C. E. Popken: Unterschied zwischen den Versionen
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'''C. E. Popken''' | '''C. E. Popken''' gehörte bis zur Schließung zu den ältesten Familienbetrieben in Norden. 1858 von [[Christoph Eiben Popken]] in der [[Brückstraße 10]] (später auch [[Brückstraße 11]]) gegründet, hatte es seinen Sitz seit 1996 in ehemaligen Betriebsgebäuden der zuvor geschlossenen [[Doornkaat|Brennerei Doornkaat]]. | ||
Zum Ende des Jahres 2024 wurde der Betrieb infolge gewachsener Konkurrenz und einer veränderten Handelslandschaft geschlossen. | |||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Der aus Wittmund stammende [[Christoph Eiben Popken]] siedelte sich 1858 in der [[Brückstraße 10]] in Norden an und eröffnete dort die nach ihm benannte Eisenwarenhandlung ''C. E. Popken''. Neben Eisenwaren handelte er auch mit Schießpulver, das wegen der Explosionsgefahr jedoch in einem separaten Holzschuppen am [[Norder Hafen]] gestanden hat. Das Geschäft lief gut und Popken konnte es bereits ein Jahr nach der Eröffnung ausbauen.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 176</ref> | Der aus Wittmund stammende [[Christoph Eiben Popken]] siedelte sich 1858 in der [[Brückstraße 10]] in Norden an und eröffnete dort die nach ihm benannte Eisenwarenhandlung ''C. E. Popken''. Neben Eisenwaren handelte er auch mit Schießpulver, das wegen der Explosionsgefahr jedoch in einem separaten Holzschuppen am [[Norder Hafen]] gestanden hat. Das Geschäft lief gut und Popken konnte es bereits ein Jahr nach der Eröffnung ausbauen.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 176</ref> | ||
Nach dem Tod des Gründers übernahm sein Sohn [[Ihnke Diedrich Popken]] den Betrieb. Dessen zwei Söhne wiederum verstarben bereits im Alter von 18 und 20 Jahren<ref>Angaben des Firmeninhabers vom 4. Juni 2022</ref>, sodass sein Schwiegersohn [[Bernhard Adolf Bünting]], der ebenfalls Eisenwarenhändler ([[Am Markt 1]]) war, das Geschäft nach der Hochzeit im Jahre 1924 übernahm. Bünting baute es 1935 weiter aus und errichtete ein neues Gebäude an der Brückstraße 10, das auch das Grundstück 11 umfasste.<ref name=":0" /><ref name=":1">[https://p.c-e-popken.de/?page_id=134 Chronik der Firma C. E. Popken], abgerufen am 12. Juni 2021</ref><ref>Schreiber, Gretje (1994): Die Bewohner der Brück- und Dammstraße</ref> Der bisherige Firmenname wurde beibehalten. 1971 erwarb Bünting auch das gegenüberliegende Gebäude der ehemaligen [[Blaufärberei van Stipriaan]].<ref name=":0" /> Hier richtete er weitere Verkaufsräume ein und erweiterte das Sortiment fortwährend. | Nach dem Tod des Gründers übernahm sein Sohn [[Ihnke Diedrich Popken]] den Betrieb. Dessen zwei Söhne wiederum verstarben bzw. fielen bereits im Alter von 18 und 20 Jahren<ref>Angaben des Firmeninhabers vom 4. Juni 2022</ref>, sodass sein Schwiegersohn [[Bernhard Adolf Bünting]], der ebenfalls Eisenwarenhändler ([[Am Markt 1]]) war, das Geschäft nach der Hochzeit im Jahre 1924 übernahm. Bünting baute es 1935 weiter aus und errichtete ein neues Gebäude an der Brückstraße 10, das auch das Grundstück 11 umfasste.<ref name=":0" /><ref name=":1">[https://p.c-e-popken.de/?page_id=134 Chronik der Firma C. E. Popken], abgerufen am 12. Juni 2021</ref><ref>Schreiber, Gretje (1994): Die Bewohner der Brück- und Dammstraße</ref> Der bisherige Firmenname wurde beibehalten. 1971 erwarb Bünting auch das gegenüberliegende Gebäude der ehemaligen [[Blaufärberei van Stipriaan]].<ref name=":0" /> Hier richtete er weitere Verkaufsräume ein und erweiterte das Sortiment fortwährend. | ||
1975 übernahm sein Sohn [[Bernhard Popken Bünting]] die Eisenwarenhandlung und führte es zunächst an der bekannten Örtlichkeit weiter, ehe er 1996 mehrere Betriebsgebäude der sich im Verkauf befindlichen [[Doornkaat|Brennerei Doornkaat]] erwarb und das Geschäft dort bis zum 10. Oktober des Jahres verlagerte.<ref name=":1" /> | |||
Am 2. Januar 1999 übergab Bernhard Bünting die Geschäftsführung an seinen Sohn Dirk Popken Bünting, der den Familienbetrieb bis zuletzt in der nunmehr dritten bzw. fünften Generation führte. | |||
Zum Ende des Jahres 2024 wurde der Betrieb infolge gewachsener Konkurrenz und einer veränderten Handelslandschaft geschlossen. Die Liegenschaft wurde von der Stadt erworben, um das Areal in den Bebauungsplan rund um das Doornkaat-Gelände aufzunehmen. | |||
==Trivia== | ==Trivia== | ||
Ein Markenzeichen der Firma Popken | Ein Markenzeichen der Firma Popken war der historische Warenschubladenschrank, in denen in einzelnen Fächer die losen Einzelteile (Schrauben etc.). abgelegt sind. Etwas Vergleichbares fand sich in anderen Geschäften praktisch nicht mehr. | ||
Der Firmengründer sollte in der Zeit um 1910 kurzzeitig auf das Haus vom Nachbarn F. Hasbargen aufpassen, als dieser ein paar Besorgungen zu tätigen hatte. Hasbargen bat Popken demnach darum, auf seine Tür Acht zu geben. Popken scheint dies falsch verstanden zu haben, hob die schwere Tür aus den Angeln und stellte sie in seinen Laden - sehr zur Verwunderung des später heimkehrenden Hasbargens.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 153</ref> | Der Firmengründer sollte in der Zeit um 1910 kurzzeitig auf das Haus vom Nachbarn F. Hasbargen aufpassen, als dieser ein paar Besorgungen zu tätigen hatte. Hasbargen bat Popken demnach darum, auf seine Tür Acht zu geben. Popken scheint dies falsch verstanden zu haben, hob die schwere Tür aus den Angeln und stellte sie in seinen Laden - sehr zur Verwunderung des später heimkehrenden Hasbargens.<ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 153</ref> | ||