Hof Honnewarf: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Erstmalig wird der Hof in 1576 als "Honnen Herd" erwähnt. 1660 folgt "Honenwerff". 1804 findet sich auch der Begriff "Onnewarf". Möglicherweise war der Namengeber für diese Warf das Geschlecht der [[Hunninga]], das auf [[Hunno dictus Onnenga]], genannt 1310, zurückgehen könnte.<ref>Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer, S. 108</ref> Hier haben vor 1756 drei Höfe gestanden. Ein Gebäude wird 1660 "Hunenwerff" genannt, ein weiteres "Honnen Herdt" (1576) und "Honnenwarf" (1754). Die "Hunenwerff" besaß 40 [[Diemat]] Land, das andere 51 [[Diemat]].<ref>Schreiber, Gretje (2000): Bewohner der Höfe in der Ostermarsch, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, Jg. 2000, Nr. 12, S. 46f.</ref>
Erstmalig wird der Hof in 1576 als "Honnen Herd" erwähnt. 1660 folgt "Honenwerff". 1804 findet sich auch der Begriff "Onnewarf". Möglicherweise war der Namengeber für diese Warf das Geschlecht der [[Hunninga]], das auf [[Hunno dictus Onnenga]], genannt 1310, zurückgehen könnte.<ref>Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer, S. 108</ref> Hier haben vor 1756 drei Höfe gestanden. Ein Gebäude wird 1660 "Hunenwerff" genannt, ein weiteres "Honnen Herdt" (1576) und "Honnenwarf" (1754). Das Gebäude "Hunenwerff" besaß 40 [[Diemat]] Land, das andere 51 [[Diemat]].<ref>Schreiber, Gretje (2000): Bewohner der Höfe in der Ostermarsch, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, Jg. 2000, Nr. 12, S. 46f.</ref>
 
Im 16. und 17. Jahrhundert stand der Hof im Eigentum der angesehenen Familien Harringa und Loringa, die u.a. mehrere [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Norder Bürgermeister]] stellten. In einem Erbvertrag von 1576 wird [[Ulrich Harringa]] genannt.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 121</ref>
 
1767 erwerben ein J. H. H. Brawe aus Esens und ein Pastor Wolken den Hof, die ihn 1772 umbauen.
 
== Beschreibung ==
Wie beispielsweise auch der [[Hof Breepott]] wurde das ehemalige Steinhaus mit einem Gulfhaus überbaut bzw. dessen Rumpf in dieses übernommen. Der heutige Giebel war ursprünglich die südliche Traufseite. Der ehemalige Ostgiebel, etwa 6,50 Meter breit, bildet heute ein Stück der Traufseite. Im Giebel finden sich Balkenanker, die entsprechend geschmiedet das Wort "AN 1772 NO" ergeben. Die Jahreszahl steht für den Anbau der Gulfscheune und den Umbau des Steinhauses.<ref name=":0" />


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 10. Mai 2021, 11:15 Uhr

Hof Honnewarf

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Basisdaten
Entstehungszeit vor 1576
Erbauer unbekannt
Bauweise Gulfhof
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Honnewarfer Weg 1

26506 Norden

Der Hof Honnewarf ist ein historischer Gulfhof in Ostermarsch. Er befindet sich auf der Honnewarf am Honnewarfer Weg.

Geschichte

Erstmalig wird der Hof in 1576 als "Honnen Herd" erwähnt. 1660 folgt "Honenwerff". 1804 findet sich auch der Begriff "Onnewarf". Möglicherweise war der Namengeber für diese Warf das Geschlecht der Hunninga, das auf Hunno dictus Onnenga, genannt 1310, zurückgehen könnte.[1] Hier haben vor 1756 drei Höfe gestanden. Ein Gebäude wird 1660 "Hunenwerff" genannt, ein weiteres "Honnen Herdt" (1576) und "Honnenwarf" (1754). Das Gebäude "Hunenwerff" besaß 40 Diemat Land, das andere 51 Diemat.[2]

Im 16. und 17. Jahrhundert stand der Hof im Eigentum der angesehenen Familien Harringa und Loringa, die u.a. mehrere Norder Bürgermeister stellten. In einem Erbvertrag von 1576 wird Ulrich Harringa genannt.[3]

1767 erwerben ein J. H. H. Brawe aus Esens und ein Pastor Wolken den Hof, die ihn 1772 umbauen.

Beschreibung

Wie beispielsweise auch der Hof Breepott wurde das ehemalige Steinhaus mit einem Gulfhaus überbaut bzw. dessen Rumpf in dieses übernommen. Der heutige Giebel war ursprünglich die südliche Traufseite. Der ehemalige Ostgiebel, etwa 6,50 Meter breit, bildet heute ein Stück der Traufseite. Im Giebel finden sich Balkenanker, die entsprechend geschmiedet das Wort "AN 1772 NO" ergeben. Die Jahreszahl steht für den Anbau der Gulfscheune und den Umbau des Steinhauses.[3]

Einzelnachweise

  1. Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren, Die Siedlungssnamen zwischen Dollart und Jade, Leer, S. 108
  2. Schreiber, Gretje (2000): Bewohner der Höfe in der Ostermarsch, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, Jg. 2000, Nr. 12, S. 46f.
  3. 3,0 3,1 Pühl, Eberhard (2007): Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 121

Siehe auch