Reederei Frisia: Unterschied zwischen den Versionen
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1906 entbrannte der Konkurrenzkampf erneut, als die "Neue Dampfschiffs-Reederei Frisia" ihren Betrieb aufnahm. Nachdem die "Norderneyer Dampfschiffsrhederei Einigkeit" liquidiert wurde, schlossen sich die "Dampfschiffsrhederei Norden" und die "Neue Dampfschiffs-Reederei Frisia" zusammen und bildeten ab 1909 eine Betriebsgemeinschaft, die schließlich 1917 in der "Aktiengesellschaft Reederei Norden-Frisia" aufging. 1922 wurde die erste Motoren- und Maschinenwerkstatt erworben und der Fuhrpark erweitert. | 1906 entbrannte der Konkurrenzkampf erneut, als die "Neue Dampfschiffs-Reederei Frisia" ihren Betrieb aufnahm. Nachdem die "Norderneyer Dampfschiffsrhederei Einigkeit" liquidiert wurde, schlossen sich die "Dampfschiffsrhederei Norden" und die "Neue Dampfschiffs-Reederei Frisia" zusammen und bildeten ab 1909 eine Betriebsgemeinschaft, die schließlich 1917 in der "Aktiengesellschaft Reederei Norden-Frisia" aufging. 1922 wurde die erste Motoren- und Maschinenwerkstatt erworben und der Fuhrpark erweitert. | ||
1923 trat [[Carl Stegmann (1881)|Carl Stegmann]] in den Aufsichtsrat ein, wechselte 1929 in den Vorstand, dessen Vorsitzender er über drei Jahrzehnte blieb, um dann 1960 wieder in den Aufsichtsrat einzutreten, dem er bis zu seinem Tode angehörte. Nach seinem Tode wurde auf Juist die "Carl-Stegmann-Straße" nach ihm benannt. Bis heute sind die Namen "Stegmann" und "Frisia" untrennbar miteinander verbunden. | |||
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Schiffe von der Kriegsmarine beschlagnahmt und gingen teilweise verloren. Nach Kriegsende übernahmen die Briten kurzzeitig den Inselverkehr, bis die Reederei im Spätsommer 1945 wieder ihren Betrieb aufnehmen konnte. Die Briten waren es, die erstmals auch Kraftfahrzeuge statt nur Personen und Waren auf die Inseln transportierten. Bei vielen Besuchern und Insulaner stieg dadurch das Interesse, auch ihr eigenes Kraftfahrzeug mit auf die Inseln zu nehmen. Insbesondere mit dem verstärkt aufkommenden Kraftfahrzeugverkehrs infolge des Wirtschaftswunders wurde der Handlungsdruck auf die Reederei schließlich so groß, dass man 1962 die erste kombinierte Personen-Autofähre in Dienst stellte. | Im Zweiten Weltkrieg wurden die Schiffe von der Kriegsmarine beschlagnahmt und gingen teilweise verloren. Nach Kriegsende übernahmen die Briten kurzzeitig den Inselverkehr, bis die Reederei im Spätsommer 1945 wieder ihren Betrieb aufnehmen konnte. Die Briten waren es, die erstmals auch Kraftfahrzeuge statt nur Personen und Waren auf die Inseln transportierten. Bei vielen Besuchern und Insulaner stieg dadurch das Interesse, auch ihr eigenes Kraftfahrzeug mit auf die Inseln zu nehmen. Insbesondere mit dem verstärkt aufkommenden Kraftfahrzeugverkehrs infolge des Wirtschaftswunders wurde der Handlungsdruck auf die Reederei schließlich so groß, dass man 1962 die erste kombinierte Personen-Autofähre in Dienst stellte. | ||