Kloster Norden: Unterschied zwischen den Versionen
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Einige ostfriesische Häuptlinge förderten und finanzierten die Gründung des Klosters durch Schenkungen von Land und Geld. Besonders hervor taten sich hier die Häuptlingsfamilien [[Idzinga]], [[Uldinga]] und [[Eggera]]. Zuvor befand sich hier ein Gebäude, in dem sich eine Münzprägeanstalt befand. Für die Anlage des Klosters sandten die Dominikaner Herardus aus dem Jakobskloster in Paris nach Norden. Die Gründung scheint schnell vonstatten gegangen zu sein, denn das Kloster wird bereits 1269 erstmalig erwähnt. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Gebäude anfangs nicht aus Stein, sondern aus Holz bestanden.<ref name=":1" /> Organisatorisch gehörte es zunächst zur Ordensprovinz Teutonia, ab 1303 zur Provinz Saxonia. | Einige ostfriesische Häuptlinge förderten und finanzierten die Gründung des Klosters durch Schenkungen von Land und Geld. Besonders hervor taten sich hier die Häuptlingsfamilien [[Idzinga]], [[Uldinga]] und [[Eggera]]. Zuvor befand sich hier ein Gebäude, in dem sich eine Münzprägeanstalt befand. Für die Anlage des Klosters sandten die Dominikaner Herardus aus dem Jakobskloster in Paris nach Norden. Die Gründung scheint schnell vonstatten gegangen zu sein, denn das Kloster wird bereits 1269 erstmalig erwähnt. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Gebäude anfangs nicht aus Stein, sondern aus Holz bestanden.<ref name=":1" /> Organisatorisch gehörte es zunächst zur Ordensprovinz Teutonia, ab 1303 zur Provinz Saxonia. | ||
Wie auch das [[Kloster Marienthal]] genoss auch das Kloster der Dominikaner großes Ansehen, sodass hier im Jahr 1269 mehrere Abgeordnete aus dem Emsland und der Hansestadt Bremen zusammen kamen, um ihren Frieden von 1255, geschlossen im Kloster Marienthal, zu erneuern. Die Dominikaner dienten hierbei nachweislich als Vermittler. Schon zwei Jahre später traten sie erneut in diese Rolle und schlichteten einen Streit mehrerer ostfriesischer Landesgemeinden mit dem Bischof von Münster.<ref name=":0" /> 1269 sollen sie zudem bereits einen Streit zwischen den Einwohnern Emdens und Bremen beigelegt und 1277 dazu beigetragen haben, dass die Häuptlinge des [[Norderland|Norderlandes]] Frieden untereinander schlossen und fortan "Friedensmänner" zur Streitschlichtung wählten.<ref name=":2" /> | Wie auch das [[Kloster Marienthal]] genoss auch das Kloster der Dominikaner großes Ansehen, sodass hier im Jahr 1269 mehrere Abgeordnete aus dem Emsland und der Hansestadt Bremen zusammen kamen, um ihren Frieden von 1255, geschlossen im Kloster Marienthal, zu erneuern. Die Dominikaner dienten hierbei nachweislich als Vermittler. Schon zwei Jahre später traten sie erneut in diese Rolle und schlichteten einen Streit mehrerer ostfriesischer Landesgemeinden mit dem Bischof von Münster.<ref name=":0" /> 1269 sollen sie zudem bereits einen Streit zwischen den Einwohnern Emdens und Bremen beigelegt und 1277 dazu beigetragen haben, dass die Häuptlinge des [[Norderland|Norderlandes]] Frieden untereinander schlossen und fortan "Friedensmänner" zur Streitschlichtung wählten. Ab 1275 ist nachgewiesen, dass sich die Mönche als Gründer oder Mitgründer der sogenannten [[Kalandsbruderschaft]] hervorgetan haben.<ref name=":2" /> | ||
In den Jahren 1300, 1337, 1383, 1422 und 1449 sollen Versammlungen von Mönchen des Ordens aus dem Norder und umliegenden Klostern hier stattgefunden haben. In 1318 und 1358 ist es bei nicht näher bezeichneten Unruhen im [[Norderland]] besetzt und infolge dessen besser befestigt worden.<ref name=":0" /> In diese Zeit fallen auch größere Umbauarbeiten, in deren Folge die bis dahin hölzernen Klostergebäude durch Backsteinbauten ersetzt werden.<ref name=":1" /> | In den Jahren 1300, 1337, 1383, 1422 und 1449 sollen Versammlungen von Mönchen des Ordens aus dem Norder und umliegenden Klostern hier stattgefunden haben. In 1318 und 1358 ist es bei nicht näher bezeichneten Unruhen im [[Norderland]] besetzt und infolge dessen besser befestigt worden.<ref name=":0" /> In diese Zeit fallen auch größere Umbauarbeiten, in deren Folge die bis dahin hölzernen Klostergebäude durch Backsteinbauten ersetzt werden.<ref name=":1" /> | ||