Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 17: Zeile 17:
In jedem Fall tauchte dieser Name bereits um 1750 in einem Hypothekenbuch auf. Später soll hier eine Dampfölmühle gestanden haben, die jedoch 1857 abgebrannt ist.<ref name=":1">Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript</ref> Wohl nach dem Tode Steinbömers im Jahre 1854, eher aber nach dem Brand 1857, richtete hier der bekannte Norder Weinhändler [[Jürko Christian Rykena]] eine Schnapsbrennerei (''Sprit-Fabrik Philadelphia'') ein.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 134</ref> Er erweiterte das Anwesen um einen Querbau, der 1981 wegen Baufälligkeit abgebrochen werden musste.<ref name=":0" /> Lange scheint die Brennerei auch nicht im Eigentum Rykenas gestanden zu haben, denn bereits 1860 wird ein ''Fr. R. Otten'' als Besitzer genannt.<ref name=":1" /> Der Brennereibetrieb wurde 1867 eingestellt.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 44</ref>  
In jedem Fall tauchte dieser Name bereits um 1750 in einem Hypothekenbuch auf. Später soll hier eine Dampfölmühle gestanden haben, die jedoch 1857 abgebrannt ist.<ref name=":1">Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript</ref> Wohl nach dem Tode Steinbömers im Jahre 1854, eher aber nach dem Brand 1857, richtete hier der bekannte Norder Weinhändler [[Jürko Christian Rykena]] eine Schnapsbrennerei (''Sprit-Fabrik Philadelphia'') ein.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 134</ref> Er erweiterte das Anwesen um einen Querbau, der 1981 wegen Baufälligkeit abgebrochen werden musste.<ref name=":0" /> Lange scheint die Brennerei auch nicht im Eigentum Rykenas gestanden zu haben, denn bereits 1860 wird ein ''Fr. R. Otten'' als Besitzer genannt.<ref name=":1" /> Der Brennereibetrieb wurde 1867 eingestellt.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 44</ref>  


1991 wird das historische Gebäude, das über einen ausgedehnten Gewölbekeller verfügte, Opfer von Brandstiftung.<ref name=":0" /><ref>Angaben von Axel Kruse bei [https://www.facebook.com/photo/?fbid=8889530184394931&set=g.403157474761079 facebook] am 30. August 2024</ref> Es befand sich zuletzt im Besitz der [[Stilkenboom|Firma Stilkenboom]].<ref>Angaben der Nutzerin Aenne Kruse bei facebook am 22. Dezember 2022</ref>  
1991 wurde das historische Gebäude, das über einen ausgedehnten Gewölbekeller verfügte, Opfer von Brandstiftung.<ref name=":0" /><ref>Angaben von Axel Kruse bei [https://www.facebook.com/photo/?fbid=8889530184394931&set=g.403157474761079 facebook] am 30. August 2024</ref> Es befand sich zuletzt im Besitz der [[Stilkenboom|Firma Stilkenboom]].<ref>Angaben der Nutzerin Aenne Kruse bei facebook am 22. Dezember 2022</ref> Das Eigentum wurde jedoch faktisch nicht mehr ausgeübt, sodass das Gebäude in den letzten Jahres seines Bestehens zum Anlaufpunkt für Punker und andere zwielichtige Gestalten wurde. Diese verunstalteten das altehrwürdige ''Philadelphia'' und drangsalierten Passanten, insbesondere Schüler, durch Pöbeln, Bespucken und Handgreiflichkeiten. Monatelange Schikanen führten dazu, dass sich Schüler aller Oberstufen zusammentaten und sich gegen die Punker zur Wehr setzten. Dadurch erreichten sie das Ende der Norder Punkerszene und womöglich direkt oder indirekt auch das Ende des ''Philadelphia'', welches wenig später in Brand gesetzt wurde.


Bereits zwei Jahre nach dem Brand errichtete man auf dem Gelände mehrere Reihenhäuser, welche bis heute bestehen.  
Bereits zwei Jahre nach dem Brand errichtete man auf dem Gelände mehrere Reihenhäuser, welche bis heute bestehen.