Osterlooger Schule: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Osterlooger Schule''' war eine einklassige Volksschule bei [[Osterloog]]. Ihr Einzugsbereich erstreckte sich auf das Gebiet der [[Lintelermarsch]] und der westlichen [[Ostermarsch]]. Unterrichtet wurde hier von 1908 bis zur Schließung aufgrund der rückläufigen Schülerzahlen im Jahr 1965. Seitdem befindet sich das Gebäude in Privatbesitz und wird für Wohnzwecke genutzt. | Die '''Osterlooger Schule''' war eine einklassige Volksschule bei [[Osterloog]]. Ihr Einzugsbereich erstreckte sich auf das Gebiet der östlichen [[Lintelermarsch]] und der westlichen [[Ostermarsch]]. Unterrichtet wurde hier von 1908 bis zur Schließung aufgrund der rückläufigen Schülerzahlen im Jahr 1965. Seitdem befindet sich das Gebäude in Privatbesitz und wird für Wohnzwecke genutzt. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
* siehe auch: [[Alte Osterlooger Schule#Geschichte|Geschichte der Alten Osterlooger Schule]] | * siehe auch: [[Alte Osterlooger Schule#Geschichte|Geschichte der Alten Osterlooger Schule]] | ||
Das heutige Schulgebäude wurde 1908 an seiner heutigen Stelle an der [[Ostermarscher Straße]] 27 errichtet, nachdem die [[Alte Osterlooger Schule]] 1907 abgebrannt war.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 59</ref> Spätestens ab 1912 wurde in der Schule für die rund 30 Mädchen ein Handarbeitsunterricht angeboten.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 60</ref> | Das heutige Schulgebäude wurde 1908 an seiner heutigen Stelle an der [[Ostermarscher Straße]] 27 errichtet, nachdem die [[Alte Osterlooger Schule]] 1907 abgebrannt war.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 59</ref> Spätestens ab 1912 wurde in der Schule für die rund 30 Mädchen ein Handarbeitsunterricht angeboten.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 60</ref> | ||
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Anfang April 1945 wird die Schule wegen der andauernden Luftangriffe schließlich unterbrochen und erst am 20. August des Jahres wieder aufgenommen. Zuvor fand eine gründliche Entnazifierung des gesamten Lehrmaterials statt, sodass es zunächst zu einem Mangel an Lehrmaterialien kommt, dem erst im Oktober des Jahres durch Ausgabe neuer Schulbücher begegnet wird. Wegen Mangels an Brennmaterial kommt der Unterricht im Winter 1945/1946 erneut zum Erliegen. Im letztgenannten Jahr endet auch die Amtszeit von Rademacher, der nachfolgend von [[Friedrich Meyer]] beerbt wird.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 67</ref> | Anfang April 1945 wird die Schule wegen der andauernden Luftangriffe schließlich unterbrochen und erst am 20. August des Jahres wieder aufgenommen. Zuvor fand eine gründliche Entnazifierung des gesamten Lehrmaterials statt, sodass es zunächst zu einem Mangel an Lehrmaterialien kommt, dem erst im Oktober des Jahres durch Ausgabe neuer Schulbücher begegnet wird. Wegen Mangels an Brennmaterial kommt der Unterricht im Winter 1945/1946 erneut zum Erliegen. Im letztgenannten Jahr endet auch die Amtszeit von Rademacher, der nachfolgend von [[Friedrich Meyer]] beerbt wird.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 67</ref> | ||
Vom 1. Oktober 1949 bis zur Schließung der Schule am 3. April 1965 war [[Gerhard Schuster]] dann der letzte Lehrer in Osterloog.<ref name=":0" /> Dieser kehrte im August 1945 aus der Kriegsgefangenschaft in seine Heimat zurück und trat die Nachfolge des 1949 pensionierten Meyer an. Im Zuge der Zentralisierung des Schulwesens besuchten der 7. und der 8. Jahrgang bereits ab 1961 die [[Norddeicher Schule]], sodass die Schülerzahl in diesem Schuljahr auf 42 sank. In den Folgejahren sanken die Schülerzahlen weiterhin rapide, sodass die Schule am 3. April 1965 schließlich ihre Pforten schloss.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 68</ref> Seitdem befindet sich das Gebäude in Privatbesitz und wird für Wohnzwecke genutzt. | Vom 1. Oktober 1949 bis zur Schließung der Schule am 3. April 1965 war [[Gerhard Schuster]] dann der letzte Lehrer in Osterloog.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 57</ref> Dieser kehrte im August 1945 aus der Kriegsgefangenschaft in seine Heimat zurück und trat die Nachfolge des 1949 pensionierten Meyer an. Im Zuge der Zentralisierung des Schulwesens besuchten der 7. und der 8. Jahrgang bereits ab 1961 die [[Norddeicher Schule]], sodass die Schülerzahl in diesem Schuljahr auf 42 sank. In den Folgejahren sanken die Schülerzahlen weiterhin rapide, sodass die Schule am 3. April 1965 schließlich ihre Pforten schloss.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 68</ref> Seitdem befindet sich das Gebäude in Privatbesitz und wird für Wohnzwecke genutzt. | ||
== Lehrkräfte == | == Lehrkräfte == | ||