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Das '''Haus de Löwe''' ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am [[Neuer Weg]] 66. Es wurde 1909 erbaut war in der Anfangszeit Sitz eines Textilwarengeschäftes.
Das '''Haus de Löwe''' ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am [[Neuer Weg]] 66. Es wurde 1909 erbaut war in der Anfangszeit Sitz eines Textilwarengeschäftes.
Charakteristisch für das Haus sind die zwei Löwen im Giebel sowie die Initialen ''dL'' im Giebel, die an die Familie de Löwe erinnern.
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==Geschichte==
==Geschichte==
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Am frühen Abend des 17. März 2022 kam es zu einem Brand im Röstofen der ''Norder Kaffeemanufaktur''. Durch beherztes Eingreifen der Mitarbeiter sowie der [[Feuerwehr Norden|Norder Feuerwehr]] konnte ein größerer Schaden an dem historisch wertvollen Gebäude verhindert werden.
Am frühen Abend des 17. März 2022 kam es zu einem Brand im Röstofen der ''Norder Kaffeemanufaktur''. Durch beherztes Eingreifen der Mitarbeiter sowie der [[Feuerwehr Norden|Norder Feuerwehr]] konnte ein größerer Schaden an dem historisch wertvollen Gebäude verhindert werden.
==Familie de Löwe==
Levi war seit 1925 Witwer und verstarb 1931. Jakob hingegen erlebte die Einschränkungen der nationalsozialistischen Verfolgung noch, bevor er 1933 verstarb. Selma, seine Frau, war beliebt, und versuchte mithilfe ihres Sohnes Siegbert, das Geschäft weiterzuführen. Siegbert heiratete Hildegard Wolff unter Einbeziehung eines Rabbiners, was verboten war, heimlich im Giebel des Hauses. Hildegard war die Tochter von Karl Wolff und die Schwester von Rudolf Wolff. Die beiden schafften es 1939 noch in die USA zu fliehen, wo Hildegard sich in Hilda umbenannte. Hilda hat ihre Geschichte Jahre später für ihre Enkelin aufgeschrieben.
Susanne, die Schwester von Siegbert, heiratete Eduard Cossen und gebar 1932 und 1935 Werner und Hans. Auch dieser Teil der Familie versuchte zu fliehen. Sie gingen mit Selma (Susannes und Siegberts Mutter) nach Holland in der Hoffnung, noch Visa für Amerika zu erhalten. Doch für sie war
es zu spät. Selma war 67 Jahre alt, als sie 1943 ermordet wurde. Susanne und ihre Familie wurden im
Januar 1944 nach Theresienstadt deportiert. Eduard wurde im September nach Auschwitz deportiert,
um zwei Wochen später nach Dachau zu kommen. Dort verstarb er im Februar 1945. Susanne und die
Kinder wurden im Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert und dort sofort in Birkenau vergast.
Susanne Cossen wurde 41 Jahre alt, ihre Söhne 9 und 12 Jahre.
Eduard Cossen wurde 45 Jahre alt.


==Galerie==
==Galerie==