Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V.''' wurde 1985 gegründet. Anlass war die Freilegung der Fundamente der 1938 zerstörten und nachfolgend überbauten [[Synagoge]] im September 1985. Der Verein bemühte sich um die Einrichtung einer Gedenkstätte am Ort der ehemaligen Synagoge. Zwei Jahre später kaufte die Stadt Norden das Grundstück und ließ dort eine Gedenkstätte einrichten, in deren Zentrum ein Gedenkstein für die niedergebrannte Synagoge steht. Diese wurde während einer "Woche der Begegnung" | Der '''Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V.''' wurde 1985 gegründet. Anlass war die Freilegung der Fundamente der 1938 zerstörten und nachfolgend überbauten [[Synagoge]] im September 1985. Der Verein bemühte sich um die Einrichtung einer Gedenkstätte am Ort der ehemaligen Synagoge. Zwei Jahre später kaufte die Stadt Norden das Grundstück und ließ dort eine Gedenkstätte einrichten, in deren Zentrum ein Gedenkstein für die niedergebrannte Synagoge steht. Diese wurde während einer "Woche der Begegnung" 1987 in Anwesenheit ehemaliger Norder Juden und deren Angehörigen eingeweiht.<ref name=":0">[https://www.alemannia-judaica.de Alemannia Judaica, Beschreibung der Synagoge], abgerufen am 25. März 2021</ref> | ||
Auch sonst bemüht sich der Verein sehr darum, das Gedenken an die [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdische Gemeinde Nordens]] und ihrer einstigen Mitglieder zu bewahren. So erinnern seit Juli 2009 Stolpersteine an die Opfer der Zeit des Nationalsozialismus. Die Steine werden vor dem letzten (freiwilligen) Wohnsitz der Ermordeten in den Gehweg eingelassen. Einige wenige liegen auch für solche jüdischen Mitbürger, die 1945 aus einem Konzentrationslager befreit wurden. Nach den ersten 14 Stolpersteinen folgten weitere in den Jahren 2010, 2011 und 2016. Bis 2020 wurden gemeinsam mit dem Künstler Gunter Demnig insgesamt 98 Stolpersteine verlegt. | Auch sonst bemüht sich der Verein sehr darum, das Gedenken an die [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdische Gemeinde Nordens]] und ihrer einstigen Mitglieder zu bewahren. So erinnern seit Juli 2009 Stolpersteine an die Opfer der Zeit des Nationalsozialismus. Die Steine werden vor dem letzten (freiwilligen) Wohnsitz der Ermordeten in den Gehweg eingelassen. Einige wenige liegen auch für solche jüdischen Mitbürger, die 1945 aus einem Konzentrationslager befreit wurden. Nach den ersten 14 Stolpersteinen folgten weitere in den Jahren 2010, 2011 und 2016. Bis 2020 wurden gemeinsam mit dem Künstler Gunter Demnig insgesamt 98 Stolpersteine verlegt. Bereits 1990 wurde ein Sammelgrabstein auf dem [[Jüdischer Friedhof|Jüdischen Friedhof]] errichtet.<ref name=":0" /> | ||
Für seine Arbeit erhielt der Verein 2017 den Norder [[Bürgerpreis]].<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/324645/Preis-fuer-den-Arbeitskreis-Synagogenweg Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 26. November 2017], abgerufen am 25. März 2021</ref> | Für seine Arbeit erhielt der Verein 2017 den Norder [[Bürgerpreis]].<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/324645/Preis-fuer-den-Arbeitskreis-Synagogenweg Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 26. November 2017], abgerufen am 25. März 2021</ref> | ||
Version vom 14. April 2021, 13:12 Uhr
Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Gründung | 1985 |
| Auflösung | - |
| Rechtsform | eingetragener Verein (e.V.) |
| Hauptsitz | - |
Der Ökumenischer Arbeitskreis Synagogenweg Norden e.V. wurde 1985 gegründet. Anlass war die Freilegung der Fundamente der 1938 zerstörten und nachfolgend überbauten Synagoge im September 1985. Der Verein bemühte sich um die Einrichtung einer Gedenkstätte am Ort der ehemaligen Synagoge. Zwei Jahre später kaufte die Stadt Norden das Grundstück und ließ dort eine Gedenkstätte einrichten, in deren Zentrum ein Gedenkstein für die niedergebrannte Synagoge steht. Diese wurde während einer "Woche der Begegnung" 1987 in Anwesenheit ehemaliger Norder Juden und deren Angehörigen eingeweiht.[1]
Auch sonst bemüht sich der Verein sehr darum, das Gedenken an die jüdische Gemeinde Nordens und ihrer einstigen Mitglieder zu bewahren. So erinnern seit Juli 2009 Stolpersteine an die Opfer der Zeit des Nationalsozialismus. Die Steine werden vor dem letzten (freiwilligen) Wohnsitz der Ermordeten in den Gehweg eingelassen. Einige wenige liegen auch für solche jüdischen Mitbürger, die 1945 aus einem Konzentrationslager befreit wurden. Nach den ersten 14 Stolpersteinen folgten weitere in den Jahren 2010, 2011 und 2016. Bis 2020 wurden gemeinsam mit dem Künstler Gunter Demnig insgesamt 98 Stolpersteine verlegt. Bereits 1990 wurde ein Sammelgrabstein auf dem Jüdischen Friedhof errichtet.[1]
Für seine Arbeit erhielt der Verein 2017 den Norder Bürgerpreis.[2]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Alemannia Judaica, Beschreibung der Synagoge, abgerufen am 25. März 2021
- ↑ Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 26. November 2017, abgerufen am 25. März 2021