Lagerschule Tidofeld: Unterschied zwischen den Versionen
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Unter dem strengen Winter in den Jahren 1946 bis 1947 litten auch die Unterrichtsbedingungen. Die Dampfheizungsanlage fiel aus und die Räume konnten nur durch eilig herbeigeschaffte eiserne Öfen notdürftig beheizt werden. Die allgemeine Not wurde durch die sogenannte Quäkerspeisung gelindert, bei der den Schulkindern eine tägliche Essensration, in der Regel bestehend aus einer Milchsuppe und einem Brötchen, zugeteilt wurde.<ref name=":0" /> | Unter dem strengen Winter in den Jahren 1946 bis 1947 litten auch die Unterrichtsbedingungen. Die Dampfheizungsanlage fiel aus und die Räume konnten nur durch eilig herbeigeschaffte eiserne Öfen notdürftig beheizt werden. Die allgemeine Not wurde durch die sogenannte Quäkerspeisung gelindert, bei der den Schulkindern eine tägliche Essensration, in der Regel bestehend aus einer Milchsuppe und einem Brötchen, zugeteilt wurde.<ref name=":0" /> | ||
Ein weiteres Steigen der Schülerzahlen im Jahr 1947 machte das Einrichten eines zeitlich getrennten Unterrichts notwendig. Dieser fand nun vor- und nachmittags statt, da nur zwei Räume zur Verfügung standen. Im Februar des Jahres zog zudem eine Blechwarenfabrik im selben Gebäude ein, durch dessen Betrieb eine den Unterricht störende Lärmbelästigung einherging.<ref name=":0" /> | Ein weiteres Steigen der Schülerzahlen im Jahr 1947 machte das Einrichten eines zeitlich getrennten Unterrichts notwendig. Dieser fand nun vor- und nachmittags statt, da nur zwei Räume zur Verfügung standen. Im Februar des Jahres zog zudem eine [[Blechwarenfabrik]] im selben Gebäude ein, durch dessen Betrieb eine den Unterricht störende Lärmbelästigung einherging.<ref name=":0" /> | ||
[[Datei:Tidofeld Vertriebenenlager Wehrmacht Kaserne Übersicht Baracken 01.JPG|mini|Übersichtsplan des Lagers.]] | [[Datei:Tidofeld Vertriebenenlager Wehrmacht Kaserne Übersicht Baracken 01.JPG|mini|Übersichtsplan des Lagers.]] | ||
Die Raumnot setzte sich auch in den Folgejahren bei stetigem Anstieg der Schülerzahlen fort. Die Schule war inzwischen selbstständig geworden, hatte aber bei drei Klassen und drei Lehrern weiterhin nur zwei Räume zur Verfügung. Umbaupläne scheiterten an der Finanzierung, denn die Währungsreform von 1948 ließ die Gemeindekassen weiter klamm bleiben. So wurde auch der kalte Winter 1948 bis 1949 zur Belastungsprobe für den Schulunterricht.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 147</ref> | Die Raumnot setzte sich auch in den Folgejahren bei stetigem Anstieg der Schülerzahlen fort. Die Schule war inzwischen selbstständig geworden, hatte aber bei drei Klassen und drei Lehrern weiterhin nur zwei Räume zur Verfügung. Umbaupläne scheiterten an der Finanzierung, denn die Währungsreform von 1948 ließ die Gemeindekassen weiter klamm bleiben. So wurde auch der kalte Winter 1948 bis 1949 zur Belastungsprobe für den Schulunterricht.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 147</ref> | ||