Westerlooger Grashaus: Unterschied zwischen den Versionen
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In einem Prozess vor dem Reichskammergericht bekräftigen vier dieser Heuerleute, dass die Höfe zu einem Kloster gehörte. Weiter erzählen sie, dass das Kloster mit den Ländereien und Vorwerken Eigentum des Klosters Werden an der Ruhr gewesen war.<ref>StAA, Rep. 101, Nr. 298</ref> | In einem Prozess vor dem Reichskammergericht bekräftigen vier dieser Heuerleute, dass die Höfe zu einem Kloster gehörte. Weiter erzählen sie, dass das Kloster mit den Ländereien und Vorwerken Eigentum des Klosters Werden an der Ruhr gewesen war.<ref>StAA, Rep. 101, Nr. 298</ref> | ||
1761 brauch ein Feuer im Westerlooger Grashaus aus, das die ganze Scheune und auch das Wohnhaus sowie zwei Milchkammern in Asche legte. Der königliche Landbaumeister Magott bekam den Auftrag zum Wiederaufbau.<ref>StAA, Rep. 236, Bd. 132</ref> | 1754 gehörten die Höfe einem Baron von Imhoff.<ref name=":1" /> 1761 brauch ein Feuer im Westerlooger Grashaus aus, das die ganze Scheune und auch das Wohnhaus sowie zwei Milchkammern in Asche legte. Der königliche Landbaumeister Magott bekam den Auftrag zum Wiederaufbau.<ref>StAA, Rep. 236, Bd. 132</ref> | ||
Um 2000 erwirbt [[Reederei Frisia]] das einstige Vorwerk aus einer Zwangsversteigerung heraus. Das Gebäude war mittlerweile eingestürzt war und wurde um 2010 teilweise abgebrochen. Teile der Ländereien sind zur Erweiterung des [[Flugplatz|Flugplatzes]] zusätzlich erworben worden.<ref name=":0" /> | 1829 gelangte das Gut in den Besitz von [[Wilhelm Vissering]], dem auch das [[Gut Lintel]] gehörte. 1859 veräußerte er die Höfe an [[Berend Wilken Meyenburg]], an dessen Familie eine Inschrift am Südgiebel erinnert.<ref name=":1" /> | ||
Um 2000 erwirbt [[Reederei Frisia]] das einstige Vorwerk aus einer Zwangsversteigerung heraus. Das Gebäude war mittlerweile eingestürzt war und wurde um 2010 teilweise abgebrochen. Teile der Ländereien sind zur Erweiterung des [[Flugplatz|Flugplatzes]] zusätzlich erworben worden.<ref name=":0" /> Obgleich das Ensemble unter Denkmalschutz steht, ist ein Erhalt mehr als fraglich. | |||
==Beschreibung== | ==Beschreibung== | ||
Das Westerlooger Grashaus steht giebelständig zur [[Ostermarscher Straße]], das Osterlooger Grashaus befindet sich dahinter. Die beiden an den Giebeln aneinandergefügten Steinhäuser weisen insgesamt eine Länge von über 40 Metern auf. Wahrscheinlich liegt hier der einzigartige Fall einer sogenannten "doppelten Kreuzelwerkanlage" vor.<ref>Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 122f.</ref> Das Westerlooger Grashaus weist einen grauen Putz auf, der ähnlich dem des [[Ekeler Vorwerk|Ekeler Vorwerks]] ist. | Das Westerlooger Grashaus steht giebelständig zur [[Ostermarscher Straße]], das Osterlooger Grashaus befindet sich dahinter. Die beiden an den Giebeln aneinandergefügten Steinhäuser weisen insgesamt eine Länge von über 40 Metern auf. Wahrscheinlich liegt hier der einzigartige Fall einer sogenannten "doppelten Kreuzelwerkanlage" vor.<ref name=":1">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 122f.</ref> Das Westerlooger Grashaus weist einen grauen Putz auf, der ähnlich dem des [[Ekeler Vorwerk|Ekeler Vorwerks]] ist. | ||
Jedes Grashaus hatte 118 1/2 [[Diemat]] nebst einem [[Heller]] zu bewirtschaften, sowie zusammen ein Hirtenhaus und eine [[Warft#Kalkwarf|Kalkwarf]].<ref name=":0" /> | Jedes Grashaus hatte 118 1/2 [[Diemat]] nebst einem [[Heller]] zu bewirtschaften, sowie zusammen ein Hirtenhaus und eine [[Warft#Kalkwarf|Kalkwarf]].<ref name=":0" /> | ||