegs kommt es 1918 zu einem Papiermangel. Die Firma bringt daher eine "Notzeitung" im halben Format für die Nummern zwei bis fünf heraus. | Gegen Ende des Ersten Weltkriegs kommt es 1918 zu einem Papiermangel. Die Firma bringt daher eine "Notzeitung" im halben Format für die Nummern zwei bis fünf heraus. Im Jahr 1922 teilen die Söhne des Gründers das Unternehmen in die Firmen [[Otto G. Soltau GmbH|Otto G. Soltau]] und "Heinrich Soltau GmbH". Während Heinrich weiterhin den Kurier herausbringt, kümmert sich Otto um die "Norderneyer Badezeitung". 1925 tritt der Enkel des Gründers, [[Diedrich Soltau]], als Schriftleiter in den Verlag ein. | ||
Im Jahr 1922 teilen die Söhne des Gründers das Unternehmen in die Firmen [[Otto G. Soltau GmbH|Otto G. Soltau]] und "Heinrich Soltau GmbH". Während Heinrich weiterhin den Kurier herausbringt, kümmert sich Otto um die "Norderneyer Badezeitung". 1925 tritt der Enkel des Gründers, [[Diedrich Soltau]], als Schriftleiter in den Verlag ein. | |||
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges darf der Kurier, wie die gesamte unter den Nationalsozialisten gleichgeschaltete deutsche Presse, nicht mehr erscheinen. Nur von den Besatzungsmächten gestattete Lizenzzeitungen sind (vorübergehend) erlaubt. | Nach Ende des Zweiten Weltkrieges darf der Kurier, wie die gesamte unter den Nationalsozialisten gleichgeschaltete deutsche Presse, nicht mehr erscheinen. Nur von den Besatzungsmächten gestattete Lizenzzeitungen sind (vorübergehend) erlaubt. | ||
[[Heinrich Soltau]] stirbt im August 1949. Nur kurz erlebt er die im Mai 1949 durch Erlass des Grundgesetzes wiedererlangte Pressefreiheit, dank der der Kurier wieder in gewohnter Weise erscheinen kann. | [[Heinrich Soltau]] stirbt im August 1949. Nur kurz erlebt er die im Mai 1949 durch Erlass des Grundgesetzes wiedererlangte Pressefreiheit, dank der der Kurier wieder in gewohnter Weise erscheinen kann. 1950 erwirbt der SKN mit den Verlagen in Emden, Aurich und Rhauderfehn von der Oldenburger "Nordwest-Zeitung" deren Lizenzausgabe für den Regierungsbezirk Aurich, die "Ostfriesen-Zeitung" mit Sitz in Leer. | ||
1950 erwirbt der SKN mit den Verlagen in Emden, Aurich und Rhauderfehn von der Oldenburger "Nordwest-Zeitung" deren Lizenzausgabe für den Regierungsbezirk Aurich, die "Ostfriesen-Zeitung" mit Sitz in Leer. | |||
Diedrich Gerhard Soltau verstirbt 1953 nach längerer Krankheit. Seine Frau [[Irmgard Soltau]], geb. Lattmann, aus Goslar übernimmt die Verantwortung für den Verlag mit damals 64 Mitarbeitern. Nach dem Tod von Irmgard Soltau im Jahr 1973 übernehmen die älteste Tochter [[Ursula Basse-Soltau]] und der Verlagsleiter Heinrich Siever die Unternehmensführung. Siever verlässt den "Ostfriesischern Kurier" 1976 und wird Geschäftsführer bei der "Ostfriesen-Zeitung" in Leer. | Diedrich Gerhard Soltau verstirbt 1953 nach längerer Krankheit. Seine Frau [[Irmgard Soltau]], geb. Lattmann, aus Goslar übernimmt die Verantwortung für den Verlag mit damals 64 Mitarbeitern. Nach dem Tod von Irmgard Soltau im Jahr 1973 übernehmen die älteste Tochter [[Ursula Basse-Soltau]] und der Verlagsleiter Heinrich Siever die Unternehmensführung. Siever verlässt den "Ostfriesischern Kurier" 1976 und wird Geschäftsführer bei der "Ostfriesen-Zeitung" in Leer. | ||
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Zeitungsbeilagen, Zeitschriften und Kataloge sind die Hauptproduktionen, die fortan bei der OPD hergestellt werden. | Zeitungsbeilagen, Zeitschriften und Kataloge sind die Hauptproduktionen, die fortan bei der OPD hergestellt werden. | ||
2003 wird die Uniset-Reotation mit einem weiteren Trockner und zusätzlichen Meß- und Regeleinrichtungen versehen für einen Heat-Set-Druck von 64-Seiten in | 2003 wird die Uniset-Reotation mit einem weiteren Trockner und zusätzlichen Meß- und Regeleinrichtungen versehen für einen Heat-Set-Druck von 64-Seiten in einem Druckvorgang. 2004 steigt [[Charlotte Basse]] in die Geschäftsführung ein. Im Jahr 2005 übernimmt SKN bei der Ostfriesischen Presse Druck GmbH in Emden Gesellschaftsanteile von der Fa. Dunkmann in Aurich. Die Firma ist nun alleiniger Gesellschafter der OPD. | ||
2004 steigt [[Charlotte Basse]] in die Geschäftsführung ein. | |||
Im Jahr 2005 übernimmt SKN bei der Ostfriesischen Presse Druck GmbH in Emden Gesellschaftsanteile von der Fa. Dunkmann in Aurich. Die Firma ist nun alleiniger Gesellschafter der OPD. | |||
2006 verlegte SKN erstmals ein Regionales Telefonbuch für den Altkreis Norden. Danach wird das Telefonbuchgeschäft ausgeweitet auf Ostfriesland, Oldenburg und das Emsland. | 2006 verlegte SKN erstmals ein Regionales Telefonbuch für den Altkreis Norden. Danach wird das Telefonbuchgeschäft ausgeweitet auf Ostfriesland, Oldenburg und das Emsland. | ||