Steinbömer & Lubinus: Unterschied zwischen den Versionen
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1771 erwarben sie ein stattliches Anwesen am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] 7, das zunächst von beiden Familien gemeinsam bewohnt wurde, später dann der alleinige Familiensitz der Steinbömers war. Die Firma entwickelte sich hervorragend, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen war, dass der [[Norder Hafen]] noch direkten Zugang zur Nordsee hatte und dass das 1766 eingeführte Tabakmonopol nicht für Ostfriesland galt. Steinbömer wurde als Mitglied in die [[Krämergilde]] aufgenommem, wodurch ihm der Verkauf von Tabak (und anderer Handelsartikel) auch im eigenen Ladengeschäft möglich war; weiterhin hatte er als angesehener Bürger in Norden mehrere kommunale Ehrenämter inne. | 1771 erwarben sie ein stattliches Anwesen am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] 7, das zunächst von beiden Familien gemeinsam bewohnt wurde, später dann der alleinige Familiensitz der Steinbömers war. Die Firma entwickelte sich hervorragend, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen war, dass der [[Norder Hafen]] noch direkten Zugang zur Nordsee hatte und dass das 1766 eingeführte Tabakmonopol nicht für Ostfriesland galt. Steinbömer wurde als Mitglied in die [[Krämergilde]] aufgenommem, wodurch ihm der Verkauf von Tabak (und anderer Handelsartikel) auch im eigenen Ladengeschäft möglich war; weiterhin hatte er als angesehener Bürger in Norden mehrere kommunale Ehrenämter inne. | ||
Nach seinem Tode 1809 übernahm der [[Justus Friedrich Steinbömer (1777)|gleichnamige Sohn]] von Steinbömer zusammen mit dem Mitgesellschafter [[Peter | Nach seinem Tode 1809 übernahm der [[Justus Friedrich Steinbömer (1777)|gleichnamige Sohn]] von Steinbömer zusammen mit dem Mitgesellschafter [[Peter Friedrich Lubinus]] und nach dessen Tod allein, die Firmenleitung, welche er 45 Jahre inne hatte. Neben der Produktion von Tabak wurde bald auch Seife und Kerzen hergestellt. Die Fabrik zählte 1832 zu den größten zehn im Königreich Hannover und war die größte von den 41 Tabakfabriken in Ostfriesland. | ||
In Hooksiel am Jadeufer wurde 1835 für einige Jahre ein Zweigwerk gegründet, um Export- und Zollschwierigkeiten mit dem Großherzogtum Oldenburg zu unterlaufen. Weiterhin wurde in Norden eine Kolonialwarengroßhandlung für Tee, Kaffee, Öl und weitere Güter angegliedert, um das unternehmerische Risiko zu verteilen. Als Justus Friedrich Steinbömer jun. 1854 starb, fielen Fabrik und Großhandlung an [[Arend Wilhelm Steinbömer (1811)|Arend Wilhelm Steinbömer]]. | In Hooksiel am Jadeufer wurde 1835 für einige Jahre ein Zweigwerk gegründet, um Export- und Zollschwierigkeiten mit dem Großherzogtum Oldenburg zu unterlaufen. Weiterhin wurde in Norden eine Kolonialwarengroßhandlung für Tee, Kaffee, Öl und weitere Güter angegliedert, um das unternehmerische Risiko zu verteilen. Als Justus Friedrich Steinbömer jun. 1854 starb, fielen Fabrik und Großhandlung an [[Arend Wilhelm Steinbömer (1811)|Arend Wilhelm Steinbömer]]. | ||