Ostermarscher Grashaus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Das '''Ostermarscher Grashaus''' ist ein alter Gulfhof in [[Ostermarsch]]. Als '''Grashaus''' bezeichnet man im Allgemeinen Bauernhöfe bzw. Güter, die sich weit abseits von anderen Gebäuden befinden, also bildlich "im Gras" erbaut werden. Viele (ehemalige) Höfe im Stadtgebiet tragen diesen Namen.
Das '''Ostermarscher Grashaus''' ist ein alter Gulfhof in [[Ostermarsch]]. Als '''Grashaus''' bezeichnet man im Allgemeinen Bauernhöfe bzw. Güter, die sich weit abseits von anderen Gebäuden befinden, also bildlich "im Gras" erbaut werden. Viele (ehemalige) Höfe im Stadtgebiet tragen diesen Namen.


Ursprünglich trugen zwei Höfe diesen Namen und waren als 1. und 2. Ostermarscher Grashaus bekannt. Die Höfe gehörten als Vorwerk (vgl. [[Ekeler Vorwerk]]) zum [[Kloster Marienthal]]. 1630 kamen diese Höfe durch Kauf und Tausch an das Haus [[Cirksena]]. Nach Aussterben des Hauses Cirksena im Mannesstamm fielen beide Grashäuser 1744 an Preußen und hießen fortan "Königliche Grashäuser". Als 1815 Ostfriesland an das Königreich Hannover kam, wurde die Königliche Domänenkammer Eigentümer beider Grashäuser.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Ostermarsch.pdf Hofbeschreibung in der historischen Ortsdatenbank] der Ostfriesischen Landschaft</ref>
Ursprünglich trugen zwei Höfe diesen Namen und waren als 1. und 2. Ostermarscher Grashaus bekannt. Die Höfe gehörten als Vorwerk (vgl. [[Ekeler Vorwerk]]) zum [[Kloster Marienthal]]. 1630 kamen diese Höfe durch Kauf und Tausch an das Haus [[Cirksena]]. Nach Aussterben des Hauses Cirksena im Mannesstamm fielen beide Grashäuser 1744 an Preußen und hießen fortan "Königliche Grashäuser". Als 1815 Ostfriesland an das Königreich Hannover kam, wurde die Königliche Domänenkammer Eigentümer beider Grashäuser. Heute ist nur noch einer der Höfe erhalten. Dieser steht im Eigentum des Landes Niedersachsen.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Ostermarsch.pdf Hofbeschreibung in der historischen Ortsdatenbank] der Ostfriesischen Landschaft</ref>


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 9. März 2021, 15:06 Uhr

Ostermarscher Grashaus

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Basisdaten
Entstehungszeit vor 1630
Erbauer unbekannt
Bauweise Gulfhof
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Landstraße 39

26506 Norden

Das Ostermarscher Grashaus ist ein alter Gulfhof in Ostermarsch. Als Grashaus bezeichnet man im Allgemeinen Bauernhöfe bzw. Güter, die sich weit abseits von anderen Gebäuden befinden, also bildlich "im Gras" erbaut werden. Viele (ehemalige) Höfe im Stadtgebiet tragen diesen Namen.

Ursprünglich trugen zwei Höfe diesen Namen und waren als 1. und 2. Ostermarscher Grashaus bekannt. Die Höfe gehörten als Vorwerk (vgl. Ekeler Vorwerk) zum Kloster Marienthal. 1630 kamen diese Höfe durch Kauf und Tausch an das Haus Cirksena. Nach Aussterben des Hauses Cirksena im Mannesstamm fielen beide Grashäuser 1744 an Preußen und hießen fortan "Königliche Grashäuser". Als 1815 Ostfriesland an das Königreich Hannover kam, wurde die Königliche Domänenkammer Eigentümer beider Grashäuser. Heute ist nur noch einer der Höfe erhalten. Dieser steht im Eigentum des Landes Niedersachsen.[1]

Einzelnachweise

Siehe auch