Seehundstation Norddeich: Unterschied zwischen den Versionen
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| | |Backsteinbau u.a. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Die Initiative zur Gründung einer Seehundaufzuchtstation ging von der örtlichen Jägerschaft auf. Die Seehundpopulation erreichte in den 1960er Jahren einen dramatischen Tiefstand, nachdem diese durch Überjagung, Seuchen und Umweltverschmutzung jahrzehntelang stark dezimiert wurde. So wurde die Seehundjagd im Land Niedersachsen erst 1971 verboten. Im selben Jahr beschloss die [[Jägerschaft Norden]] mit finanzieller Unterstützung der Landesjägerschaft Niedersachsen die Gründung | Die Initiative zur Gründung einer Seehundaufzuchtstation ging von der örtlichen Jägerschaft auf. Die Seehundpopulation erreichte in den 1960er Jahren einen dramatischen Tiefstand, nachdem diese durch Überjagung, Seuchen und Umweltverschmutzung jahrzehntelang stark dezimiert wurde. So wurde die Seehundjagd im Land Niedersachsen erst 1971 verboten. Im selben Jahr beschloss die [[Jägerschaft Norden]] mit finanzieller Unterstützung der Landesjägerschaft Niedersachsen die Gründung der Station, welche zunächst am [[Schwanenteich]] errichtet wurde. Am 25. Juni 1971 wurde der erste Heuler aufgenommen, welcher in Greetsiel von einem Fischer gefunden worden war. Nach erfolgreicher Aufzucht wurde er am 3. Oktober 1971 wieder ausgewildert. | ||
1978 wurde der Verein zur Erforschung und Erhaltung des Seehundes e.V. gegründet | 1978 wurde der [[Verein zur Erforschung und Erhaltung des Seehundes|Verein zur Erforschung und Erhaltung des Seehundes e.V.]] gegründet. Von 1978 bis 1980 errichte der Verein am heutigen Standort im [[Dörper Weg]] in [[Norddeich]], in unmittelbarer Nähe des [[Nationalparkhaus|Nationalparkhauses]], ein neues Gebäude. Man erhoffte sich durch die neue Lage in Norddeich und die Nähe zum Nationalparkhaus Synergieeffekte, insbesondere durch Einnahme von Eintrittsgeldern von Besuchern. Zurecht, wie sich später zeigte. | ||
Für den Bau einer Quarantänestation erwarb der Verein im Dezember 2002 | 1989 folgte die Fertigstellung eines zweiten Bauabschnitts: Einem Forschungstrakt, ein Auswilderungs- und ein Quarantänebecken, eine Wandelhalle und ein Medienraum. Drei Jahre später folgten ein Seminarraum, mehrere Büroräume und eine Ausstellungshalle. | ||
1994 wurde die Station offiziell als Vogelpflegestation anerkannt und betreute fortan nicht mehr nur Meeressäuger. | |||
Für den Bau einer Quarantänestation erwarb der Verein im Dezember 2002 die ehemalige [[Sendestelle Osterloog]], welche ursprünglich zu [[Norddeich Radio]] gehörte. Im November 2005 eröffnete der Landwirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, Heiner Ehlen, die neue Station. Sechs Monate später wurde eine Ausstellung über Wale eröffnet, wodurch der Name "Waloseum" entstand, eine Mischung aus "Wal" und "Museum". Am 11. Juni 2006 wurde dieses vom damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff eingeweiht. | |||
Am 1. Januar 2006 übernahm der Verein, der sich zu 98 Prozent selbst finanziert, das Nationalpark-Haus Norddeich, das von 1992 bis 2005 von der Stadt Norden betrieben wurde. Im Winter 2006/2007 wurde die "Seehundstation Nationalpark-Haus Norden-Norddeich" vollständig umgebaut. | |||
Am 7. August 2007 weihte Umweltminister Sander die Ausstellung "Vogelwelt der Küste" ein. Am 20. Oktober 2018 wurde der "Forscherbereich", eine interaktive Ausstellung zu aktuellen Forschungsvorhaben, durch Umweltminister Lies eröffnet. Die Einweihung der neuen Ausstellung "Wale der Welt" folgte am 6. April 2019 durch Umweltminister Lies. Im selben Jahr wurde in Kooperation mit dem Bundesministerium der Finanzen eine Sonderbriefmarke zum Thema "Schweinswale" herausgebracht. | |||
==Mitarbeitende== | |||
Das Personal der Seehundstation setzt sich aus haupt- und ehrenamtlichen Kräften zusammen. Im Jahr 2018 beschäftigte die Station 25 feste Mitarbeiter, die durch 70 ehrenamtliche Helfer unterstützt werden. Seit November 2004 ist die Seehundstation offiziell als Ausbildungsbetrieb anerkannt, sodass sich 2018 auch ein Auszubildender für den Beruf des Zootierpflegers zum Personalbestand gehörte. Dazu kommen fünf Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes, zwei Teilnehmerinnen im Freiwilligen Ökologischen Jahr und etwa 20 Praktikanten. | |||
==Quellenverzeichnis== | ==Quellenverzeichnis== | ||