Entwässerungsverband Norden: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Entwässerungsverband Norden''' ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts zuständig für die Entwässerung in ihrem Zuständigkeitsbereich, der sich im Wesentlichen auf das Stadtgebiet erstreckt. Die Entwässerung des tiefgelegenen [[Norderland|Norderlandes]] bzw. Ostfrieslands macht eine Bewohnbarkeit dieser Region erst möglich. Hierzu unterhält der Entwässerungsverband ein über Jahrhunderte entstandenes | Der '''Entwässerungsverband Norden''' ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts zuständig für die Entwässerung in ihrem Zuständigkeitsbereich, der sich im Wesentlichen auf das Stadtgebiet erstreckt. Die Entwässerung des tiefgelegenen [[Norderland|Norderlandes]] bzw. Ostfrieslands macht eine Bewohnbarkeit dieser Region erst möglich. Hierzu unterhält der Entwässerungsverband ein über Jahrhunderte entstandenes [[Kategorie:Gewässer im Stadtgebiet|Netz aus Entwässerungsgräben]] und Sielen mit einer Gesamtlänge von gut 300 Kilometern. Die Finanzierung erfolgt weitestgehend aus Beiträgen der im Verbandsgebiet wohnenden Einwohner. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das Deich- und Sielwesen hängen an der deutschen Nordseeküste unmittelbar miteinander zusammen: Als man vor gut 1000 Jahren mit dem Deichbau begann, musste auch die Binnen-Entwässerung anders gelöst werden, denn der Deich sperrte nicht nur das Nordseewasser aus, sondern auch das Binnen-Wasser ein. Deshalb befinden sich seit damals in allen Hauptdeichen Siele. Die ursprünglichen Siele hatten zur Nordsee gewandte Holztore, die sich jedes Mal bei Ebbe öffneten, wenn der Nordsee-Wasserstand niedriger war als der Binnen-Wasserstand allein durch den Druck des Wassers. Umgekehrt schlossen sich die Tore, wenn das Nordseewasser bei Flut wieder höher anstieg als das Binnenwasser. Heute werden Siele mechanisch geöffnet und geschlossen. | Das Deich- und Sielwesen hängen an der deutschen Nordseeküste unmittelbar miteinander zusammen: Als man vor gut 1000 Jahren mit dem Deichbau begann, musste auch die Binnen-Entwässerung anders gelöst werden, denn der Deich sperrte nicht nur das Nordseewasser aus, sondern auch das Binnen-Wasser ein. Deshalb befinden sich seit damals in allen Hauptdeichen Siele. Die ursprünglichen Siele hatten zur Nordsee gewandte Holztore, die sich jedes Mal bei Ebbe öffneten, wenn der Nordsee-Wasserstand niedriger war als der Binnen-Wasserstand allein durch den Druck des Wassers. Umgekehrt schlossen sich die Tore, wenn das Nordseewasser bei Flut wieder höher anstieg als das Binnenwasser. Heute werden Siele mechanisch geöffnet und geschlossen. | ||