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1420 nahm das Kloster mehrere Benediktinermönche aus dem Kloster Marienkamp in Esens und 1444 einen Teil der Nonnen des Klosters Sielmönken in der Krummhörn auf, nachdem die dortigen Klöster in Augustiner-Chorherren-Stifte umgewandelt worden waren.<ref name=":2">Dolle, Josef (2012): Niedersächsisches Klosterbuch. Verzeichnis der Klöster, Stifte, Kommenden und Beginenhäuser in Niedersachsen und Bremen von den Anfängen bis 1810. Teil 3, Bielefeld, S. 1033ff.</ref>
1420 nahm das Kloster mehrere Benediktinermönche aus dem Kloster Marienkamp in Esens und 1444 einen Teil der Nonnen des Klosters Sielmönken in der Krummhörn auf, nachdem die dortigen Klöster in Augustiner-Chorherren-Stifte umgewandelt worden waren.<ref name=":2">Dolle, Josef (2012): Niedersächsisches Klosterbuch. Verzeichnis der Klöster, Stifte, Kommenden und Beginenhäuser in Niedersachsen und Bremen von den Anfängen bis 1810. Teil 3, Bielefeld, S. 1033ff.</ref>


1529 wurde das Kloster im Zuge der seit 1527 in Norden Einzug haltenden Reformation säkularisiert, verlor also seine Bedeutung als solches und wurde "verweltlicht".<ref name=":2" /> 1531 fiel [[Balthasar von Esens]] in Norden ein. Seine Truppen zerstörten eine Vielzahl an Gebäuden in Norden, so zum Beispiel die [[Andreaskirche]]. Auch plünderte er das Kloster und zerstörte dabei die Grablege der mit ihm verfeindeten Cirksena.<ref name=":2" /> In diesem Jahr lebten noch ein Mönch und eine Nonne in Marienthal, die wohl dem Kloster Thedinga in Leer unterstellt waren. Die anderen Mönche und Nonnen, von denen es 1530 noch rund 120 gegeben haben soll, zogen zuvor in das katholische Kloster Selward in Groningen um.<ref name=":1" />
1529 wurde das Kloster im Zuge der seit 1527 in Norden Einzug haltenden Reformation säkularisiert, verlor also seine Bedeutung als solches und wurde "verweltlicht".<ref name=":2" /> 1531 fiel [[Balthasar von Esens]] in Norden ein. Seine Truppen zerstörten eine Vielzahl an Gebäuden in Norden, so zum Beispiel die [[Andreaskirche]]. Auch plünderte er das Kloster und zerstörte dabei die Grablege der mit ihm verfeindeten [[Cirksena|Cirksenas]].<ref name=":2" /> In diesem Jahr lebten noch ein Mönch und eine Nonne in Marienthal, die wohl dem Kloster Thedinga in Leer unterstellt waren. Die anderen Mönche und Nonnen, von denen es 1530 noch rund 120 gegeben haben soll, zogen zuvor in das katholische Kloster Selward in Groningen um.<ref name=":1" />


1548 ließ Gräfin [[Anna von Oldenburg]], damals Herrscherin über Ostfriesland, die Familiengruft der Grafen in Ostfriesland in der Großen Kirche in Emden anlegen und die Gebeine der in Marienthal beerdigten Cirksena dorthin umbetten.
1548 ließ Gräfin [[Anna von Oldenburg]], damals Herrscherin über Ostfriesland, die Familiengruft der Grafen in Ostfriesland in der Großen Kirche in Emden anlegen und die Gebeine der in Marienthal beerdigten Cirksena dorthin umbetten.