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Dass er nie eine höhere Schule besuchte, tat dem Werdegang Frerichs' keinen Abbruch. Im Selbststudium bereitete er sich auf die Reifeprüfung vor, die er als 25-Jähriger in Göttingen bestand. Dann studierte er alte und neue Sprachen und Geschichte, legte seine Prüfung für das höhere Lehramt ab und promovierte schließlich in Jena.
Dass er nie eine höhere Schule besuchte, tat dem Werdegang Frerichs' keinen Abbruch. Im Selbststudium bereitete er sich auf die Reifeprüfung vor, die er als 25-Jähriger in Göttingen bestand. Dann studierte er alte und neue Sprachen und Geschichte, legte seine Prüfung für das höhere Lehramt ab und promovierte schließlich in Jena.


Ab 1851 arbeitete er zunächst als Hilfslehrer am [[Ulrichsgymnasium]], das damals noch den Namen "Königliches Progymnasium" trug. Immer wieder wird er in den Jahresberichten der Schule als Ordinarius der Klassen "Sexta" und "Tertia" angeführt. Seine Unterrichtsfächer waren Latein, Englisch und Geschichte. Nicht selten tritt er in den Jahresberichten mit längeren philologischen (1867: Über den Sprachunterricht) oder philosophischen (1875: Über das Gedächtniß) Arbeiten hervor. Von seinen Schülern geliebt, im Kollegium hoch geachtet, wird er in den siebziger Jahren zuerst zum "Subconrector", 1877 zum "ersten Lehrer an der Anstalt" ernannt, 1878 zum "1. Oberlehrer" befördert. 1881 rief er die nach ihm benannte Stiftung zur Förderung begabter, aber mittelloser Schüler des Norder Ulrichsgymnasiums ins Leben.
Ab 1851 arbeitete er zunächst als Hilfslehrer am [[Ulrichsgymnasium]], das damals noch den Namen "Königliches Progymnasium" trug. Immer wieder wird er in den Jahresberichten der Schule als Ordinarius der Klassen "Sexta" und "Tertia" angeführt. Seine Unterrichtsfächer waren Latein, Englisch und Geschichte. Nicht selten tritt er in den Jahresberichten mit längeren philologischen (1867: Über den Sprachunterricht) oder philosophischen (1875: Über das Gedächtniß) Arbeiten hervor. Von seinen Schülern geliebt, im Kollegium hoch geachtet, wird er in den siebziger Jahren zuerst zum "Subconrector", 1877 zum "ersten Lehrer an der Anstalt" ernannt, 1878 zum "1. Oberlehrer" befördert. Am 5. Mai 1876 rief er anlässlich seines 25-jährigen Dienstjubiläums die im Jahr 1881 auch offiziell nach ihm benannte Stiftung zur Förderung begabter, aber mittelloser Schüler des Norder Ulrichsgymnasiums ins Leben.


1877 wurde das "königliche Progymnasium" wieder zu einem Vollgymnasium. Dr. Frerichs erlebte auch noch den Neubau der Turnhalle und den Umbau der Schule. 14 Jahre lang verwaltete er "mit hingebender Treue" die Kasse der Schule und betreute nebenher auch die damals schon sehr bedeutende Lehrerbibliothek. Zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum übergaben ihm 139 seiner ehemaligen Schüler den Grundstock für die spätere [[Dr. Frerichs Stiftung]]. 1887 trat der verdienstvolle Lehrer in den Ruhestand und wurde mit dem Roten Adlerorden 4. Klasse ausgezeichnet.
1877 wurde das "königliche Progymnasium" wieder zu einem Vollgymnasium. Dr. Frerichs erlebte auch noch den Neubau der Turnhalle und den Umbau der Schule. 14 Jahre lang verwaltete er "mit hingebender Treue" die Kasse der Schule und betreute nebenher auch die damals schon sehr bedeutende Lehrerbibliothek. Zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum übergaben ihm 139 seiner ehemaligen Schüler den Grundstock für die spätere [[Dr. Frerichs Stiftung]]. 1887 trat der verdienstvolle Lehrer in den Ruhestand und wurde mit dem Roten Adlerorden 4. Klasse ausgezeichnet.