Am Markt 60: Unterschied zwischen den Versionen
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Wahrscheinlich gehörte dieses Haus bzw. dessen Vorgängerbau um 1600 der Familie Ueterstewehr. Zwar berichten die Chronisten jener Zeit in unterschiedlicher Weise, doch konnte [[Gretje Schreiber]] herausfinden, dass nur dieses Haus [[Am Markt]] 60 als Stammsitz der Familie Ueterstewehr in Frage kommt, da alle anderen zu jener Zeit bereits bewohnt waren bzw. im Eigentum Dritter standen.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 140</ref> | Wahrscheinlich gehörte dieses Haus bzw. dessen Vorgängerbau um 1600 der Familie Ueterstewehr. Zwar berichten die Chronisten jener Zeit in unterschiedlicher Weise, doch konnte [[Gretje Schreiber]] herausfinden, dass nur dieses Haus [[Am Markt]] 60 als Stammsitz der Familie Ueterstewehr in Frage kommt, da alle anderen zu jener Zeit bereits bewohnt waren bzw. im Eigentum Dritter standen.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 140</ref> | ||
Am 27. Mai 1598 kam es, so [[Bernhard Elsenius]] in seinen Chroniken, zu einem gewalttätigen Zwischenfall, als aufgebrachte Bürger das hier in Rede stehende Haus stürmten, Junker [[Haro van Uiterstewehr]] zu Tode prügelten und seinen Leichnam anschließend auf den [[Marktplatz]] warfen. Nach [[Ernst Friedrichs von Wicht]] wurde der Junker hierbei gar vor den Augen seiner Mutter und seiner Schwester erschlagen. Der ostfriesische Chronist Christian Funck aus Aurich | Am 27. Mai 1598 kam es, so [[Bernhard Elsenius]] in seinen Chroniken, zu einem gewalttätigen Zwischenfall, als aufgebrachte Bürger das hier in Rede stehende Haus stürmten, Junker [[Haro van Uiterstewehr]] zu Tode prügelten und seinen Leichnam anschließend auf den [[Marktplatz]] warfen. Nach [[Ernst Friedrichs von Wicht]] wurde der Junker hierbei gar vor den Augen seiner Mutter und seiner Schwester erschlagen. Der ostfriesische Chronist Christian Funck aus Aurich ergänzte seinerzeit, dass die Ursache des Vorfalls darin lag, dass Junker Haro einen Tumult auf dem Marktplatz angerichtet hatte und anschließend in sein Haus geflohen sei.<ref name=":0" /> Seine Gegner verfolgten ihn und schlugen ihn zu Tode.<ref name=":0" /><ref name=":1">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 141</ref> Wahrscheinlich war Haro, der 1566 im Alter von 21 Jahren gemeinsam mit seinem Bruder Wulfart wegen schwerer Misshandlung vor dem Reichskammergericht angeklagt war, nicht ohne Grund totgeschlagen worden. Er und sein Bruder richteten derart schreckliche Gräueltaten an, dass Gretje Schreiber sie in ihrem Buch über den Norder Marktplatz nicht wiederzugeben vermochte.<ref name=":1" /> | ||
In der Zeit um 1722 wurde das Haus als noch dem [[Johan von Honard|Deichgrafen von Honard]] zugehörig verzeichnet. Dieser war ein Jahr zuvor verstorben, doch lag der Beginn jener Aufzeichnung wohl noch zu dessen Lebzeiten zurück. Ein weiterer Eigentümer des Hauses war [[Ludwig Ferdinand Baak]]. Dieser hatte es - gemeinsam mit weiteren ''Consorten'' - von [[Edzard Adolph Baak]] geerbt, der jedoch ebenfalls nur Teileigentümer war. Der Wert des Hauses wurde zu dieser Zeit mit 300 Gulden festgelegt.<ref name=":2">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 142</ref> | In der Zeit um 1722 wurde das Haus als noch dem [[Johan von Honard|Deichgrafen von Honard]] zugehörig verzeichnet. Dieser war ein Jahr zuvor verstorben, doch lag der Beginn jener Aufzeichnung wohl noch zu dessen Lebzeiten zurück. Ein weiterer Eigentümer des Hauses war [[Ludwig Ferdinand Baak]]. Dieser hatte es - gemeinsam mit weiteren ''Consorten'' - von [[Edzard Adolph Baak]] geerbt, der jedoch ebenfalls nur Teileigentümer war. Der Wert des Hauses wurde zu dieser Zeit mit 300 Gulden festgelegt.<ref name=":2">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 142</ref> | ||