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'''Kugelhaus''' (auch: ''Kugelhuus'') war der Name eines kleinen | '''Kugelhaus''' (auch: ''Kugelhuus'') war der Name eines kleinen Gulfhauses auf der ''Kugelwarft'', einer kleinen [[Warft]] an der Einmündung zwischen [[Kugelweg]] und [[Neuseedeicher Weg]]. Auch das heutige Haus aus dem Jahre 1974 wird zumeist noch als ''Kugelhaus'' bezeichnet. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Wie genau der Name entstanden ist, ist ungewiss.<ref name=":0">Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 69</ref> Sicher ist, dass der Name ''Kugel'' ursprünglich für die [[Warft]], auf der das Kugelhaus errichtet wurde, gebraucht wurde. Die am meisten verbreitete Vermutung rührt vom Fund einer Kugel in diesem Bereich, deren Ursprung sich die Bewohner nicht erklären konnten oder die sich krönend auf dem Dach des Hauses befand.<ref>Schreiber, Gretje (2010): Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd 18. September 2010, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 39</ref> Diese Kugel soll angeblich in das [[Heimat- und Teemuseum]] verbracht worden sein, doch gibt es hierfür keine Belege. Denkbar - und wesentlich naheliegender - ist, dass die Form der Warft an eine Kugel erinnerte. Die Kugelwarft gehört in jedem Fall zu den ältesten Warften der [[Westermarsch]]. | Wie genau der Name entstanden ist, ist ungewiss.<ref name=":0">Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 69</ref> Sicher ist, dass der Name ''Kugel'' ursprünglich für die [[Warft]], auf der das Kugelhaus errichtet wurde, gebraucht wurde. Die am meisten verbreitete Vermutung rührt vom Fund einer Kugel in diesem Bereich, deren Ursprung sich die Bewohner nicht erklären konnten oder die sich krönend auf dem Dach des Hauses befand.<ref>Schreiber, Gretje (2010): Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd 18. September 2010, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 39</ref> Diese Kugel soll angeblich in das [[Heimat- und Teemuseum]] verbracht worden sein, doch gibt es hierfür keine Belege. Denkbar - und wesentlich naheliegender - ist, dass die Form der Warft an eine Kugel erinnerte. Die Kugelwarft gehört in jedem Fall zu den ältesten Warften der [[Westermarsch]]. | ||
Der zuletzt als ''Kugelhaus'' bezeichnete, kleine Gulfhof aus der Zeit um 1850 wurde 1974 wegen sturmbedingter Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.<ref name=":0" /> Das | Der zuletzt als ''Kugelhaus'' bezeichnete, kleine Gulfhof bzw. Gulfhaus aus der Zeit um 1850 wurde 1974 wegen sturmbedingter Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.<ref name=":0" /> Offenbar hatte das Haus eine Windhose getroffen, die zuvor auch den alten Kühlturm auf dem ehemaligen Gelände von [[Norddeich Radio]] an der [[Deichstraße]] getroffen hatte (heute [[Nordsee-Camp Norddeich|''Nordsee-Camp Norddeich'']]).<ref>Kommentar von Janni Wilhelm unter einem Bild vom Kugelhaus auf [https://www.facebook.com/photo/?fbid=25486935590935919&set=gm.1167606014982884&idorvanity=403157474761079 facebook] am 3. Dezember 2025</ref> | ||
Das Gebäude wird auch heute meist noch umgangssprachlich als ''Kugelhaus'' bezeichnet. | |||
==Sonstiges== | ==Sonstiges== | ||
Aktuelle Version vom 4. Dezember 2025, 14:37 Uhr
Kugelhaus | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entstehungszeit | 1974 (vor oder um 1850) |
| Erbauer | Familie Dirks |
| Bauweise | Landarbeiterhaus (Gulfhaus) |
| Erhaltungszustand | erhalten |
| Genaue Lage | Kugelweg 2
26506 Norden |
Kugelhaus (auch: Kugelhuus) war der Name eines kleinen Gulfhauses auf der Kugelwarft, einer kleinen Warft an der Einmündung zwischen Kugelweg und Neuseedeicher Weg. Auch das heutige Haus aus dem Jahre 1974 wird zumeist noch als Kugelhaus bezeichnet.
Geschichte
Wie genau der Name entstanden ist, ist ungewiss.[1] Sicher ist, dass der Name Kugel ursprünglich für die Warft, auf der das Kugelhaus errichtet wurde, gebraucht wurde. Die am meisten verbreitete Vermutung rührt vom Fund einer Kugel in diesem Bereich, deren Ursprung sich die Bewohner nicht erklären konnten oder die sich krönend auf dem Dach des Hauses befand.[2] Diese Kugel soll angeblich in das Heimat- und Teemuseum verbracht worden sein, doch gibt es hierfür keine Belege. Denkbar - und wesentlich naheliegender - ist, dass die Form der Warft an eine Kugel erinnerte. Die Kugelwarft gehört in jedem Fall zu den ältesten Warften der Westermarsch.
Der zuletzt als Kugelhaus bezeichnete, kleine Gulfhof bzw. Gulfhaus aus der Zeit um 1850 wurde 1974 wegen sturmbedingter Baufälligkeit abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.[1] Offenbar hatte das Haus eine Windhose getroffen, die zuvor auch den alten Kühlturm auf dem ehemaligen Gelände von Norddeich Radio an der Deichstraße getroffen hatte (heute Nordsee-Camp Norddeich).[3]
Das Gebäude wird auch heute meist noch umgangssprachlich als Kugelhaus bezeichnet.
Sonstiges
Westlich des Kugelhauses gibt es ein unter Naturschutz stehendes Feuchtbiotop, das - entsprechend seiner Lage am Kugelweg bzw. in der Nähe des Kugelhauses - Feuchtbiotop Kugel genannt wird.
An der Großen Neustraße 14 gibt es ein kleines Künstleratelier, das auch als Kugelhaus bezeichnet wird, jedoch in keiner Verbindung zum eigentlichen Kugelhaus steht.
Galerie
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Aufnahme aus der Zeit um 1920.
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Aufnahme aus der Zeit um 1950.
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Das Kugelhaus in der Zeit um 1965.
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Zustand nach dem Zusammensturz und vor dem Abriss.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 69
- ↑ Schreiber, Gretje (2010): Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd 18. September 2010, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 39
- ↑ Kommentar von Janni Wilhelm unter einem Bild vom Kugelhaus auf facebook am 3. Dezember 2025