Hildegard Peters: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „'''Hildegard Peters''' (* 30. Juni 1923 in Bielefeld; † 30. Dezember 2017 in Norden) war eine in Norden schaffende Malerin. Von 1965 bis zu ihrer Pensionieru…“ |
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Hildegard Peters wuchs zusammen mit drei Geschwistern in einem musisch interessierten und weltoffenen Elternhaus auf. Die Familie ihres Vaters kam aus Ostpreußen, die ihrer Mutter aus Ostfriesland.<ref>Collmann, Helmut (2013): Grußwort des Schirmherrn der Ausstellung, in: Hildegard Peters. Malerei, Zeichnung, Grafik, Norden, S. 6</ref> Durch die Bekanntschaft mit Heinrich Becker, dem 1933 im Zuge der nationalsozialistischen Machtergreifung entlassenen Leiter des Kunsthauses in Bielefeld (heute Kunsthalle Bielefeld), fanden intensive Begegnungen mit Werken zeitgenössisch-moderner Kunst statt: Becker besaß Werke von Ernst Barlach, Käthe Kollwitz, Otto Pankok, Peter August Böckstiegel, Wilhelm Morgner und Oskar Kokoschka. | Hildegard Peters wuchs zusammen mit drei Geschwistern in einem musisch interessierten und weltoffenen Elternhaus auf. Die Familie ihres Vaters kam aus Ostpreußen, die ihrer Mutter aus Ostfriesland.<ref>Collmann, Helmut (2013): Grußwort des Schirmherrn der Ausstellung, in: Hildegard Peters. Malerei, Zeichnung, Grafik, Norden, S. 6</ref> Durch die Bekanntschaft mit Heinrich Becker, dem 1933 im Zuge der nationalsozialistischen Machtergreifung entlassenen Leiter des Kunsthauses in Bielefeld (heute Kunsthalle Bielefeld), fanden intensive Begegnungen mit Werken zeitgenössisch-moderner Kunst statt: Becker besaß Werke von Ernst Barlach, Käthe Kollwitz, Otto Pankok, Peter August Böckstiegel, Wilhelm Morgner und Oskar Kokoschka.<ref>Kanzenbach, Annette (2013): Hildegard Peters. Malerei, Zeichnung, Grafik, Norden, S. 13</ref> 1942 machte Peters am Bielefelder Auguste-Viktoria-Gymnasium ihr Abitur. | ||
Nach einem Arbeitseinsatz in einem Kindergarten in Halle (Westf.) nahm sie in Berlin zum Sommersemester 1943 das Studium der Kunsterziehung an der Hochschule für Kunsterziehung auf, einer Vorgängereinrichtung der heutigen Universität der Künste Berlin. Dort besuchte sie Veranstaltungen von Karl Rössing. Während der Semesterferien arbeitete sie im Bielefelder Unternehmen Dürkopp, wo sie durch Dolmetscheraufgaben französische Studenten kennenlernte, die in diesem Rüstungsbetrieb als Fremdarbeiter tätig waren. 1943/44 setzte sie ihr Studium mit den Fächern Französisch und Kunstgeschichte an der Philipps-Universität Marburg fort. An dieser Hochschule belegte sie unter anderem Vorlesungen von Richard Hamann. In den Semesterferien 1944 führte sie ein kriegsbedingter Studenteneinsatz nach Metz, dort arbeitete sie als Kartenzeichnerin. | Nach einem Arbeitseinsatz in einem Kindergarten in Halle (Westf.) nahm sie in Berlin zum Sommersemester 1943 das Studium der Kunsterziehung an der Hochschule für Kunsterziehung auf, einer Vorgängereinrichtung der heutigen Universität der Künste Berlin. Dort besuchte sie Veranstaltungen von Karl Rössing. Während der Semesterferien arbeitete sie im Bielefelder Unternehmen Dürkopp, wo sie durch Dolmetscheraufgaben französische Studenten kennenlernte, die in diesem Rüstungsbetrieb als Fremdarbeiter tätig waren. 1943/44 setzte sie ihr Studium mit den Fächern Französisch und Kunstgeschichte an der Philipps-Universität Marburg fort. An dieser Hochschule belegte sie unter anderem Vorlesungen von Richard Hamann. In den Semesterferien 1944 führte sie ein kriegsbedingter Studenteneinsatz nach Metz, dort arbeitete sie als Kartenzeichnerin. | ||