Großlanghaus: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Name "Großlanghaus" wird erstmalig im Jahr 1719 erwähnt, existierte jedoch bereits sehr viel früher. So wird in der Lebensgeschichte des [[Hayo Manninga]] beschrieben, dass dieser nach seiner Flucht aus den Niederlanden um 1580 im Großlanghaus eine Unterkunft gefunden haben soll, ehe er dorthin zurückzog.<ref>Feenstra, Hidde (2001): Manninga. In: Biographisches Lexikon für Ostfriesland, Aurich, S. 278–280</ref> | Der Name "Großlanghaus" wird erstmalig im Jahr 1719 erwähnt, existierte jedoch bereits sehr viel früher. So wird in der Lebensgeschichte des [[Hayo Manninga]] beschrieben, dass dieser nach seiner Flucht aus den Niederlanden um 1580 im Großlanghaus eine Unterkunft gefunden haben soll, ehe er dorthin zurückzog.<ref>Feenstra, Hidde (2001): Manninga. In: Biographisches Lexikon für Ostfriesland, Aurich, S. 278–280</ref> Dessen Bau wird ihm aufgrund eines Vertrags mit der Landesherrschaft hatte bauen lassen, auch zugeschrieben.<ref name=":0" /> Zu Ende des 16. Jahrhunderts wurde der Hof mitsamt Besitztümer, der zusammen mit dem [[Kleinlanghaus]] eine Einheit bildete, in die Adelsmatrikel aufgenommen, womit den Gütern die sogenannten "adeligen Rechte" erteilt wurden.<ref>Schreiber, Gretje (2009): Der roßdienstpflichtige bäuerlich-bürgerliche Stand und seine Vertreter im Norderland/Ostfriesland. Aurich, S. 123f.</ref> | ||
1678 wird der Hof als "das Lange Haus mit Annexen" (Anbauten) erwähnt. 1787 folgt "das so genannte Lange-Haus" 1825 das "Groß- und Klein-Langehaus". Der Name bezieht sich auf sein auffallend langes Wirtschaftsgebäude. Im Jahr 1848 sollen hier 14 Personen gewohnt haben.<ref name=":0">Gretje Schreiber, Die Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 24. Oktober 2009, Nr. 10, S. 40 Nr. 28a+b</ref> | 1678 wird der Hof als "das Lange Haus mit Annexen" (Anbauten) erwähnt. 1787 folgt "das so genannte Lange-Haus" 1825 das "Groß- und Klein-Langehaus". Der Name bezieht sich auf sein auffallend langes Wirtschaftsgebäude. Im Jahr 1848 sollen hier 14 Personen gewohnt haben.<ref name=":0">Gretje Schreiber, Die Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 24. Oktober 2009, Nr. 10, S. 40 Nr. 28a+b</ref> | ||
Version vom 24. März 2021, 15:11 Uhr
Großlanghaus | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | vor 1580 | |||||||
| Erbauer | Hayo Manninga | |||||||
| Bauweise | Gulfhof | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Westermarscher Straße 3
26506 Norden | |||||||
Das Großlanghaus (auch: Groß Langhaus) ist ein historischer Gulfhof in Westermarsch I und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Westermarscher Straße, gegenüber der Einmündung zur Ziegeleistraße. Das Langhauser Tief hat seinen Namen von diesem Hof erhalten.
Geschichte
Der Name "Großlanghaus" wird erstmalig im Jahr 1719 erwähnt, existierte jedoch bereits sehr viel früher. So wird in der Lebensgeschichte des Hayo Manninga beschrieben, dass dieser nach seiner Flucht aus den Niederlanden um 1580 im Großlanghaus eine Unterkunft gefunden haben soll, ehe er dorthin zurückzog.[1] Dessen Bau wird ihm aufgrund eines Vertrags mit der Landesherrschaft hatte bauen lassen, auch zugeschrieben.[2] Zu Ende des 16. Jahrhunderts wurde der Hof mitsamt Besitztümer, der zusammen mit dem Kleinlanghaus eine Einheit bildete, in die Adelsmatrikel aufgenommen, womit den Gütern die sogenannten "adeligen Rechte" erteilt wurden.[3]
1678 wird der Hof als "das Lange Haus mit Annexen" (Anbauten) erwähnt. 1787 folgt "das so genannte Lange-Haus" 1825 das "Groß- und Klein-Langehaus". Der Name bezieht sich auf sein auffallend langes Wirtschaftsgebäude. Im Jahr 1848 sollen hier 14 Personen gewohnt haben.[2]
Einzelnachweise
- ↑ Feenstra, Hidde (2001): Manninga. In: Biographisches Lexikon für Ostfriesland, Aurich, S. 278–280
- ↑ 2,0 2,1 Gretje Schreiber, Die Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 24. Oktober 2009, Nr. 10, S. 40 Nr. 28a+b
- ↑ Schreiber, Gretje (2009): Der roßdienstpflichtige bäuerlich-bürgerliche Stand und seine Vertreter im Norderland/Ostfriesland. Aurich, S. 123f.