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Der neue Klassenraum besaß eine Fläche von 42,21 qm.<ref name=":2" /> Hier wurden insgesamt 60 Kinder unterrichtet. Bis 1887 stieg die Zahl auf 100 an.<ref name=":1" /> Bereits 1883 wurde das Schulgebäude um 4,40 m verlängert und der bereits vorhandene Abort um Pissoirs für die männlichen Schulkinder erweitert.<ref name=":2" /> Aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen wurde 1888 eine zweite Lehrerstelle geschaffen, jedoch erst nach einer weiteren Erweiterung in 1889 besetzt.<ref name=":2" /> Auf die ausgeschriebene Stelle hatten sich sogar drei Bewerberinnen gemeldet, die aus Stettin, Langendorf und Westfalen kamen. Die Bewerbungen wurden jedoch abgelehnt, da die Schulbehörde keine Frau an der Schule einsetzen wollte.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 48</ref> 1949 wurde vom Schulrat schließlich eine dritte Lehrerstelle gefordert, da die Schülerzahlen nach dem Zweiten Weltkrieg erneut stiegen.<ref name=":2" /> In diesem Jahr besuchten 110 evangelische und 8 katholische Schüler die Schule. Bei 47 Kindern handelt es sich um Flüchtlingskinder.<ref name=":2" />
Der neue Klassenraum besaß eine Fläche von 42,21 qm.<ref name=":2" /> Hier wurden insgesamt 60 Kinder unterrichtet. Bis 1887 stieg die Zahl auf 100 an.<ref name=":1" /> Bereits 1883 wurde das Schulgebäude um 4,40 m verlängert und der bereits vorhandene Abort um Pissoirs für die männlichen Schulkinder erweitert.<ref name=":2" /> Aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen wurde 1888 eine zweite Lehrerstelle geschaffen, jedoch erst nach einer weiteren Erweiterung in 1889 besetzt.<ref name=":2" /> Auf die ausgeschriebene Stelle hatten sich sogar drei Bewerberinnen gemeldet, die aus Stettin, Langendorf und Westfalen kamen. Die Bewerbungen wurden jedoch abgelehnt, da die Schulbehörde keine Frau an der Schule einsetzen wollte.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 48</ref> 1949 wurde vom Schulrat schließlich eine dritte Lehrerstelle gefordert, da die Schülerzahlen nach dem Zweiten Weltkrieg erneut stiegen.<ref name=":2" /> In diesem Jahr besuchten 110 evangelische und 8 katholische Schüler die Schule. Bei 47 Kindern handelt es sich um Flüchtlingskinder.<ref name=":2" />


1961 wurde die [[Altendeichsschule|Neue Altendeichsschule]] eröffnet, sodass die alte Schule nicht mehr als solche benötigt wurde. Die bisherigen Schüler wurden teils an die [[Westerhörner Schule]], teils an die Neue Altendeichsschule umgeschult.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 48</ref> Die alte Altendeichsschule gelangte in Privatbesitz. Bernhard Bruns eröffnete hier - etwa 1963 - eine Gastwirtschaft, die den Namen ''ABC-Schützen'' bekam. Nachdem diese einige Jahre lang nicht den erhofften wirtschaftlichen Erfolg brachte, wurde die Gastwirtschaft in eine Nachtbar umgewidmet.<ref>Kommentar von Hans-Hermann Neupert unter dem facebook-Beitrag vom 12. Oktober 2024</ref> Diese bis ungefähr um die Jahrtausendwende bestehende, sogenannte ''ABC-Bar'', entwickelte sich zu einem gut besuchten ''Etablissement'' mit überregionaler Bekanntheit.<ref name=":2" /> Der Name war ebenso wie ''ABC-Schützen'' eine Anspielung auf die schulische Vergangenheit kombiniert mit seiner Neunutzung als ''Nachtbar''. Die Nutzung als Etablissement war weithin durch ein rotes Viereck, das am Schornstein leuchtete, erkennbar.<ref>Kommentar von Anke Waecken unter dem facebook-Beitrag vom 12. Oktober 2024</ref>
1961 wurde die [[Altendeichsschule|Neue Altendeichsschule]] eröffnet, sodass die alte Schule nicht mehr als solche benötigt wurde. Die bisherigen Schüler wurden teils an die [[Westerhörner Schule]], teils an die Neue Altendeichsschule umgeschult.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 48</ref> Die alte Altendeichsschule gelangte in Privatbesitz. Bernhard Bruns eröffnete hier - etwa 1963 - eine Gastwirtschaft, die den Namen ''Zum ABC-Schützen'' bekam. Nachdem diese einige Jahre lang nicht den erhofften wirtschaftlichen Erfolg brachte, wurde die Gastwirtschaft in eine Nachtbar umgewidmet.<ref>Kommentar von Hans-Hermann Neupert unter dem facebook-Beitrag vom 12. Oktober 2024</ref> Diese bis ungefähr um die Jahrtausendwende bestehende, sogenannte ''ABC-Bar'', entwickelte sich zu einem gut besuchten ''Etablissement'' mit überregionaler Bekanntheit.<ref name=":2" /> Der Name war ebenso wie ''Zum ABC-Schützen'' eine Anspielung auf die schulische Vergangenheit kombiniert mit seiner Neunutzung als ''Nachtbar''. Die Nutzung als Etablissement war weithin durch ein rotes Viereck, das am Schornstein leuchtete, erkennbar.<ref>Kommentar von Anke Waecken unter dem facebook-Beitrag vom 12. Oktober 2024</ref>


Nach der Schließung der Bau wurde das Gebäude nur noch als Wohnhaus genutzt. Der Anfang 2021 verstorbene Eigentümer [[Hans Fritsche|Hans "Hansi" Fritsche]] hatte auf dem Grundstück eine Art ''Skulpturenpark'' errichtet, nachdem das Ordnungsamt der Stadt Norden ihm aufgetragen hatte, das von ihm zugestellte Gelände aufzuräumen. Im März 2021 wurde der Haushalt - und damit auch der ''Skulpturenpark'' - von den Erben aufgelöst. Seit Mai 2021 stand das Gebäude dann samt einer Grundstücksfläche von 2.676 qm gegen Höchstgebot zum Verkauf, das Startgebot lag bei 80.000 Euro.<ref>[https://www.immobilienscout24.de/expose/127704371?referrer=RESULT_LIST_LISTING&navigationServiceUrl=%2FSuche%2Fcontroller%2FexposeNavigation%2Fnavigate.go%3FsearchUrl%3D%2FSuche%2Fde%2Fniedersachsen%2Faurich-kreis%2Fnorden%2Fhaus-kaufen%26exposeId%3D127704371&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST&searchId=0327c2f0-3f9e-353f-82d3-f37538f7a184&searchType=district#/ Verkaufsinserat bei Immobilienscout24.de], abgerufen am 14. Mai 2021</ref> Nach einigen Monaten des Leerstands wurde das Gebäude schließlich verkauft und wird nun einer neuen Nutzung zugeführt.
Nach der Schließung der Bau wurde das Gebäude nur noch als Wohnhaus genutzt. Der Anfang 2021 verstorbene Eigentümer [[Hans Fritsche|Hans "Hansi" Fritsche]] hatte auf dem Grundstück eine Art ''Skulpturenpark'' errichtet, nachdem das Ordnungsamt der Stadt Norden ihm aufgetragen hatte, das von ihm zugestellte Gelände aufzuräumen. Im März 2021 wurde der Haushalt - und damit auch der ''Skulpturenpark'' - von den Erben aufgelöst. Seit Mai 2021 stand das Gebäude dann samt einer Grundstücksfläche von 2.676 qm gegen Höchstgebot zum Verkauf, das Startgebot lag bei 80.000 Euro.<ref>[https://www.immobilienscout24.de/expose/127704371?referrer=RESULT_LIST_LISTING&navigationServiceUrl=%2FSuche%2Fcontroller%2FexposeNavigation%2Fnavigate.go%3FsearchUrl%3D%2FSuche%2Fde%2Fniedersachsen%2Faurich-kreis%2Fnorden%2Fhaus-kaufen%26exposeId%3D127704371&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST&searchId=0327c2f0-3f9e-353f-82d3-f37538f7a184&searchType=district#/ Verkaufsinserat bei Immobilienscout24.de], abgerufen am 14. Mai 2021</ref> Nach einigen Monaten des Leerstands wurde das Gebäude schließlich verkauft und wird nun einer neuen Nutzung zugeführt.