Jüdische Schule: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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1939 schlug das Ende der jüdischen Schule. Bedingt durch die nationalsozialistische Verfolgung und insbesondere im Hinblick auf die erlittenen Gräueltaten während der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938   
1939 schlug das Ende der jüdischen Schule. Bedingt durch die nationalsozialistische Verfolgung und insbesondere im Hinblick auf die erlittenen Gräueltaten während der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938   
==Beschreibung==
Die Schule hatte einen kleinen Schulgarten, für den Sportunterricht wurde die Turnhalle des Norder Turnvereins genutzt. 1903 wurde der vordere, ursprüngliche Bau der Nummer 110 abgebrochen und mit einer Lehrerwohnung im Obergeschoss neu errichtet.<ref>[https://web.archive.org/web/20160807044136/https://www.norden.de/media/custom/512_4970_1.PDF?1452781848 Ein Rundgang durch Norden], abgerufen am 25. März 2021</ref>


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 14. April 2021, 13:20 Uhr

Jüdische Schule

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Basisdaten
Entstehungszeit 1940 (1871)
Erbauer Jüdische Gemeinde Norden
Bauweise Ziegelsteinbau
Entwidmung 1939
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Synagogenweg 4

26506 Norden

Die Jüdische Schule wurde von der jüdischen Gemeinde am Synagogenweg 4 errichtet. Die Ursprünge einer jüdischen Schule reichen jedoch weiter zurück. Es handelte sich um eine Elementarschule, in der die Kinder in den Klassen 1 - 4 unterrichtet wurden.

Geschichte

Das heute noch erhaltene Gebäude, das heute noch als "Jüdische Schule" bekannt ist, wurde von der jüdische Gemeinde im Jahre 1871 errichtet. Zuvor wurden die Kinder der Gemeinde spätestens ab 1844 in der ehemaligen Synagoge, befindlich in einem regulären Gebäude (Neuer Weg 110), unterrichtet. Unterrichtet wurde in zwei Klasse mit je einem Lehrer, die im Nebenamt und unentgeltlich noch weitere Dienste in der Gemeinde zu verrichten hatten, wie beispielsweise die Aufgabenwahrnehmung eines Vorbeters, Predigers, Kantors oder Chorleiters. Neben ihrem (äußerst kargen) Gehalt erhielten sie ein zusätzliches Wohngeld sowie einen Zuschuss für Brennmaterialien. Der zweite Lehrer erhielt zudem, sofern er noch nicht verheiratet war, ein tägliches Mittagessen bei den Familien der Gemeinde. Warum dies nicht auch auf den ersten Lehrer zutraf, ist unklar.

Die zweite Lehrerstelle soll einem stetigen Wechsel unterlegen haben. Heraussticht lediglich ein Zeitraum von 26 Jahren, in dem der Lehrer Mendel Wiehmer tätig war. Die längste Dienstzeit auf der ersten Lehrerstelle hatte wohl Abraham Levy inne, der bis zu seinem Tode am 29. Oktober 1916 mehr als vier Jahrzehnte als Lehrer an der Schule tätig war.

Zur weiterführenden Bildung waren die jüdischen Schuler gezwungen, auf andere Schulen im Stadtgebiet auszuweichen. Dort waren sie nicht selten Stigmatisierung ausgesetzt. Obgleich sie am allgemeinen Schulunterricht teilnahmen, wurden sie von den Lehrern ihrer Gemeinde in der jüdischen Schule unterrichtet. Dies war damals üblich, so erhielten auch die Schüler der katholischen Gemeinde gesonderten Religionsunterricht von einem ihrer Pfarrer.

Im Jahre 1873/74 besuchten 15 Schüler jüdischen Glaubens das Ulrichsgymnasium. In den Folgejahren betrug ihre Zahl durchschnittlich 10. Im Jahre 1930 waren es nur noch 4. Doppelt soviele werden im selben Jahr als Abgänger der Gräfin-Theda-Schule (Mittel- bzw. Realschule) genannt.

1939 schlug das Ende der jüdischen Schule. Bedingt durch die nationalsozialistische Verfolgung und insbesondere im Hinblick auf die erlittenen Gräueltaten während der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938

Beschreibung

Die Schule hatte einen kleinen Schulgarten, für den Sportunterricht wurde die Turnhalle des Norder Turnvereins genutzt. 1903 wurde der vordere, ursprüngliche Bau der Nummer 110 abgebrochen und mit einer Lehrerwohnung im Obergeschoss neu errichtet.[1]

Einzelnachweise

  1. Ein Rundgang durch Norden, abgerufen am 25. März 2021

Literatur

  • Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 86

Siehe auch