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Mit der Deportation der letzten Jüdinnen und Juden endete 1940 die fast 400jährige Geschichte der Jüdischen Gemeinde Norden. Zwar leben auch heute noch vereinzelt Juden in Norden, doch gehören diese größeren, noch existierenden Gemeinden an.
Mit der Deportation der letzten Jüdinnen und Juden endete 1940 die fast 400jährige Geschichte der Jüdischen Gemeinde Norden. Zwar leben auch heute noch vereinzelt Juden in Norden, doch gehören diese größeren, noch existierenden Gemeinden an.


==Gebäude==
==Gemeindegebäude==
Neben der Synagoge errichtete die jüdische Gemeinde ab 1804 noch weitere Gebäude.<ref name=":0">[https://web.archive.org/web/20160807044136/https://www.norden.de/media/custom/512_4970_1.PDF?1452781848 Ein Rundgang durch Norden], abgerufen am 25. März 2021</ref> Es entstanden das [[Vorsängers Haus|Haus des Vorsängers]], in dem sich unter anderem auch das Sekretariat und der Versammlungssaal der Gemeinde befand. 1891 ließ die Gemeinde das Haus neu erbauen.<ref>Schreiber, Gretje (2006): Norder Häuser (XIX): Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier, 17./18. August 2006, S. 12</ref> Neben der Eingangstür sind die Namen von Gemeindeausschuss und Baukommission zu lesen.
Neben der Synagoge errichtete die jüdische Gemeinde ab 1804 noch weitere Gebäude.<ref name=":0">[https://web.archive.org/web/20160807044136/https://www.norden.de/media/custom/512_4970_1.PDF?1452781848 Ein Rundgang durch Norden], abgerufen am 25. März 2021</ref> Es entstanden das [[Vorsängers Haus|Haus des Vorsängers]], in dem sich unter anderem auch das Sekretariat und der Versammlungssaal der Gemeinde befand. 1891 ließ die Gemeinde das Haus neu erbauen,<ref>Schreiber, Gretje (2006): Norder Häuser (XIX): Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier, 17./18. August 2006, S. 12</ref> Neben der Eingangstür sind die Namen von Gemeindeausschuss und Baukommission zu lesen.


Das Nachbarhaus (Synagogenweg 3) ließ die Gemeinde 1891 als Lehrerhaus errichten. In diesem Gebäude wurde die Widerstandskämpferin [[Recha Freier]] am 29. Oktober 1892 geboren. Neben der Eingangstür sind die Namen von Gemeindevorstand und -ausschuss sowie das Baujahr in die Steine geritzt. Auch der Name von Rechas Vater ist hier zu lesen.<ref name=":0" />
Das Nachbarhaus, [[Synagogenweg 3]], ließ die Gemeinde 1891 als Lehrerhaus errichten. In diesem Gebäude wurde die Widerstandskämpferin [[Recha Freier]] am 29. Oktober 1892 geboren. Neben der Eingangstür sind die Namen von Gemeindevorstand und -ausschuss sowie das Baujahr in die Steine geritzt. Auch der Name von Rechas Vater ist hier zu lesen.<ref name=":0" />


Am Synagogenweg 4 entstand die ehemalige jüdische Schule. Sie wurde 1871 als Anbau an das Haus [[Neuer Weg 110]] errichtet. Die Schule hatte einen kleinen Schulgarten, für den Sportunterricht wurde die [[Sporthalle Am Alten Siel|Turnhalle]] des [[Norder Turnverein|Norder Turnvereins]] genutzt. 1903 wurde der vordere, ursprüngliche Bau der Nummer 110 abgebrochen und mit einer Lehrerwohnung im Obergeschoss neu errichtet.<ref name=":0" />
Am Synagogenweg 4 entstand die ehemalige jüdische Schule. Sie wurde 1871 als Anbau an das Haus [[Neuer Weg 110]] errichtet. Die Schule hatte einen kleinen Schulgarten, für den Sportunterricht wurde die [[Sporthalle Am Alten Siel|Turnhalle]] des [[Norder Turnverein|Norder Turnvereins]] genutzt. 1903 wurde der vordere, ursprüngliche Bau der Nummer 110 abgebrochen und mit einer Lehrerwohnung im Obergeschoss neu errichtet.<ref name=":0" />