Bargeburer Kirche: Unterschied zwischen den Versionen
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* siehe auch: [[Reformierte Gemeinde Lütetsburg-Norden#Geschichte|Geschichte der reformierten Gemeinde Lütetsburg-Norden]] | * siehe auch: [[Reformierte Gemeinde Lütetsburg-Norden#Geschichte|Geschichte der reformierten Gemeinde Lütetsburg-Norden]] | ||
Mit der | Mit der ab 1527 auch in Norden Einzug haltenden Reformation kamen auch Glaubenskonflikte in die Stadt. Während beide evangelischen Glaubensrichtungen zunächst noch gemeinsam ihre Gottesdienste in der [[Ludgerikirche]] feierten, kam es ab 1560 zu einem ersten offenen Streit, da [[Johannes Ligarius|Pastor Ligarius]] den Gottesdienst nach lutheranischer Art durchführte. Der sich immer weiter verschärfende Konflikt führte schließlich dazu, dass die reformierten Christen nach Lütetsburg gingen und dort unter dem Schutz von [[Unico Manninga]] ihren Gottesdienst in der Vorburg von Schloss Lütetsburg abhielten konnten. | ||
1680 erlaubte der damalige Graf von Lütetsburg, Dodo II. zu Innhausen und Knyphausen den Bau einer Kirche in [[Bargebur]], das damals, wie [[Tidofeld]], noch zu Lütetsburg gehörte. Das für den Bau notwendige Land schenkte der Graf der Gemeinde bereits 1679. Am 12. Juli 1680 begannen die Bauarbeiten. Als die Umfassungsmauern im selben Jahr schon fertiggestellt waren, stürmten aufgebrachte Norder Bürger am 24. August die Baustelle und rissen die Mauern ein. In den Augen dieser Fanatiker war der Bau der Kirche zu nah an der Stadtgrenze. Erst nachdem der reformierte Große Kurfürst von Brandenburg, der zu dieser Zeit Greetsiel besetzt hielt, im Jahr 1684 Truppen zur Baustelle verlagerte, konnte der Bau am 21. Juli 1684 fortgeführt und fertiggestellt werden. Am 9. November 1684 konnte schließlich der erste Gottesdienst gefeiert werden. | 1680 erlaubte der damalige Graf von Lütetsburg, Dodo II. zu Innhausen und Knyphausen den Bau einer Kirche in [[Bargebur]], das damals, wie [[Tidofeld]], noch zu Lütetsburg gehörte. Das für den Bau notwendige Land schenkte der Graf der Gemeinde bereits 1679. Am 12. Juli 1680 begannen die Bauarbeiten. Als die Umfassungsmauern im selben Jahr schon fertiggestellt waren, stürmten aufgebrachte Norder Bürger am 24. August die Baustelle und rissen die Mauern ein. In den Augen dieser Fanatiker war der Bau der Kirche zu nah an der Stadtgrenze. Erst nachdem der reformierte Große Kurfürst von Brandenburg, der zu dieser Zeit Greetsiel besetzt hielt, im Jahr 1684 Truppen zur Baustelle verlagerte, konnte der Bau am 21. Juli 1684 fortgeführt und fertiggestellt werden. Am 9. November 1684 konnte schließlich der erste Gottesdienst gefeiert werden. | ||