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Eine wichtige Rolle bei den herrnhuterischen Anfängen in Norden spielte der Mennonitenprediger [[Johannes Deknatel]].<ref>von Schlachta Astrid (2005): Mit Religions Streitigkeiten wollen wir uns nicht befassen. Begriffe und Konzepte im herrnhutisch-hutterischen Verhältnis. In: Mennonitische Geschichtsblätter 62/2005. S. 51–76</ref> Der gebürtige Norder war ab 1720 Hilfsprediger und fünf Jahre später Inhaber einer Predigerstelle der Mennonitengemeinde Amsterdam. 1736 kam es dort zu einer Begegnung zwischen ihm und Zinzendorf.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Deknatel.pdf Biographie des Johannes Deknatel in der Personendatenbank] der Ostfriesischen Landschaft</ref> Sie führte dazu, dass sich Deknatel der herrnhuterischen Theologie öffnete, ohne seine mennonitischen Grundüberzeugungen aufzugeben. Ende der 1730er Jahre richtete er im Haus seiner in Norden wohnhaften Schwester, einer verwitweten Blaupot, einen Hauskreis ein, aus dem sich 1742 regelmäßige gottesdienstliche Zusammenkünfte entwickelten. Ort der Gottesdienste war ein angemieteter Saal im [[Hotel Heeren-Logement]] ([[Am Markt]] 50), das 1776 von der Brüdergemeine käuflich erworben werden konnte.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 121</ref>
Eine wichtige Rolle bei den herrnhuterischen Anfängen in Norden spielte der Mennonitenprediger [[Johannes Deknatel]].<ref>von Schlachta Astrid (2005): Mit Religions Streitigkeiten wollen wir uns nicht befassen. Begriffe und Konzepte im herrnhutisch-hutterischen Verhältnis. In: Mennonitische Geschichtsblätter 62/2005. S. 51–76</ref> Der gebürtige Norder war ab 1720 Hilfsprediger und fünf Jahre später Inhaber einer Predigerstelle der Mennonitengemeinde Amsterdam. 1736 kam es dort zu einer Begegnung zwischen ihm und Zinzendorf.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Deknatel.pdf Biographie des Johannes Deknatel in der Personendatenbank] der Ostfriesischen Landschaft</ref> Sie führte dazu, dass sich Deknatel der herrnhuterischen Theologie öffnete, ohne seine mennonitischen Grundüberzeugungen aufzugeben. Ende der 1730er Jahre richtete er im Haus seiner in Norden wohnhaften Schwester, einer verwitweten Blaupot, einen Hauskreis ein, aus dem sich 1742 regelmäßige gottesdienstliche Zusammenkünfte entwickelten. Ort der Gottesdienste war ein angemieteter Saal im [[Hotel Heeren-Logement]] ([[Am Markt]] 50), das 1776 von der Brüdergemeine käuflich erworben werden konnte.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 121</ref>
 
[[Datei:Hotel Heeren-Logement um 1800 01.jpg|links|mini|326x326px|Saal im [[Hotel Heeren-Logement]], genutzt als Gottesdienstraum (um 1800).]]
1748 konstituierte sich der Herrnhuter Kreis als Sozietät und ab 1757 – verbunden mit der Einführung ihres ersten Predigers am 7. Mai 1757 – als Stadtgemeine Norden. Das letztgenannte Datum galt den Norder Herrnhutern in der Folgezeit als offizieller Gründungstag ihrer Gemeinde.<ref name=":1">Smid, Menno (1974): Ostfriesische Kirchengeschichte, Band VI in der Reihe Ostfriesland im Schutze des Deiches, Pewsum, S. 533</ref> Dies bestätigt auch eine Gedenktafel, die ihren ursprünglichen Platz in der Herrnhuter Kapelle hatte und heute im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] zu besichtigen ist.
1748 konstituierte sich der Herrnhuter Kreis als Sozietät und ab 1757 – verbunden mit der Einführung ihres ersten Predigers am 7. Mai 1757 – als Stadtgemeine Norden. Das letztgenannte Datum galt den Norder Herrnhutern in der Folgezeit als offizieller Gründungstag ihrer Gemeinde.<ref name=":1">Smid, Menno (1974): Ostfriesische Kirchengeschichte, Band VI in der Reihe Ostfriesland im Schutze des Deiches, Pewsum, S. 533</ref> Dies bestätigt auch eine Gedenktafel, die ihren ursprünglichen Platz in der Herrnhuter Kapelle hatte und heute im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] zu besichtigen ist.