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Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war Meyer-Degering, damals noch Schüler, als freiwilliger Hilfsarbeiter in einer Munitionsfabrik beschäftigt. Auch während seiner Studienzeit arbeitete er als Werkstudent. Daneben war er im Winter 1923/1924 Mitglied der Reichswehr und als solches gegen kommunistische Gruppierungen in Thüringen eingesetzt. Ende 1939 meldete er sich freiwillig zur Wehrmacht und beteiligte sich an den Feldzügen gegen die Niederlande, Belgien und Frankreich. Zuletzt war er im Range eines Feldwebels als Gruppenführer einer Maschinengewehr-Kompanie eingesetzt. Für seinen Kriegseinsatz erhielt er das Eiserne Kreuz 2. Klasse.<ref name=":0" />
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war Meyer-Degering, damals noch Schüler, als freiwilliger Hilfsarbeiter in einer Munitionsfabrik beschäftigt. Auch während seiner Studienzeit arbeitete er als Werkstudent. Daneben war er im Winter 1923/1924 Mitglied der Reichswehr und als solches gegen kommunistische Gruppierungen in Thüringen eingesetzt. Ende 1939 meldete er sich freiwillig zur Wehrmacht und beteiligte sich an den Feldzügen gegen die Niederlande, Belgien und Frankreich. Zuletzt war er im Range eines Feldwebels als Gruppenführer einer Maschinengewehr-Kompanie eingesetzt. Für seinen Kriegseinsatz erhielt er das Eiserne Kreuz 2. Klasse.<ref name=":0" />


Meyer-Degering war bis zu seiner Ernennung zum Norder Bürgermeister als zweiter Bürgermeister der Stadt Emden tätig gewesen, den er aufgrund dessen andauerndem Kriegsdienst lange Zeit vertrat.<ref name=":0" /> Verschiedene Dokumente legen nahe, dass er trotz Zugehörigkeit zur NSDAP kein überzeugter Nationalsozialist war, dennoch keinen Befehl verweigerte und seine Amtspflichten ohne zu hinterfragen durchführte. So befürwortete er die Brandstiftung der Emder Synagoge nicht, stellte sich ihr aber auch nicht entgegen, obwohl er über diese im Vorfeld der Reichspogromnacht informiert wurde. Weiterhin befürwortete er die Entziehung des Sorgerechts von Eltern, die ihre Kinder nicht in die Hitlerjugend schicken wollten, ohne dieser aber als Staatsfeinde oder ähnliches zu melden.
Meyer-Degering war bis zu seiner Ernennung zum Norder Bürgermeister als zweiter Bürgermeister der Stadt Emden tätig gewesen, den er aufgrund dessen andauerndem Kriegsdienst lange Zeit vertrat.<ref name=":0" /> Verschiedene Dokumente legen nahe, dass er - trotz Zugehörigkeit zur NSDAP - kein überzeugter Nationalsozialist war, dennoch keinen Befehl verweigerte und seine Amtspflichten ohne zu hinterfragen durchführte. So befürwortete er die Brandstiftung der Emder Synagoge nicht, stellte sich ihr aber auch nicht entgegen, obwohl er über diese im Vorfeld der Reichspogromnacht informiert wurde. Weiterhin befürwortete er die Entziehung des Sorgerechts von Eltern, die ihre Kinder nicht in die Hitlerjugend schicken wollten, ohne dieser aber als Staatsfeinde oder ähnliches zu melden.


Nach Kriegsende wurde Meyer-Degering von der britischen Militärregierung abgesetzt. Erster Bürgermeister der Nachkriegszeit wurde [[Albert Schöneberg|Dr. Albert Schöneberg]], der bereits vor seiner Ersetzung durch [[Kurt Eifrig|Dr. Kurt Eifrig]] Norder Bürgermeister war.
Nach Kriegsende wurde Meyer-Degering von der britischen Militärregierung abgesetzt. Erster Bürgermeister der Nachkriegszeit wurde [[Albert Schöneberg|Dr. Albert Schöneberg]], der bereits vor seiner Ersetzung durch [[Kurt Eifrig|Dr. Kurt Eifrig]] Norder Bürgermeister war.