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Die folgenden Jahrzehnte wurden von einer akuten Raumnot gezeichnet, die dazu führte, dass beispielsweise die hauswirtschaftliche Abteilung in ein separates Gebäude am [[Burggraben]] verlagert wurde. Nach Einrichtung einer zweijährigen Handelsschule zu Ostern 1929 und der Gründung einer einjährigen Haushaltungsschule im Jahr 1933 spitzte sich die Raumnot noch weiter zu. Endgültig überschritten wurde das Maximum der Kapazität, als 1937 zu den 690 noch zusätzliche 148 Jugendliche der aufgelösten Berufsschulklasse in Dornum, Hage und Marienhafe kamen. Anfang der 1930er Jahre begannen Planungen für einen Neubau, diese scheiterten jedoch an der Finanzierung, da im Rahmen der Kriegsvorbereitungen für den Zweiten Weltkrieg andere Projekte, insbesondere der [[Vertriebenenlager Tidofeld|Kasernenbau]] eine höhere Priorität genossen.<ref name=":3" />
Die folgenden Jahrzehnte wurden von einer akuten Raumnot gezeichnet, die dazu führte, dass beispielsweise die hauswirtschaftliche Abteilung in ein separates Gebäude am [[Burggraben]] verlagert wurde. Nach Einrichtung einer zweijährigen Handelsschule zu Ostern 1929 und der Gründung einer einjährigen Haushaltungsschule im Jahr 1933 spitzte sich die Raumnot noch weiter zu. Endgültig überschritten wurde das Maximum der Kapazität, als 1937 zu den 690 noch zusätzliche 148 Jugendliche der aufgelösten Berufsschulklasse in Dornum, Hage und Marienhafe kamen. Anfang der 1930er Jahre begannen Planungen für einen Neubau, diese scheiterten jedoch an der Finanzierung, da im Rahmen der Kriegsvorbereitungen für den Zweiten Weltkrieg andere Projekte, insbesondere der [[Vertriebenenlager Tidofeld|Kasernenbau]] eine höhere Priorität genossen.<ref name=":3" />


Nachdem die Schülerzahlen während des Zweiten Weltkriegs sanken, zogen sie nach Kriegsende wieder deutlich an. An unterschiedlichen Gebäuden, wie zum Beispiel am [[Jugendheim]] in der [[Klosterstraße]] fand nun der Unterricht statt. Erst 1954 wurde seitens der Behörden der Beschluss für einen Neubau gefasst. Berufsschuldirektor [[Conrad Heeren]] fasste 1955 zusammen, dass nun "zum dritten Male die Hoffnung" besteht, dass "dem Berufsschulwesen in Norden endlich eine würdige Schule gebaut wird, die als Bildungssstätte für die gesamte werktätige Jugend dienen kann."
Nachdem die Schülerzahlen während des Zweiten Weltkriegs sanken, zogen sie nach Kriegsende wieder deutlich an. An unterschiedlichen Gebäuden, wie zum Beispiel am [[Jugendheim]] in der [[Klosterstraße]] fand nun der Unterricht statt. Erst 1954 wurde seitens der Behörden der Beschluss für einen Neubau gefasst. Berufsschuldirektor [[Conrad Heeren]] fasste 1955 zusammen, dass nun "zum dritten Male die Hoffnung" besteht, dass "dem Berufsschulwesen in Norden endlich eine würdige Schule gebaut wird, die als Bildungssstätte für die gesamte werktätige Jugend dienen kann." Doch erst fünf Jahre später begann der Bau, das alte Schulgebäude in der Schulstraße wurde im selben Jahr abgebrochen.<ref name=":3" />
 
Nachfolgend wurde in der Schule neben dem klassischen Unterricht auch weitere Schulformen angeboten, so etwa von 1971/1972 bis 1980 die Berufsaufbauschule (BAS Wirtschaft/Technik), in der seinerzeit befähigte [[Realschule Norden|Realschulabsolventen]] die Möglichkeit hatten, sich in Abendkursen fortzubilden, zum Beispiel für ein Studium an einer Fachhochschule. Ab 1975 gab es die Fachoberschule Technik (FOS-T) und Wirtschaft (FOS-W).<ref name=":3" /> Von 1977 bis 1983 existierte die Höhere Handelsschule. Seit 1978 bzw. 1980 gibt es das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) sowie das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ). Ab 1989/1990 richtete man die Berufsschulfachklassen (BFS) mit den Schwerpunkten Informatik und Sozialpflege sowie die Berufsfachschulen Wirtschaft und Altenpflege ein. Letztere befinden sich seitdem in der [[Pestalozzischule]]. Zum 1. August 1994 wurde ein Fachgymnasium Wirtschaft (FGW) eingeführt, wo seitdem die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) erworben werden kann.<ref name=":4">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 82</ref>
 
Erstmalig hielt die Digitalisierung bzw. Elektronische Datenverarbeitung im Jahr 1992 Einzug in die Schule.<ref name=":4" /> Seit 1998 verfügt die Schule über einen Zugang zum Internet.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 84</ref>


Im Jahre 2008 wurde die BBS Norden durch den Kreistag des Landkreises Aurich mit dem Namen Conerus-Schule benannt. Auch der denkmalgeschützte [[Conerusspeicher]] an der [[Heringstraße]], ein dreigeschossiges Speichergebäude aus Backsteinen mit originalen Holzbalkendecke, wurde 1808 von ihm erbaut und nach ihm benannt. Die [[Coneruslohne|anliegende Lohne]] wurde später ebenfalls ihm zu Ehren benannt.<ref>[https://www.bbsnorden.de/ Internetseite der BBS Norden], abgerufen am 10. Mai 2021</ref> Die Umbenennung der Schule dürfte nicht zuletzt auch auf Initiative von [[Gerhard Canzler]] zurückzuführen sein, der dies ausdrücklich in seinem Buch "Die Norder Schulen" aus dem Jahr 2005 forderte.<ref name=":0" />
Im Jahre 2008 wurde die BBS Norden durch den Kreistag des Landkreises Aurich mit dem Namen Conerus-Schule benannt. Auch der denkmalgeschützte [[Conerusspeicher]] an der [[Heringstraße]], ein dreigeschossiges Speichergebäude aus Backsteinen mit originalen Holzbalkendecke, wurde 1808 von ihm erbaut und nach ihm benannt. Die [[Coneruslohne|anliegende Lohne]] wurde später ebenfalls ihm zu Ehren benannt.<ref>[https://www.bbsnorden.de/ Internetseite der BBS Norden], abgerufen am 10. Mai 2021</ref> Die Umbenennung der Schule dürfte nicht zuletzt auch auf Initiative von [[Gerhard Canzler]] zurückzuführen sein, der dies ausdrücklich in seinem Buch "Die Norder Schulen" aus dem Jahr 2005 forderte.<ref name=":0" />