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| |1963 | | |1957 |
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| 26506 Norden | | 26506 Norden |
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| Das '''Autohaus B&K''' gehört zu den ältesten, noch bestehenden mittelständischen Unternehmen der Stadt. Sie wurde 1878 von [[Heinrich Döpke]] gegründet und stellt heute vor allem Saugbagger und Bäckereimaschinen her. | | Das '''Autohaus B&K''' (auch: ''Boehsel und Klaahsen'') ist ein bekannter Norder Opel-Händler mit einliegender Kfz-Werkstatt. Seit der Eröffnung am 21. Dezember 1963 befindet sich das Unternehmen [[Am Norder Tief]] 17 in [[Vierzig Diemat]] und ist seit jeher Vertragspartner der ''Opel Automobile GmbH'' (ehem. ''Adam Opel AG'')''.'' |
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| Obgleich der Name und die unmittelbare Lage auf der anderen Straßenseite es nahelegen, steht das Unternehmen in keiner Verbindung zur Firma [[Doepke Schaltgeräte]].
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| __NOTOC__ | | __NOTOC__ |
| ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| Die Ursprünge des Unternehmens finden sich in einer kleinen Schmiede, die sich in einem nicht mehr existenten Nebengebäude der [[Alte Molkerei|Alten Molkerei]] an der [[Westerstraße]] befand. Das ursprüngliche Stammhaus wurde vom Unternehmensgründer [[Heinrich Döpke]] im Jahre 1878.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 215</ref> Es befand sich an der [[Mackeriege]] 3 in unmittelbarer Nähe zum späteren Arbeitsamt. In diesem Bau befand sich nach dem Auszug viele Jahre eine Werkstatt der ARGE bzw. des Jobcenters (''Gemeinnützige Ausbildungs Gesellschaft Norden''; kurz: ''GAG Norden''). Seit dem Abriss steht hier ein Mehrparteienhaus. | | Die Gründung des Unternehmens ''Boehsel und Klaahsen'' - zunächst als reine Kfz-Werkstatt - erfolgte bereits im Jahre 1957. Die erste Niederlassung befand sich im benachbarten Hage (hinterer Bereich der Hauptstraße 14). 1963 erfolgte der Umzug an den heutigen Standort an der (alten) ''Deichstraße''.<ref name=":0">Angaben nach Auskunft der Betriebsinhaber (Befragung durch Helmut Poppen am 14. April 2026)</ref> Die Straße wurde 1972 in [[Am Norder Tief|''Am Norder Tief'']] umbenannt. |
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| Das Unternehmen prosperierte schon bald. Gerade einmal zehn Jahre nach der Gründung erhielt Döpke auf der Ostfriesischen Ausstellung für Gewerbe und Landwirtschaft in Emden ein Diplom und die bronzene Medaille. Auf der Gewerbeausstellung in Norden im Jahre 1894 gewann das Unternehmen für seine herausragenden Schmiedearbeiten den höchsten, mit 150 Mark dotierten Ehrenpreis. Ab den 1890er Jahren begann Döpke mit der Fertigung von Pumpen, Dampföfen, Blitzableitern, landwirtschaftlichen Geräten und Molkereianlagen. Auch sonst zeichnete sich das Unternehmen durch hohe Innovation aus. Als Norden 1914 einen Anschluss an das Stromnetz bekam, verfügte der Betrieb längst über einen eigenen Generator, mit dem auch benachbarte Objekte versorgt wurden.<ref name=":0" />
| | 1971 wurde die Kfz-Werkstatt um ein größeres Verwaltungsgebäude erweitert, dem um 1980 eine gesonderte Ausstellungshalle für die zu verkaufenden Fahrzeuge folgte.<ref name=":0" /> |
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| Recht früh begann man auch mit dem Bau von Bäckereimaschinen. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] trennten sich die Söhne des Firmengründers [[Otto Döpke]] und [[Amandus Döpke]] und gründeten eigene Betriebe. Otto eröffnete eine Vertriebsstelle für Deutz-Gasmotoren an der [[Große Mühlenstraße 17|Großen Mühlenstraße 17]], Amandus ein Elektrofachgeschäft am [[Neuer Weg 52|Neuen Weg 52]].<ref name=":0" /><ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 216</ref>
| | Einige Jahre war der Betrieb als Teil des noch in Aurich beheimateten Autohandels ''HIRO'', ehe es (wieder) unter dem ursprünglichen Namen - abgekürzt B&K - firmieren sollte. |
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| Die Produktion von Bäckereimaschinen erwies sich bald als der wichtigste Unternehmenszweig, weshalb dieser in den 1920er und 1930er Jahren sowie erneut nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ausgebaut werden konnte. Hauptsächlich entstanden nun Misch- und Knetmaschinen für Großbäckereien, die bis nach Süddeutschland geliefert wurden. Seit den 1950er Jahren produzierte das Unternehmen auch Saug- und Schneidkopfbagger sowie Schöpfräder für die Sandförderung Kiesaufbereitung. Da die Produktionspalette stetig größer wurde, wurde 1970 in Neermoor (Landkreis Leer) ein Zweitwerk errichtet. 1981 zog das Unternehmen schließlich an die [[Stellmacherstraße]] 10 in das neu erschlossene [[Gewerbegebiet Leegemoor]]. Mittlerweile wurde sogar nach Übersee exportiert, der Anteil lag in den 1980er Jahre bei ungefähr 40 %.<ref name=":1" />
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