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Zum 1. Oktober 1915 wurden durch die Stadt auch die Übergabestationen im Stadtgebiet und die Umspannwerke zum Anschluss an das Avacon Netz übernommen. Am 1. Oktober 1943 erfolgte durch Übertragung der Verträge die Versorgung über die EWE.<ref name=":0" />
Zum 1. Oktober 1915 wurden durch die Stadt auch die Übergabestationen im Stadtgebiet und die Umspannwerke zum Anschluss an das Avacon Netz übernommen. Am 1. Oktober 1943 erfolgte durch Übertragung der Verträge die Versorgung über die EWE.<ref name=":0" />


Das Stromnetz wurde kontinuierlich ausgebaut. Im Jahr 1983 übernahmen die Stadtwerke die Konzession und das Stromnetz für bzw. in der [[Ostermarsch]] für 2,1 Millionen DM und begannen mit der Eigenproduktion von Strom. So wurde erstmals ein Blockheizkraftwerk errichtet. Mittlerweile betreiben die Stadtwerke elf Blockheizkraftwerke im gesamten Stadtgebiet, eins davon befindet sich im [[Ocean Wave]], ein weiteres in den ehemaligen Gebäuden der Firma [[Doornkaat]] an der [[Große Hinterlohne|Großen Hinterlohne]]. Am 2. Dezember 1987 wurde der erste unter dem Namen [[Nörder Windloopers]] bekannte Windpark am [[Fledderweg]] eröffnet. Gebaut wurden fünf Windkraftanlagen zu je 55 kW für rund 1,1 Millionen DM. Der Windpark wurde Anfang 2019 nach 31 Jahren abgebaut.<ref>[https://wind-turbine.com/magazin/innovationen-aktuelles/109386/windpark-aus-nach-31-jahren.html Bericht über die Schließung des Windparks vom 21. Januar 2019], abgerufen am 13. April 2021</ref> Seit 2003 existiert jedoch ein weiterer, durch die Stadtwerke betriebener Windpark am [[Marschweg]] in [[Ostermarsch]].<ref name=":1">[https://www.stadtwerke-norden.de/ihre-stadtwerke/umwelt.html Internetseite der Stadtwerke Norden (Abschnitt "Umwelt")], abgerufen am 14. April 2021</ref>
Das Stromnetz wurde kontinuierlich ausgebaut. Im Jahr 1983 übernahmen die Stadtwerke die Konzession und das Stromnetz für bzw. in der [[Ostermarsch]] für 2,1 Millionen DM und begannen mit der Eigenproduktion von Strom. So wurde erstmals ein Blockheizkraftwerk errichtet. Mittlerweile betreiben die Stadtwerke elf Blockheizkraftwerke im gesamten Stadtgebiet, eins davon befindet sich im [[Ocean Wave]], ein weiteres im ehemaligen Kessel- und Maschinenraum der Firma [[Doornkaat]]. Am 2. Dezember 1987 wurde der erste unter dem Namen [[Nörder Windloopers]] bekannte Windpark am [[Fledderweg]] eröffnet. Gebaut wurden fünf Windkraftanlagen zu je 55 kW für rund 1,1 Millionen DM. Der Windpark wurde Anfang 2019 nach 31 Jahren abgebaut.<ref>[https://wind-turbine.com/magazin/innovationen-aktuelles/109386/windpark-aus-nach-31-jahren.html Bericht über die Schließung des Windparks vom 21. Januar 2019], abgerufen am 13. April 2021</ref> Seit 2003 existiert jedoch ein weiterer, durch die Stadtwerke betriebener Windpark am [[Marschweg]] in [[Ostermarsch]].<ref name=":1">[https://www.stadtwerke-norden.de/ihre-stadtwerke/umwelt.html Internetseite der Stadtwerke Norden (Abschnitt "Umwelt")], abgerufen am 14. April 2021</ref>


==Wasserversorgung==
==Wasserversorgung==
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Durch die 1983 errichteten Blockheizkraftwerke wurde auch das zu den Wirtschaftsbetrieben gehörende [[Ocean Wave|Norddeicher Wellenbad]] mit Fernwärme versorgt wurde. 1988 werden weitere Fernwärmeleitungen nach [[Norddeich]] verlegt. 1995/1996 wird das Leitungsnetz erweitert und nun auch die Norder Altstadt mit Fernwärme versorgt.
Durch die 1983 errichteten Blockheizkraftwerke wurde auch das zu den Wirtschaftsbetrieben gehörende [[Ocean Wave|Norddeicher Wellenbad]] mit Fernwärme versorgt wurde. 1988 werden weitere Fernwärmeleitungen nach [[Norddeich]] verlegt. 1995/1996 wird das Leitungsnetz erweitert und nun auch die Norder Altstadt mit Fernwärme versorgt.


Seit April 1999 bestand im ehemaligen Kessel- und Maschinenraum der Brennerei [[Doornkaat]] ein erstes [[Holzhackschnitzelwerk (Große Hinterlohne)|Holzhackschnitzelwerk]]. Die Stadtwerke betrieben hier zwei Holzheizkessel mit einer Gesamtleistung von 4.800 kW. Seinerzeit war es das größte derartige Kraftwerk in Niedersachsen. Das Werk ermöglichte die ökologisch sinnvolle Verbrennung und Umwandlung zu Energie von ansonsten ungenutzten Holzhackschnitzeln, einem Abfallprodukt der Holzindustrie.<ref>Stadtwerke Norden: Das Holzhackschnitzel-Heizwerk im „Doornkaat“-Gebäude (Broschüre) ([http://www.stadtwerke-norden.de/wp-content/uploads/holzheizwerk_doornkaat_7-2009.pdf Link])</ref> 2003 wurde ein weiteres [[Holzhackschnitzelwerk (Lehmweg)|Holzhackschnitzelwerk]] am [[Lehmweg]] in Betrieb genommen. Von hier aus wurde der nördliche Stadtteil mit Fernwärme versorgt.<ref name=":1" />
Seit April 1999 bestand im ehemaligen Kessel- und Maschinenraum der Brennerei [[Doornkaat]] ein erstes [[Holzhackschnitzelwerk (Doornkaatlohne)|Holzhackschnitzelwerk]]. Die Stadtwerke betrieben hier zwei Holzheizkessel mit einer Gesamtleistung von 4.800 kW. Seinerzeit war es das größte derartige Kraftwerk in Niedersachsen. Das Werk ermöglichte die ökologisch sinnvolle Verbrennung und Umwandlung zu Energie von ansonsten ungenutzten Holzhackschnitzeln, einem Abfallprodukt der Holzindustrie.<ref>Stadtwerke Norden: Das Holzhackschnitzel-Heizwerk im „Doornkaat“-Gebäude (Broschüre) ([http://www.stadtwerke-norden.de/wp-content/uploads/holzheizwerk_doornkaat_7-2009.pdf Link])</ref> 2003 wurde ein weiteres [[Holzhackschnitzelwerk (Lehmweg)|Holzhackschnitzelwerk]] am [[Lehmweg]] in Betrieb genommen. Von hier aus wurde der nördliche Stadtteil mit Fernwärme versorgt.<ref name=":1" />


Ende Dezember 2018 stellten die Stadtwerke den Betrieb des Fernwärmenetzes ein, da sich der weitere Betrieb wirtschaftlich nicht mehr lohnte.<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/520491/Stadtwerke-Norden-stellen-Fernwaerme-ab Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 4. Januar 2019], abgerufen am 14. April 2021</ref>
Ende Dezember 2018 stellten die Stadtwerke den Betrieb des Fernwärmenetzes ein, da sich der weitere Betrieb wirtschaftlich nicht mehr lohnte.<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/520491/Stadtwerke-Norden-stellen-Fernwaerme-ab Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 4. Januar 2019], abgerufen am 14. April 2021</ref>