Cirksena: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Jahr 1439 wurde infolge der Auseinandersetzungen von den Hamburgern auch die Stadt Emden - zunächst auf Widerruf und seit 1453 endgültig - an die Cirksena übergeben. Bis in das Jahr 1595 verwaltete und beherrschte die Familie die Stadt. Edzards Sohn [[Ulrich Cirksena]] wurde 1464 von Kaiser Friedrich III. in den Reichsgrafenstand erhoben und mit Ostfriesland als Reichsgrafschaft Ostfriesland belehnt. Das kann als einer der Gründe angesehen werden, warum sich die Ostfriesen nicht auch gegen die Cirksenas wandten, wie sie sich auch schon gegen die tom Brook und Focko Ukena erwehrt hatten. Viel wichtiger war jedoch, dass der Kaiser den Ostfriesen alle die Rechte und Freiheiten, die sie seit Jahrhunderten besaßen und von Friedrichs III. Vorgängern stets bestätigt bekommen haben, auch weiterhin behalten durften. Eine starke Herrschaft konnten die Cirksena in Ostfriesland in jedem Fall nie wirklich etablieren. Immer wieder brachen Machtkämpfe mit den selbstbewussten ostfriesischen Ständen aus. Faktisch galt die Ostfriesische Landschaft spätestens seit [[Enno III. Cirksena]] als faktisches Souverän in Ostfriesland. | Im Jahr 1439 wurde infolge der Auseinandersetzungen von den Hamburgern auch die Stadt Emden - zunächst auf Widerruf und seit 1453 endgültig - an die Cirksena übergeben. Bis in das Jahr 1595 verwaltete und beherrschte die Familie die Stadt. Edzards Sohn [[Ulrich Cirksena]] wurde 1464 von Kaiser Friedrich III. in den Reichsgrafenstand erhoben und mit Ostfriesland als Reichsgrafschaft Ostfriesland belehnt. Das kann als einer der Gründe angesehen werden, warum sich die Ostfriesen nicht auch gegen die Cirksenas wandten, wie sie sich auch schon gegen die tom Brook und Focko Ukena erwehrt hatten. Viel wichtiger war jedoch, dass der Kaiser den Ostfriesen alle die Rechte und Freiheiten, die sie seit Jahrhunderten besaßen und von Friedrichs III. Vorgängern stets bestätigt bekommen haben, auch weiterhin behalten durften. Eine starke Herrschaft konnten die Cirksena in Ostfriesland in jedem Fall nie wirklich etablieren. Immer wieder brachen Machtkämpfe mit den selbstbewussten ostfriesischen Ständen aus. Faktisch galt die Ostfriesische Landschaft spätestens seit [[Enno III. Cirksena]] als faktisches Souverän in Ostfriesland. | ||
Der bedeutendste Herrscher aus dem Hause Cirksena war [[Edzard I. Cirksena]], genannt "der Große" (1462–1528), unter dessen Führung die Reichsgrafschaft Ostfriesland ihre größte Ausdehnung erreichte. In seine Regierungszeit fiel auch der Beginn der Ausbreitung der Reformation in Ostfriesland. 1654 wurden die Cirksena durch den Kaiser in den Fürstenstand erhoben. [[Carl Edzard Cirksena]], der letzte Herrscher aus dem Hause Cirksena, starb in der Nacht vom 25. auf den 26. Mai 1744 (angeblich an einem Glas Buttermilch, das er nach einer Jagd getrunken haben soll) ohne Nachkommen. Unmittelbar darauf nahm Friedrich der Große das Land in Besitz. Unter preußischer | Der bedeutendste Herrscher aus dem Hause Cirksena war [[Edzard I. Cirksena]], genannt "der Große" (1462–1528), unter dessen Führung die Reichsgrafschaft Ostfriesland ihre größte Ausdehnung erreichte. In seine Regierungszeit fiel auch der Beginn der Ausbreitung der Reformation in Ostfriesland. 1654 wurden die Cirksena durch den Kaiser in den Fürstenstand erhoben. [[Carl Edzard Cirksena]], der letzte Herrscher aus dem Hause Cirksena, starb in der Nacht vom 25. auf den 26. Mai 1744 (angeblich an einem Glas Buttermilch, das er nach einer Jagd getrunken haben soll) ohne Nachkommen. Unmittelbar darauf nahm Friedrich der Große das Land in Besitz. Unter preußischer Herrschaft blühte die Region schließlich auf. | ||
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